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Überblick

Das Wichtigste in Kürze

  • So öde und lebensfeindlich die Wüstenregionen der Erde auf uns auch wirken mögen, zahlreiche Tiere und Pflanzen haben selbst diese extremen Lebensräume für sich erobert. Hochspezialisierte Anpassungen ermöglichen es ihnen, mit Wassermangel und den zum Teil außerordentlichen hohen Temperaturen problemlos fertig zu werden.
  • Damit alle Stoffwechselvorgänge normal ablaufen, muss vor allem der Wassergehalt im Körper der Tiere stimmen. Schon geringe Schwankungen können die Leistungsfähigkeit von Wüstentieren extrem einschränken oder sogar zum Zusammenbruch des gesamten Systems führen.
  • Doch nicht alle Wasserverluste lassen sich ohne Weiteres vermeiden. Die extremen Bedingungen in den Wüsten führen dazu, dass beispielsweise über die Verdunstung und bei der Ausscheidung regelmäßig größere Mengen an H20 verloren gehen.
  • Viele Tiere decken große Teile der benötigten Flüssigkeit aus ihrer Nahrung. Manchen Fleischfressern reichen dabei die Körperflüssigkeiten ihrer Beutetiere für den Wasserhaushalt aus. Andere nehmen zusätzlich größere Mengen an wasserreicher vegetarischer Nahrung zu sich.
  • Manche Wüstenorganismen haben aber auch noch ganz andere kurios anmutende Strategien ersonnen, um an kostbares Trinkwasser zu gelangen. Stenocara-Käfer beispielsweise versammeln sich im Schutz der Dunkelheit regelmäßig an den Dünenkämmen, um mit mithilfe ihres noch oben gereckten Hinterleibs den dünnen frühmorgendlichen Nebelschwaden die Feuchtigkeit zu entziehen.
  • Die wahren Durstkünstler haben sich von der Notwendigkeit Wasser zu sich zu nehmen, völlig frei gemacht. Sie decken ihren Bedarf fast ausschließlich über das bei der Verbrennung der Nährstoffe anfallende H2O – das so genannte Oxidationswasser.
  • Andere Arten verfügen auch über körpereigene „Vorratstanks“, um möglichst lange ohne Wasseraufnahme überleben zu können. Kamele beispielsweise können größere Mengen an Wasser in großen, speziell dafür ausgerichteten Zellen der Magenwand einlagern.
  • Da die Wassersuche in den Wüstenregionen häufig ein Glücksspiel ist, haben viele Tiere zudem Wege gefunden, ihren Wasserverlust drastisch einzuschränken. Die wichtigsten Einsparpotentiale bestehen dabei vor allem im Rahmen der Ausscheidung nicht mehr benötigter Substanzen und bei der Verdunstung.
  • Zwar ist ein gewisses Maß an Wärme lebensnotwendig für alle Organismen, wenn die Körpertemperatur jedoch zu hoch steigt, drohen schwerwiegende „Aussetzer“ bei den Stoffwechselprozessen in den Zellen und im Extremfall sogar der Tod.
  • Den meisten Tieren sind hinsichtlich der Aufheizung ihrer Körper erstaunlich enge Grenzen gesetzt. Die maximale Temperatur, die von den meisten Organismen über einen längeren Zeitraum toleriert wird, liegt zwischen 40 und 50 Grad.
  • Eine simple, aber effektive Variante eine Überhitzung des eigenen Körpers zu verhindern ist es, der Hitze der Wüste nach Möglichkeit zu entgehen. Viele Tiere wie das Ziesel oder der Kojote, verbringen deshalb große Teile des Tages in unterirdischen Bauten.
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Stand: 24.02.2005

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Durstkünstler
Überlebensstrategien in der Wüste

Überblick
Das Wichtigste in Kürze

Die Wüste lebt!
Wassermangel und extreme Temperaturen

Trinken, kondensieren, absorbieren
Auf der Suche nach Wasser…

Überleben ohne zu trinken
Wasser aus der Nährstoffverbrennung

Harnkonzentration oder nasales Gegenstromprinzip?
Die verschiedenen Möglichkeiten Wasser zu sparen

Körpereigene Vorratstanks
Wie Kamele und Wüstenschildkröten die Natur überlisten

Ab 40 Grad droht der Hitzetod
Die Körpertemperatur ist nur in engen Grenzen variabel

Mittagspause, große Ohren und Sonnenschirme
Strategien gegen die Hitze

Überleben im Untergrund
Erdbauten und Sommerschlaf

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