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Überblick

Das Wichtigste in Kürze

  • Am 25. April 1990 wurde das Hubble Space Telescope von Astronauten der Raumfähre Discovery im Weltraum „ausgesetzt“ und begann mit seiner Arbeit.
  • Bereits Ende Juni 1990 mussten die NASA bekannt geben, dass Hubble ein schweres Gebrechen hatte. Die Diagnose lautete: sphärische Aberration. Bei einem Menschen hätte man gesagt: Hornhautverkrümmung. Der Außenbereich des Spiegels war zu flach geschliffen worden. Das Resultat waren verschwommene Bilder.
  • Zwischen dem 2. und 13. Dezember 1993 wurde die erste Service-Mission durchgeführt, um ein Korrektursystem mit dem Namen COSTAR zu montieren. Das Corrective Optics Space Telescope Axial Replacement ist ein komplexes Paket aus fünf optischen Spiegeln, mit denen die „Verkrümmung“ von Hubbles Hauptspiegel beseitigt wurde.
  • Vier Wartungsflüge fanden insgesamt in den 15 Jahren statt, der letzte im März 2002. Dabei wurden ältere Instrumente und Bordsysteme, die ausgefallen waren, durch technisch verbesserte neue Geräte ersetzt. Vor allem NICMOS, das Near Infrared Camera and Multi-Object Spectrometer, verbesserte die Produktivität von Hubble entscheidend.
  • Mittlerweile wäre eigentlich die nächste Service-Mission fällig. Zwei der sechs Kontrollkreisel sind inzwischen ausgefallen; versagt jetzt nur noch ein weiterer, wird es kritisch. Doch es fehlt das Geld dafür. Die NASA hat alle weiteren Shuttle-Missionen zum HST storniert.
  • Die Technologie, um Hubble mittels robotischer Mittel zu reparieren und auf den neuesten technischen Stand zu bringen, existiert nicht. Damit gibt es nur noch zwei Möglichkeiten: Entweder die Nasa sendet Astronauten, um diese Arbeit zu erledigen, oder sie versenkt das bedeutendste astronomische Observatorium, das jemals gebaut wurde, als glühenden Trümmerhaufen in den Pazifik.
  • Seit seinem Start vor 15 Jahren hat das Weltraumteleskop unsere Erkenntnisse über das Universum dramatisch verändert. Hubble hat unter anderem bemerkenswerte neue Details über die Geburtsprozesse von Sternen enthüllt. Durch die Beobachtung von Sternen in der Nachbarschaft unserer Sonne konnte die Entstehung unseres Heimatgestirns vor knapp fünf Milliarden Jahren rekonstruiert werden.
  • Mit dem Hubble-Teleskop ist es gelungen, Schnappschüsse von der Planetenentstehung zu machen, dem Prozess, bei dem sich interplanetare Materie langsam zu einer rotierenden Scheibe verdichtet.
  • Hubble hat den überzeugenden Beweis für die Existenz extrem massereicher Schwarzer Löcher im Universum geliefert.
  • Hubble sorgte auch für neue Rätsel. Bis vor einiger Zeit sind die Astronomen davon ausgegangen, dass das Universum weit über 15 Milliarden Jahre alt sein müsste. Nach den Daten des Super-Teleskops kann es sich allerdings erst vor etwas mehr als 13 Milliarden Jahren gebildet haben.
  • Wohl noch nie in der Geschichte dieser Wissenschaft hat ein einzelnes Instrument so viele Frage beantwortet – und vielleicht noch mehr neue Fragen aufgeworfen. Aber wenn nicht ein Wunder geschieht, sind die Tage des Hubble Space Telescope gezählt. Allerdings war Hubble schon oft „in trouble“. Und ist ihm bisher noch jedes Mal entkommen.
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Stand: 06.05.2005

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Trouble für Hubble
Das nahe Ende für einen Giganten

Überblick
Das Wichtigste in Kürze

Hornhautverkrümmung bei Hubble
Wird die milliardenteure Mission zum Desaster?

All drei Jahre zum "TÜV"
Weltraumobservatorium auf regelmäßige Wartung angewiesen

2013 unkontrollierter Rücksturz zur Erde?
Präsident Bush will das Teleskop aufgeben

Kein Geld für Hubble
Ist eine robotische Rettungsmission möglich?

Aufstand gegen das Aus
Der Kampf um das Überleben des HST

Als glühender Trümmerhaufen in den Pazifik?
Hubble ist derzeit nicht zu ersetzen

Hubble - eine Erfolgsstory...
Wissenschaftliche Highlights der Mission

Jets, Quasare, Sternleichen
Neue Einsichten ins Universum

Eine "Brille" für Hubble
Die Service-Missionen im Überblick

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