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Das Wichtigste in Kürze

Überblick

  • Die Haut ist ein komplexes Organ aus lebenden und toten Zellen, Drüsen, Blutgefäßen und Sinnesorganen. Sie ist in drei Hauptschichten aufgebaut, der Epidermis oder Oberhaut, der Dermis oder Lederhaut und dem Unterhautfettgewebe.
  • Der gesamte äußere Teil unserer Epidermis besteht aus toten Zellen. Die in der so genannten Basalschicht entstehenden Hautzellen wandern langsam nach außen und sterben nach einiger Zeit ab. Übrig bleibt eine Schicht verhornter Hautschuppen, eingebettet in eine Lipid-Wasser-Matrix, das Stratum corneum oder Hornhaut.
  • Die Hornhaut wirkt wie eine Barriere: Sie schützt gegen Wasserverlust von innen und verhindert das Eindringen von Substanzen oder Keimen von außen.
  • Der Wassergehalt des Stratum corneum ist mitentscheidend für das frische Aussehen unserer Haut. Durch harte Seifen, Lösungsmittel, Sonneneinstrahlung und auch im Laufe der normalen Alterung verliert die Hornhaut ständig einen Teil ihres Wassers. Feuchtigkeitscremes sollen diese ersetzen.
  • Die meisten Feuchtigkeitslotions enthalten feuchtigkeitsbindende Substanzen wie Glycerin oder Harnstoff. Aber auch Wachse, Vaseline oder hydrophobe Fettsäureester werden zugesetzt, die einen wasserabweisenden Schutzfilm auf der Hautoberfläche bilden und so einer weiteren Austrocknung entgegenwirken sollen.
  • Die Applikation von Arzneimitteln durch die Haut, beispielsweise als Pflaster oder Gel gewinnt immer mehr an Bedeutung und wird intensiv erforscht. Probleme dabei bereitet allerdings noch immer die Überwindung der Hornhautbarriere. Mikronadeln, chemische Lösemittel und physikalische Tricks sollen die Durchlässigkeit verbessern.
  • Bereits angewendet wird der transdermale Transport beispielsweise bei männlichen und weiblichen Geschlechtshormonen, bei Mitteln gegen Reiseübelkeit oder Herzinfarkte und bei bestimmten Schmerzmitteln. In der Erprobung sind Gele zur Behandlung von Hautkrebs.
  • Die Hautalterung wird vor allem durch Veränderungen in der Lederhaut, der Dermis, hervorgerufen. Hier wird weniger Kollagen gebildet und mehr davon abgebaut. Als Folge bekommt das elastische-feste Stützgewebe der Haut Lücken und Fehler – Falten entstehen.
  • Dieser Alterungsprozess ist genetische determiniert und lässt sich nicht verhindern. Die meisten Anti-Falten-Mittel der Kosmetikindustrie sind dementsprechend auch eher wirkungslos. Kollegen und Elastin dringen nicht bis in die Lederhaut ein, Radikalfänger sind entweder zu gering dosiert oder zerfallen zu schnell.
  • UV-Strahlung kann die Hautalterung beschleunigen, da sie zur Kollagenzerstörung beiträgt. Schutz vor zuviel Sonne hilft daher nicht nur gegen Hautkrebs sondern auch gegen Falten. Vorbräunen bringt dabei jedoch nichts: Sonnenbrand wird zwar verhindert, die krebsfördernden Substanzen entstehen aber dennoch. Inzwischen werden Enzyme erforscht, die die Lichtschäden an DNA, Zellen und Geweben rückgängig machen sollen.
  • Die verschiedenen Hautfarben unterscheiden sich nur durch die Menge und Art des Hautfarbstoffs Melanin, nicht durch die Menge der Melaninbildungszellen. Sommersprossen sind lokale Anhäufungen von Melanin, Leberflecken dagegen eine Anhäufung von Melanozyten.
  • Ein spezielles, erst vor kurzem entdecktes Nervennetz in der Haut leitet Streicheln und Berührung an das Gefühlszentrum im Gehirn weiter und löst damit die Glücksgefühle bei Hautkontakt aus. Gleichzeitig wird das Glückshormon Oxytocin ausgeschüttet.
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Stand: 09.07.2004

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Unter die Haut
Barriere im Belagerungszustand

Überblick
Das Wichtigste in Kürze

Geboren um zu sterben
Die Epidermis und die Entwicklung der Hornhaut

Feuchtigkeit ist Trumpf
Die Hornhaut im Visier der Kosmetikindustrie

Durch die Mauer
Transdermaler Transport von Medikamenten

Gel statt Pflaster oder Pille
Hormone und Krebsmittel gehen unter die Haut

Hilfe, die Falten kommen!
Hautalterung als Schicksal?

Ein aussichtsloser Kampf?
Anti-Falten-Kosmetika und ihre (Nicht-) Wirkung

Sonne macht Falten...
Hautschäden durch UV-Strahlung

...was hilft?
Vorbeugen, Vorbräunen und reparieren

Farbe, Flecken und Pigmente
Was prägt das Aussehen unserer Haut?

Auf der Suche nach dem „Streichelfaktor“
Warum Hautkontakt glücklich macht

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