Überblick - scinexx | Das Wissensmagazin
Anzeige
Anzeige

Das Wichtigste in Kürze

Überblick

  • Waldbrände sind unberechenbare Naturereignisse, die unter natürlichen Umständen vor allem durch Blitzeinschläge entstehen. Die meisten Waldbrände werden allerdings inzwischen durch die Fahrlässigkeit des Menschen ausgelöst.
  • Die Savannen der Tropen und Subtropen sind die größten Vegetationsflächen, die regelmäßig abgebrannt werden. Auch in den tropischen Regenwälder brennt es immer häufiger. Die meisten Brände werden dort durch Brandrodungen verursacht. Weitere so genannte Feuerlandschaften sind Australien, Kalifornien und der Mittelmeerraum.
  • Das Jahr 2002 war das Jahr der großen Waldbrandkatastrophen: In Australien wüteten zur Jahreswende 2002/03 die schlimmsten Brände in der Geschichte des „Feuer-Kontinents“. Unerlaubte Lagerfeuer und Brandstiftungen lösten auch in den USA zahlreiche Brände aus. Um Moskau loderten 119 Wald- und Torfbrände.
  • Menschen werden immer häufiger durch Wald- und Buschbrände bedroht, da weltweit die Städte ausufern und mehr Siedlungen in Risikogebieten errichtet werden.
  • Waldbrände befördern gigantische Mengen an Aerosolen in die Atmosphäre. Die Folgeschäden für das Weltklima sind noch nicht eindeutig geklärt. Die Aerosolen können einerseits für eine Erwärmung, andererseits auch für eine Abkühlung verantwortlich sein.
  • Das Feuer ist Zerstörer der Wälder, aber gleichzeitig auch ihr Erneuerer. Für die Natur sind die Brände oft ein unersetzlicher „reinigender“ Faktor. Viele Ökosysteme haben sich inzwischen nahezu perfekt an die regelmäßigen und natürlich vorkommenden Feuer angepasst. Pflanzen die dort vorkommen nennt man Pyrophyten.
  • Inzwischen wird häufig wieder nach der Devise „let it burn“ (lasst es brennen) gehandelt. Kleinere Brände werden toleriert, weil Waldbrände das tote Material (Totholz, Laub, …) im Wald reduzieren, den Böden mineralreiche Nährstoffen zuführen, das Keimen der Samen fördern, für mehr Licht am Boden sorgen und die Massenvermehrung von Schädlingen eindämmen. Ein Waldbrand ist weitaus gefährlicher, wenn es in einem Wald schon lange nicht mehr gebrannt hat.

    Seit den 70er Jahren gibt es die Wissenschaft der Feuerökologie. Die Wissenschaftler untersuchen die naturgemäße Rolle des Feuers in Wäldern, Buschländern und Savannen.

  • Die „Firefigher“ und „Smokejumper“ bekämpfen die Flammen mit verschiedenen Methoden. Sie schlagen Schneisen, legen Gegenfeuer, löschen Schwelbrände und bekämpfen die Brände aus der Luft.

    Zur frühzeitigen Erkennung von Wald- und Buschbränden werden in letzter Zeit vermehrt Satelliten eingesetzt.

  1. zurück
  2. 1
  3. |
  4. 2
  5. |
  6. 3
  7. |
  8. 4
  9. |
  10. 5
  11. |
  12. 6
  13. |
  14. 7
  15. |
  16. 8
  17. |
  18. 9
  19. |
  20. 10
  21. |
  22. weiter


Stand: 26.03.2003

Anzeige
Anzeige

In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Waldbrände
Fluch oder Segen für die Natur?

Überblick
Das Wichtigste in Kürze

Zum Weiterlesen...
Links und Literatur zum Thema

Von Blitzen, Dürren und Fahrlässigkeit
Wie entstehen Waldbrände?

Feuerlandschaften der Erde
Savannen, Regenwälder und mediterrane Regionen

2002 - das Jahr der Waldbrandkatastrophen
Weltweite Brände von Australien über die USA bis nach Moskau

Der graue Dunst
Auswirkungen auf Menschen und Klima

Manche mögens heiß
Die Natur weiß sich zu helfen

Feuerökologie
Waldbrandschutz durch Feuer?

Von Firefightern und Satelliten
Kampf gegen die Naturgewalt

Diaschauen zum Thema

keine Diaschauen verknüpft

News zum Thema

keine News verknüpft

Dossiers zum Thema

Anzeige
Anzeige