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Überblick

Das Wichtigste in Kürze

  • Ob terroristische Organisationen oder sogar Einzelkämpfer wirklich in der Lage wären, einen effektiven Biowaffenanschlag durchzuführen, darüber sind sich Wissenschaftler und Gesundheitspolitiker uneins.
  • Verglichen mit Atomwaffen gelten Krankheitserreger zwar als relativ einfach zu vermehren. Allerdings muss zur Herstelllung einer wirksamen Biowaffe auch die so genannte „Formulierung“, die Größe und Beschaffenheit der Erregerpartikel, stimmen. Diese herzustellen erfordert in der Regel Expertenwissen und ist nicht in jedem „Hinterhoflabor“ möglich.
  • Nach Ansicht vieler Experten stellen die Biowaffenlabore der ehemaligen Sowjetunion ein gefährliches Reservoir an Material und Expertise dar. Einige der russischen Forscher sind nach Aussagen von Ehemaligen dazu bereit, ihr Wissen zu verkaufen – und es gibt viele Käufer.
  • Die Anwendung biologischer Kampfstoffe ist schon seit 1925, dem Abschluss der Genfer Konvention, verboten. Erweitert wurde dieses Verbot 1972 durch die Biowaffenkonvention, die „Biological and Toxin Weapons Convention“ (BTWC). Verboten ist darin zwar die Entwicklung oder Produktion biologischer Mittel zu nicht-friedlichen Zwecken, nicht aber grundsätzlich der Umgang mit den Erregern oder Giften.
  • Die Kontrolle der Biowaffenproduktion ist schwierig, da die moderne Bioforschung großes Potenzial sowohl für die „Unterwelt“ als auch für fruchtbare, „gute“ Anwendungen hat – und die Übergänge sind fließend.
  • Durch die Möglichkeiten der genetischen Manipulation können heute auch aus harmlosen Viren oder Bakterien biologische Waffen entwickelt werden – unter Umständen sogar aus versehen, wie einige Vorfälle zeigen.
  • Entscheidend für eine wirksame Reaktion auf einen Biowaffenanschlag sind vor allem zwei Dinge: eine schnelle Diagnose und sofortige effektive Maßnahmen. Doch auf beiden Gebieten hapert es in vielen Staaten zur Zeit noch gewaltig.
  • Die amerikanischen Centers of Disease Control (CDC) haben mögliche biologische Kampfstoffe nach ihrer Gefährlichkeit in drei Klassen eingeteilt: Ausschlaggebend für die Einordnung sind die Freisetzung, die Mortalität und die Infektiosität.
  • Als extrem hohes Risiko für die nationale Sicherheit und damit Kategorie A-Erreger werden dabei unter anderem Anthrax (Bacillus anthracis), Botulismus (Clostridium botulinum toxin), Pest (Yersinia pestis) und Pocken gewertet.
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Stand: 16.01.2003

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Biowaffen
Wie groß ist die Gefahr?

Überblick
Das Wichtigste in Kürze

Ein zahnloser Tiger...
Die Biowaffenkonvention

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