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Das Wichtigste in Kürze

Überblick

  • Über 60.000 Quadratkilometer groß war der Aralsee bis zu den 1960er Jahren. Seitdem ist das Meer auf weniger als ein Viertel seiner ehemaligen Fläche geschrumpft.
  • Doch seit ein paar Monaten gibt es wieder Hoffnung. Denn der nördliche Teil des Aralsees, einer von mehreren Teilseen, in die das Binnenmeer mittlerweile zerfallen ist, steigt seit dieser Zeit unaufhörlich an und wächst wieder.
  • Verantwortlich dafür ist der 13 Kilometer lange Kokaral-Staudamm, der im Jahr 2005 mit finanzieller Unterstützung durch die Weltbank zwischen dem Kleinen Aral im Norden und dem Großen Aral im Süden fertig gestellt wurde.
  • Seitdem füllt das Wasser des Flusses Syrdaria den Kleinen Aralsee schneller als gedacht. Um knapp drei Meter ist der Wasserspiegel bereits gestiegen. Die Uferlinie hat sich an manchen Stellen um 15 Kilometer verlagert.
  • Doch was schon als „Wiedergeburt des Aralsees“ gefeiert wird, ist eher die Kapitulation vor der ökologischen Katastrophe. Denn der See im Süden auf usbekischem Territorium trocknet durch den Damm nur noch schneller aus. Dort hat sich inzwischen die neue Aralkum-Wüste gebildet.
  • Etwa 75 Millionen Tonnen Salzstaub gelangen jährlich durch Staubstürme in der Aralsee-Region in die Atmosphäre. Das meiste davon fällt in einem Radius von etwa 1.000 Kilometern nieder. Schwere gesundheitliche Schäden bei der Bevölkerung in der Region sind die Folge.
  • Das Austrocknen des Aralsees hat eine weitere, unerwartete Plage mit sich gebracht: Heuschrecken. In schlechten Jahren fallen die „Zähne des Windes“ zu Abermillionen über alles Fressbare her, was sich ihnen in den Weg stellt.
  • Seit wenigen Jahren machen sich Wissenschaftler die Tatsache zunutze, dass das zurückweichende Ufer des Aralsees Bereiche freilegt, die durch das Wasser bisher verborgen waren. So können von Archäologen beispielsweise die historischen Seespiegelschwankungen untersucht werden, von denen es in den vergangenen Tausenden von Jahren ohne Zweifel mehrere gegeben hat.
  • Während das Absinken des Seespiegels im Aralsee in jüngster Zeit eindeutig anthropogene Ursachen hat, sehen die Archäologen den Grund für die historischen Schwankungen vor allem in klimatischen Veränderungen.
  • Eine Konvention zum Schutz des Aralsees, die von allen fünf Ländern unterzeichnet wurde, gibt es bis heute nicht.
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Stand: 05.01.2007

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Aralsee
Neuigkeiten von einer ökologischen Katastrophe

Überblick
Das Wichtigste in Kürze

Zum Weiterlesen
Links und Literatur

„Das Meer kommt zurück“
Hoffnung in Aralsk

„Gerettet, was zu retten ist“
Der Aral wird zum Stausee

Kampf dem Salz
Land- und Wassernutzung in Usbekistan

„Zähne des Windes“
Die Heuschreckenplage von Karakalpakistan

Neuer Rekord!
Höchst- und Tiefstständen auf der Spur

Wer tut was ...
... und wie geht es weiter?

„Erdöl und Erdgas sind wichtiger“
Interview mit Serikbai Smailow

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Aralsee - Chronik einer anthropogen verursachten Katastrophe

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