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Das Wichtigste in Kürze

Überblick

  • Gleich drei Kontinentalplatten treffen in der Region der größten Stadt der Welt aufeinander – Tokyo ist daher extrem erdbebengefährdet.
  • Selbst wenn der Erdbebenherd nicht direkt bei Tokyo sondern weiter entfernt im Pazifik läge, könnten riesige Tsunami-Wellen die Stadt zerstören.
  • 1923 ereignete sich mit einer Stärke von 7,9 auf der Richterskala das schwerste Erdbeben der japanischen Geschichte. 140.000 Einwohner Tokyos und Umgebung kamen bei dem tragischen Ereignis ums Leben.
  • Sollte ein Erdbeben gerade in einem Ballungsraum wie Tokyo und Umgebung auftreten, so sind mit einem Schlag 30 Millionen Menschen gefährdet. Frühwarnsysteme helfen da nicht viel, es fehlt einfach der Platz für wirkungsvolle Evakuierungsmaßnahmen.
  • Ein großes Erdbeben in Tokyo könnte die gesamte japanische Wirtschaft und Regierung völlig lahmlegen. Eine mögliche Verlagerung der Hauptstadt mit ihren Regierungsorganen ist im Gespräch.
  • 1995 ereignete sich ein schweres Erdbeben in der alten Kaiserstadt Kobe. Eine Fläche von über 100 Hektar brannte ab, der Sachschaden lag bei 200 Milliarden DM.
  • Weil niemand wirklich an ein so heftiges Erdbeben in dieser Region geglaubt hatte, lagen einfach keine konkreten Katastrophenpläne vor. Die angeblich erdbebensichere Trasse der vierspurigen Autobahn brach innerhalb von Sekunden ein, als erdbebensicher geltende Häuser stürzten zusammen.
  • Aufgerüttelt durch das Erdbeben, das einige Mängel der Sicherheitsvorkehrungen des dortigen Kernkraftwerkes aufdeckte, stimmten zum ersten Mal in der Geschichte Japans die Einwohner einer Stadt gegen den geplanten Bau eines AKW.
  • Für verschiedene Bezirke Tokyos gibt es bestimmte vorgesehene Evakuierungsgebiete, deren Nummern auch auf den Straßenschildern angegeben sind. Zudem sind die Japaner dazu angehalten, stets einen Notfall-Rucksack gepackt zu haben.
  • Auf ein Erdbeben brechen häufig Feuer aus. In den meisten Straßen Tokyos sind daher Feuerlöscher angebracht, die von jedem bei Bedarf genutzt werden können.
  • Auch die Stromleitungen sind oberirdisch gespannt, damit die Versorgungsleitung im Notfall schnell wieder hergestellt werden kann.
  • Die meisten Hochhäuser Japans sind erdbebensicher gebaut. Schwingungsfähigen Träger-Materialien und Fundamente sollen dem Beben standhalten.
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Stand: 22.06.2000

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Warten auf das große Beben...
Japan - Ballungsräume auf dem Schleudersitz

Überblick
Das Wichtigste in Kürze

Zum Weiterlesen
Links und Literatur zum Thema

Godzilla und der Riesenfisch
Tokyo und seine Katastrophen

Zwei Minuten vor Zwölf...
Das Beben von 1923

Stapelweise Menschen
Eine Stadt quillt aus allen Nähten

Flucht aus Tokyo
Umzug der Regierung aus der Gefahrenzone?

Die zwanzig Sekunden von Kobe
Das große Beben von 1995

Selbst die Mafia gibt einen aus
Was hat sich durch das Kobe-Erdbeben verändert?

Erdbeben? Kein Grund aufzustehen
Die Japaner und ihr Umgang mit der drohenden Gefahr

Notfallrucksack und Kabelgewirr
Trainieren für das große Beben

Seekrank im 40. Stock?
Schwankende Wolkenkratzer sollen Erdbeben standhalten

Stabiler Kern mit spiraliger Hülle
Das Projekt "Millennium-Tower"

Diaschauen zum Thema

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News zum Thema

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Dossiers zum Thema

Erdbeben - Vorhersagbar oder aus heiterem Himmel?

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