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Das Wichtigste in Kürze

Überblick

  • Mehr als eine Milliarde Objekte von über zehn Metern Durchmesser kreuzen die Umlaufbahn der Erde. Damit liegt die Zahl der potentiell gefährlichen erdnahen Himmelskörper um das zehn bis hundertfache höher, als noch in den achtziger Jahren angenommen.
  • Die Mehrzahl dieser Trümmerstücke scheint aus dem Planetoidengürtel zwischen Mars und Jupiter zu stammen.
  • Meteoriten sind alle Himmelskörper, die die Erdatmosphäre durchdringen und in die Erdoberfläche einschlagen. Weitaus die meisten von ihnen bestehen aus Asteroiden oder Bruchstücken davon, nur etwa ein Drittel ist kometischen Ursprungs.
  • Die bisher auf der Erde gefundenen Meteoriten lassen sich nach ihrer Zusammensetzung grob in drei Klassen einteilen: Stein-, Eisen und Stein-Eisenmeteoriten.
  • Die Spuren von Meteoriteneinschlägen an der Erdoberfläche werden ständig durch Erosion zerstört, durch Ablagerungen oder Vulkanismus überdeckt oder durch die Bewegungen der tektonischen Platten oder Vulkanismus verformt.
  • Nach statistischen Berechnungen soll es mindestens 800 Einschlagskrater auf der Erde geben, davon werden etwa 300 auf dem Festland, der Rest in den Tiefen der Weltmeere vermutet. Entdeckt wurden davon jedoch erst gut hundert.
  • Impaktkrater lassen sich neben typischen Trümmerkegeln vor allem an Mineralien mit veränderter Kristallstruktur oder verschiedene Glasarten und andere Schmelzprodukten erkennen.
  • Die Erde ist einem ständigen Bombardement ausgesetzt – meist ohne Folgen. Von Meteoriten mit Massen von mehr als hundert Gramm wird die Erde jedes Jahr etwa 19.000mal getroffen. Einschläge von Brocken von 500 bis 5000 Metern Durchmesser könnten eine globale Katastrophe auslösen, ereignen sich jedoch nur alle 70 000 bis sechs Millionen Jahre.
  • Weltweit existieren heute einige Projekte und Initiativen, die gezielt Ausschau nach Erdbahnkreuzern und anderen erdnahen Objekten halten. Von den rund 2.000 bekannten NEOs mit Durchmessern von mehr als einem Kilometer sind bislang erst 245 untersucht und ihre Bahnen kartiert.
  • Wird ein Himmelskörper auf Kollisionskurs entdeckt, kommen prinzipiell zwei Abwehrstrategien in Frage: Zerstören oder Ablenken. Letztere ist jedoch nur möglich, wenn der Meteorit frühzeitig genug entdeckt wird.
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Stand: 19.01.2002

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Meteoriten
Gefahr aus dem All

Überblick
Das Wichtigste in Kürze

Himmelskörper auf Kollisionskurs...
Von NEOs, Kometen und Planetoiden

Meteorit ist nicht gleich Meteorit
Von Chondriten, Eisen und Kohlenstoff

Suche nach den Einschlagskratern
Wie die Nadel im Hauhaufen...

Der "Dinokiller"
Der Chicxulubkrater in Yucatan

Krater - die Narben der Erde
Entstehung und Morphologie von Einschlagskratern

Spurensuche mit der Lupe
Impaktite und andere Relikte eines Meteoriteneinschlags

Die Erde als kosmische "Schießbude"?
Wahrscheinlichkeit von Meteoriteneinschlägen

Fatal Impact
Die Folgen eines Einschlags

Operation "Spaceguard"
Überwachung von NEOs und Erdbahnkreuzern

Gerade mal zwölf Prozent...
Der Stand der NEO-Überwachung

Zerstören oder Ablenken?
Strategien gegen die "himmlischen Geschosse"

Mit Barringer fing alles an...
Eine kleine Chronik der NEO-Forschung

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