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Das Wichtigste in Kürze

Überblick

  • Im Alter von 65 bis 70 Jahren lässt die geistige Leistungsfähigkeit langsam nach. Das Gedächtnis wird schlechter, die Wahrnehmungsgeschwindigkeit nimmt ab, und es fällt schwerer, etwas Neues zu lernen. Wissenschaftler sprechen in diesem Zusammenhang auch von einem cognitive aging.
  • Sie versuchen seit einiger Zeit zu erforschen, warum die Gedächtnisfunktionen schwinden und – noch wichtiger – wie sich das verhindern oder zumindest verzögern lässt.
  • Klar ist: das menschliche Gehirn bleibt ein Leben lang entwicklungsfähig, deshalb können auch alte Menschen ihre kognitiven Leistungen durch Training und Übung noch verbessern. Diese Hirnplastizität macht es möglich, das Verhalten an die Umgebungsbedingungen anzupassen und neue Dinge zu lernen.
  • Wie sich eine intensive Beschäftigung mit einem Lernprogramm – das Orientieren in einem virtuellen Zoo – auf das Gehirn auswirkt, untersuchen Wissenschaftler in einer neuen Studie. 96 Menschen werden insgesamt daran teilnehmen, die eine Hälfte sind Studenten zwischen 20 und 30 Jahren, die andere Senioren im Alter von 60 bis 70.
  • Mithilfe der Kernspintomografie wollen die Forscher dabei herausfinden, ob sich spezielle Hirnareale als Reaktion auf das intensive Lernprogramm verändern – und ob diese Veränderungen bei Älteren anders aussehen als bei Jungen.
  • Das besondere Augenmerk gilt dabei dem Hippocampus, der für Lernen und Gedächtnisbildung wichtigsten Region des menschlichen Denkorgans. Sämtliche neuen Informationen werden in diesem kleinen Bereich am unteren Rand der Hirnrinde verarbeitet.
  • Die Wissenschaftler rechnen fest damit, dass das Orientierungstraining bei allen Probanden neuronale Spuren hinterlässt. Sie erwarten beispielsweise eine Volumenzunahme des Hippocampus, die bei den älteren Probanden aber geringer ausfallen sollte als bei den jungen.
  • Diese Vergrößerung kann durch die Bildung neuer Blutgefäße, neuer synaptischer Verbindungen – und nicht zuletzt durch Neurogenese, also die Produktion neuer Nervenzellen, zustande kommen.
  • Wer versucht, gesund zu bleiben, sich sportlich betätigt, sein Sozialleben pflegt und mentale Aktivitäten sucht, hat gute Chancen, lange geistig auf der Höhe zu bleiben. Und je früher man damit anfängt, desto besser.
  • Gehirnjogging-Programme für Senioren helfen dagegen kaum, das altersbedingte Schwinden der Geistesleistung aufzuhalten.
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Stand: 08.06.2007

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Altern mit Köpfchen
Wie der Geist lange fit bleibt

Überblick
Das Wichtigste in Kürze

Härtetest für Ältere
Strategien gegen das cognitive aging

Wirrwarr im virtuellen Irrgarten
Lernprogramm soll Hirnareale trainieren

Training hinterlässt Spuren im Gehirn
Volumenzunahme des Hippocampus?

Wachstum gibt Rätsel auf
Warum vergrößert sich der Hippocampus?

Genvariante für ein besseres Gedächtnis
BDNF als Dünger für Synapsen und Nervenzellen

Soziale Aktivität hält geistig fit
Neue Erkenntnisse aus der Forschung

Hirnjogging – der wissenschaftliche Beweis fehlt
Lebensführung entscheidet über das Wohl des Gehirns

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