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Das Wichtigste in Kürze

Überblick

  • Die meisten Lebensmittelallergien gehören zum Soforttyp der Typ-1 Allergien. Bei dieser richtet sich die fehlgeleitete Abwehrreaktion gegen ein harmloses Antigen – zum Beispiel ein Protein. Beim ersten Kontakt mit diesem Antigen „merkt“ sich das Immunsystem dieses Protein und „rüstet“ sich für einen weiteren Angriff.
  • Neben natürlichen, von den Pflanzen oder Tieren generierten Allergenen können auch durch gentechnische Veränderungen neue Allergene geschaffen werden oder aber von einer Pflanze auf eine andere übertragen.
  • Ein erster Fall, bei dem eine durch gentechnische Veränderungen ausgelöste Allergie festgestellt wurde, waren transgene Sojapflanzen, denen ein Paranussgen eingebaut worden war. Ein Test ergab, dass das verpflanzte Gen auch im Soja stark allergieauslösend wirkte.
  • Um solche Fälle auszuschließen, entwickelten Forscher 1996 einen ersten Katalog von Tests und Abfragen, mit denen neue gentechnisch veränderte Organismen auf ihre Allergenität untersucht werden konnten.
  • Doch dieser „Entscheidungsbaum“ erwies sich als zu lückenhaft und wurde daher 2001 durch eine modifizierte Version ergänzt.
  • Gängige Tests sind zum einen ein Vergleich der Gensequenzen von bekannten Allergenen mit den gentechnisch veränderten Sequenzen. Sie können allerdings nur bestimmte Allergene identifizieren.
  • Ein weiterer Test ist die Reaktion von Blutseren von Allergikern auf das neue Genprodukt: Im Serum befinden sich die „gerüsteten“ Antikörper, die bei Anwesenheit eines Allergen sofort reagieren. Haken ist hier, dass meist nur jeweils das Serum für eine Allergie getestet wird, die naheliegt, beispielsweise aufgrund der Herkunft der verpflanzten Gene. Einen „Breitband“-Screening-Test gibt es nicht.
  • Hinzu kommt, dass einige Allergene durch die Magen-Darm-Passage verändert oder unwirksam gemacht werden. Dies kann bisher jedoch nicht genügend getestet werden.
  • Auch der Tierversuch hat seine Tücken: Die Übertragbarkeit von Tests an Ratten, dem Standard-Versuchstier, ist sehr umstritten.
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Stand: 07.10.2005

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Lebensmittelallergien durch Gen-Food?
Die Risikoabschätzung und ihre Grenzen

Überblick
Das Wichtigste in Kürze

Reinfall oder Chance?
Der Fall des gentechnisch „verbesserten“ Soja

Vernetzung entscheidend
Wie kommt es zu einer Allergie?

Allergene, Sequenzen und Peptide…
Wie wird das Risiko analysiert?

80 statt acht Aminosäuren als Kriterium
Verschärfung der Anaylserichtlinien - aber keine endgültige Sicherheit

Blutserum als Tester
Antikörperreaktion deckt verborgene Allergene auf – wenn das richtige Serum vorhanden ist

Allergene überkreuz
Warum der Apfel an der Apfelallergie unschuldig ist

Testsystem mit großen Lücken
Mögliche Risikofaktoren bisher nicht gestestet

Gentechnik gegen Allergene?
Neue Ansätze zur Diagnostik und Therapie von Lebensmittelallergien

Genfood oder echt Natur?
Der Nachweis von transgenen Pflanzen

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DNA - Von Genen, Mördern und Nobelpreisträgern

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