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Überblick

Das Wichtigste in Kürze

  • 1985 wiesen Forscher des amerikanischen Energieministeriums zum ersten Mal lebende Mikroorganismen in einer Tiefe von 500 Metern eindeutig und kontaminationsfrei nach. Inzwischen hat man Bakterien, Viren und sogar Pilze bis in Rekordtiefen von 3,5 Kilometern unter der gefunden.
  • Bis zu hundert Millionen Mikroben können sich in einem einzigen Gramm Sediment oder in einem Milliliter Grundwasser aufhalten. Lebensraum sind dabei vor allem Poren und winzigste Ritzen im Gestein.
  • Allein in den letzten Jahren haben Mikrobiologen schon zwischen 10.000 und 15.000 neue Arten im „Keller der Erde“ entdeckt. Sie leben nicht nur im Sediment des Meeresbodens, sondern auch in Basaltgestein, erstarrter Lava und sogar Granit.
  • Noch weiß die Wissenschaft kaum etwas über die Artenzusammensetzung und die Stoffwechselstrategien und Energiequellen, die die Mikroben der Tiefen Biosphäre nutzen. Hypothesen gehen jedoch von Wasserstoff als dem Hauptenergielieferant aus.
  • Die Bewohner des Untergrunds sind an Hitze bis zu 113°C, Dunkelheit, hohen Druck und oft auch extreme pH-Werte angepasst. Ob sie allerdings diese Verhältnisse größtenteils nur überdauern, oder ob sie dabei tatsächlich aktiv sein können, ist noch nicht geklärt. Sie scheinen jedoch in „Zeitlupe“ zu leben.
  • Die Entdeckung der Tiefen Biosphäre auf der Erde wirkt sich auch auf die Suche nach Leben im Kosmos aus: Zunehmend beginnt man auch auf anderen Planeten wie dem Mars das Augenmerk auf mögliche Lebenswelten unter der Oberfläche zu richten.
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    Stand: 16.01.2004

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Tiefe Biosphäre
Rätselhafte Lebenswelt im "Keller der Erde"

Überblick
Das Wichtigste in Kürze

Zum Weiterlesen
Links und Literatur

In der Wasserstoffwelt
Auf der Suche nach Energie und Nahrung

Leben in Zeitlupe
Tot oder nur im Überdauerungskoma?

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