Überblick - scinexx | Das Wissensmagazin
Anzeige
Anzeige

Überblick

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Insel Surtsey entstand am 14. November 1963 durch einen untermeerischen Vulkanausbruch mehr als 30 Kilometer vor der Südküste Islands.
  • Während in der ersten Zeit ausschließlich explosive Eruptionen auftraten, die große Mengen an vulkanischer Asche und anderem Tephramaterial in die Atmosphäre schleuderten, kam es später auch zu lang anhaltenden und ausgedehnten Lavaströmen aus verschiedenen Kratern der Insel.
  • Die Lava überzog große Gebiete des zuvor abgelagerten lockeren Tephramaterials mit einer Schutzschicht und verhinderte so eine schnelle Erosion der Insel durch Wind, Wellen und Regen.
  • Am Ende der mehr als dreieinhalb Jahre währenden vulkanischen Tätigkeit hatte die Insel im Juni 1967 schließlich einen Durchmesser von 1,5 Kilometern und besaß eine Fläche von rund 2,7 Quadratkilometern.
  • In unmittelbarer Nachbarschaft zu Surtsey entstanden etwa zur gleichen Zeit noch zwei weitere Vulkaninseln – Jolnir und Syrtlingur. Doch diese wurden schnell wieder abgetragen und verschwanden nach wenigen Monaten unter der Meeresoberfläche.
  • Für die Wissenschaftler, die die Geburt und das Wachstum der Insel von Beginn an begleiteten, erwies sich Surtsey als ein überdimensionales natürliches Forschungslabor. Hier konnten beispielsweise den Vulkanismus am Mittelatlantischen Rücken studieren.
  • Sie hatten dort aber auch die Chance, der Evolution bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen und mitzuerleben, wie die Besiedlung eines nackten, sterilen Flecken Landes abläuft.
  • Mittlerweile haben auf der Insel rund 60 höhere Pflanzen, viele Moose und Flechten 13 Brutvogelarten, mindestens 150 Wirbellose Tiere aber auch Kegelrobben und Seehunde sowie zahllose Mikroorganismen eine neue Heimat gefunden.
  • Doch kaum hat die Natur Surtsey erobert, droht sie auch schon wieder ausgelöscht zu werden. Denn trotz eines schützenden Panzers aus Lava verliert die Insel jedes Jahr durch die Erosion große Mengen an Land.
  • Seit dem Ende der Eruptionen 1967 ist sie bereits auf die Hälfte ihrer ehemaligen Fläche geschrumpft. Geht die Abtragung so weiter wie bisher, wird Surtsey nach Berechnungen von Wissenschaftlern in rund 100 Jahren in der heutigen Form nicht mehr existieren.
  • Übrig bleiben wird dann nur ein winziger, öder „Felsklumpen“ von gerade mal 0,4 Quadratkilometer Größe.
  1. zurück
  2. 1
  3. |
  4. 2
  5. |
  6. 3
  7. |
  8. 4
  9. |
  10. 5
  11. |
  12. 6
  13. |
  14. 7
  15. |
  16. 8
  17. |
  18. 9
  19. |
  20. 10
  21. |
  22. weiter


Stand: 19.01.2007

Anzeige

In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Surtsey
Vom Feuerberg zum Lebensraum

Überblick
Das Wichtigste in Kürze

Geboren durch Feuer
Wie Surtsey entstand…

Existenz an seidenem Faden
Eine Insel „kämpft“ ums Überleben

Lava statt Asche
Surtsey erhält einen schützenden Panzer

Lava als Lebensraum
Die Natur erobert Surtsey

Pioniere voran…
Leben wie aus dem Nichts

Vögel als Transportvehikel
Wie die Pflanzen übers Meer kamen

Vögel, Fliegen und noch viel mehr
Eine bunte Vielfalt an Tieren bevölkert Surtsey

Und sie schrumpft doch…
Surtseys düstere Zukunft

Diaschauen zum Thema

News zum Thema

keine News verknüpft

Dossiers zum Thema

Palau - Arche Noah im Westpazifik

Hawaii - Tropisches Paradies auf heißem Untergrund

Anzeige
Anzeige