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Überblick

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Plankton von Süß- und Meerwasser setzt sich aus einer Vielzahl von Kleinstlebewesen zusammen, die die Basis für die Nahrungskette darstellen.
  • Bakterien stehen an der Basis der Nahrungskette, weil sie totes Material mit Hilfe von Enzymen zersetzen können. Die Zerlegung erfolgt bis in die mineralischen Grundbausteine, die dann wieder von den Pflanzen aufgenommen und in organische Verbindungen eingebaut werden. Die Industrie verwendet sie gerne in Kläranlagen, bei der Produktion von Lebensmitteln wie Joghurt und in der Medizin zur Herstellung von Antibiotika.
  • Cyanobakterien bilden das Bindeglied zwischen Bakterien und Pflanzen. Gefährlich sind sie, weil sie in der Lage sind, unterschiedliche Giftstoffe zu bilden. Diese sind für Tiere tödlich und können beim Menschen zu Symptomen wie Haut- und Augenreizungen, Kopfschmerzen sowie Magen- und Darmerkrankungen führen.
  • Auch einige Goldalgen sind in der Lage Gifte zu produzieren, die vor allem bei Fischzüchtern schon zum ernsten Problem geworden sind.
  • Diatomeen haben besondere Bedeutung beim Abbau von Sedimenten. Als Kieselgur werden sie in großem Maßstab als Filtermasse, Füll- und Isoliermaterial eingesetzt.
  • Dinoflagellaten sind die Verursacher der so genannten roten Tide, einer Massenvermehrung dieser Algen, die das Meer aufgrund ihrer Farbe rot aussehen lässt. Gefürchtet ist das Phänomen, weil die Algen giftige Substanzen abgeben, die auf andere Organismen tödlich wirken können. Noctiluca dagegen hat die Fähigkeit erworben, im Dunkeln zu leuchten.
  • Unter den Grünalgen gibt es Arten wie Volvox, die Kolonien mit richtiger Aufgabenteilung bilden.
  • Neben diversen Würmern sind Wimpertierchen, Rädertiere und Wasserflöhe die häufigsten Vertreter des Zooplanktons.
  • Ciliaten und Rädertiere haben bereits weit entwickelte Verdauungssysteme. Die Cilien werden sowohl zur Fortbewegung als auch zur Nahrungsaufnahme benutzt. In beiden Gruppen gibt es räuberische Vertreter.
  • Wasserflöhe gehören zu den häufigsten Planktonbewohnern. Man kann sie an ihrer leicht hüpfenden Fortbewegungsart erkennen. Eine Massenvermehrung kann zu einem ernsthaften Problem für kleinere Fische werden, die mit den Daphnien um dasselbe Zooplankton als Nahrungsquelle konkurrieren.
  • Viele Kleinstorganismen haben Strategien entwickelt, um Trockenperioden und andere Umweltänderungen zu überleben.
  • Da das Vorkommen von bestimmten Arten an verschiedene Bedingungen gebunden ist, kann die Artenvielfalt eines Gewässers auch zur Bestimmung der Gewässergüte herangezogen werden. Dies erfolgt anhand des so genannten Saprobienindex.
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Stand: 15.04.2005

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Leben im Wassertropfen
Ein Kosmos für sich

Überblick
Das Wichtigste in Kürze

Bakterien
Unerlässlich für Mensch und Natur

Cyanobakterien
Bindeglied zwischen Bakterien und Pflanzen

Goldalgen
Schön, aber gefährlich

Diatomeen
Lebende Fossilien

Euglenophyta und Dinophyta
Einzeller mit effektiven Verteidigungsstrategien

Grünalgen und Jochalgen
Kolonieleben mit Arbeitsteilung

Zooplankton
Der Zoo unter der Lupe

Wasserflöhe
Krebse im Miniformat

Überlebenskünstler
Anpassung an widrige Umweltbedingungen

Zeigerorganismen
Artenvielfalt sagt Wassergüte voraus

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