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Das Wichtigste in Kürze

Überblick

  • Jedes Jahr werden Hunderte von Menschen Opfer von Lawinen, allein in der Schweiz sterben jährlich zwischen 20 und 60 Menschen im Schnee.
  • Statistiken zeigen, daß die Chance, mit dem Leben davonzukommen, für Lawinenopfer in den ersten 15 Minuten sehr groß ist. Zwischen 15 und 35 Minuten tritt der „tödliche Knick“ der Überlebenswahrscheinlichkeit ein. In dieser Zeit sterben alle Verschütteten ohne Atemhöhle an raschem Ersticken.
  • Je nach Beschaffenheit des Schnees ist die Lawinenwahrscheinlichkeit höher oder weniger hoch.
  • Im sogenannten Schwimmschnee lösen sich Lawinen besonders leicht. Er entsteht, wenn Wasserdampf aus bodennahen, wärmeren Schneeschichten nach oben steigt und in der darüberliegenden Schicht erneut gefriert. Dabei bilden sich große becherförmige Kristalle, die durch ihre Hohlform extrem instabil sind.
  • Die häufigsten vorkommenden und am besten untersuchten Lawinen gehören zu den sogenannten „Fließlawinen“. Bei ihnen „fließt“ nasser oder trockener Schnee den Hang hinunter und behält dabei den Kontakt zum Boden („Grundlawine“) oder der Gleitschicht („Oberlawine“).
  • Weitaus seltener und für die Lawinenforscher deshalb nur schwer einzuschätzen sind Staublawinen. Eine solche Lawine beginnt erst einmal als Fließlawine mit trockenem, wenig verfestigtem Schnee oder als Eislawine von einem Gletscher.
  • Die Lawinengefahr steigt mit zunehmender Hangneigung, mit zunehmender Neuschneehöhe und steigenden Temperaturen.
  • Schlammlawninen werden in fast 40 Prozent der Fälle durch Menschen ausgelöst, zum Beispiel durch Hanganschnitte für den Straßenbau, Aufschüttungen oder andere Baumaßnahmen.
  • Zur Vorhersage von Lawinenwahrscheinlichkeiten werden auch Computer genutzt. Aus einer Flut von Daten ermittelt das System selbständig die Gefahrenstufe und welche Höhenlagen und Hänge besonders lawinengefährdet sind. Die Trefferquote beträgt im Moment etwa 80 Prozent, in besonders komplexen Wetter- und Schneeverhältnissen allerdings nur rund 60 Prozent.
  • Die Kosten für künstliche Lawinenschutzmaßnahmen sind sehr hoch: Allein in der Schweiz wurden seit 1950 1,2 Milliarden Franken dafür ausgegeben. Auch aus diesem Grund setzt man heute wieder verstärkt auf natürlichen Lawinenschutz durch Bergwälder.
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Stand: 20.10.2001

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Lawinen & Co.
Unaufhaltsam abwärts?

Überblick
Das Wichtigste in Kürze

Zum Weiterlesen
Links und Literatur zum Thema

Der Tod wartet nur 15 Minuten
Lawinenrettung und Überlebenschancen

Schnee ist nicht gleich Schnee...
Von Schneeprofilen und Schwimmschnee

Lawinenarten
Von Schneebrettern, Staublawinen und Kriechschnee...

Lawinengefahr
Wann entsteht eine Lawine?

Erdrutsche und Schlammlawinen
"Hausgemachte" Katastrophen

Der Computer als Lawinenexperte?
Lawinenwarnungen und Prognosen

Schutz vor der „weißen Gefahr“
Von Tourismus, Bergwäldern und Beton

Verschüttet, begraben, mitgerissen
Lawinenkatastrophen unseres Jahrhunderts

Glossar
Die wichtigsten Begriffe rund um Lawinen & Co.

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