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Überblick

Das Wichtigste in Kürze

  • Faktoren wie Pilzbefall, Ozonsmog, Trockenheit oder Insektenfraß können auch Pflanzen in Stress versetzen. Wachstumsdefizite, Verfärbungen, Verkrüppelungen oder im Extremfall sogar das Absterben der Pflanze sind die Folge.
  • Gleichzeitig produzieren gestresste Pflanzen oft bestimmte chemische Signalstoffe, die sie sowohl innerhalb des Organismus weiterleiten als auch an die Umgebung abgeben.
  • Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich untersuchen, welche biochemischen Pfade von Pflanzen bei Gefahr aktiviert werden. Dabei nutzen sie unter anderem Methoden der Genetik.
  • Wasserstoffperoxid und verwandte Moleküle spielen dabei eine entscheidende Rolle. Sie aktivieren können entweder ein „Selbstmordprogramm“ aktivieren, oder als Botenstoff in benachbarten Zellen Schutzmechanismen auslösen.
  • Der Aspirinwirkstoff Acetylsalicylsäure wird ebenfalls von gestressten Pflanzenteilen abgegeben und mobilisiert sogar in weiter entfernten Pflanzenteile die Schutzfunktionen. Die Wissenschaftler erforschen daher einen möglichen Einsatz dieses Stoffes als Pflanzenstärkungsmittel und vorbeugend gegen Schädlingsbefall. Er könnte dann in einigen Bereichen transgene Pflanzen überflüssig machen.
  • Auch Antibiotika und hormonell wirksame Substanzen werden von Pflanzen zur Abwehr eingesetzt. Kiefern produzieren ein Juvenilhormon, das Blattlauslarven am Reifen hindert.
  • Ozonsmog schadet nicht nur Menschen sondern auch den Pflanzen. Er kann ein Selbstmordprogramm auslösen. Gleichzeitig aber tragen auch Pflanzen zur Entstehung von Ozonsmog bei, da sie Vorläufersubstanzen abgeben.
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Stand: 04.11.2002

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Pflanzen unter Stress
Abwehrstrategien gegen Mensch, Mikrobe und Chemie

Überblick
Das Wichtigste in Kürze

Angewachsen, aber nicht wehrlos
Wie ändert sich das Pflanzenverhalten unter Stress?

Abwehrprogramm auf dem Acker
Wasserstoffperoxid als Überlebenshilfe

Aspirin für Pflanzen?
Alternative zur Schädlingsbekämpfung mit "grüner Gentechnik"

Umwelt voll unter Kontrolle
Pflanzenkammern erlauben gezielte Einzeltests

Selbstmord bei hohen Ozonwerten
Unterschiedliche Risikogruppen auch in der Pflanzenwelt

Gezielte Abwehr
Mit Antibiotika und Hormonen gegen Schädlinge

Sommersmog durch Pflanzen?
Pflanzliche VOCs als "Anheizer" für Ozonbildung

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