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Das Wichtigste In Kürze

Überblick

  • Die individuellen Leistungsunterschiede bei Männern und Frauen sind zwar größer als die zwischen beiden Geschlechtern, trotzdem kommt es bei bestimmten kognitiven Aufgaben zu recht konstanten Unterschieden zwischen ihnen.
  • Zum Beispiel sind Frauen bei verbalen Fähigkeiten überlegen, bei denen es auf das schnelle Nennen von Zielwörtern ankommt. Männern dagegen fallen manche Aufgaben leichter, die besonders das räumliche Vorstellungsvermögen fordern.
  • Diese sind zumindest teilweise das Ergebnis biologischer Faktoren. So haben Wissenschaftler herausgefunden, dass sich weibliche und männliche Gehirne in ungefähr einem Dutzend anatomischer Merkmale unterscheiden. Auch spezielle Testergebnisse belegen Geschlechtsunterschiede nicht nur in verschiedenen Nationen, sondern auch über die letzten 30 bis 40 Jahre hinweg.
  • Aus Sicht der Wissenschaftler spricht viel dafür, dass die kognitiven Unterschiede zwischen Männern und Frauen zumindest zum Teil durch unterschiedliche hormonelle Faktoren entstehen können, die dann wahrscheinlich geschlechtsspezifische Hirnmechanismen nach sich ziehen.
  • Auch die hormonellen Schwankungen während des weiblichen Monatszyklus erzeugen Veränderungen von kognitiven Leistungen.
  • So schnitten die Frauen beispielsweise in den Tests zu ihren visuell-räumlichen Fähigkeit nicht prinzipiell schlechter ab als die Männer – es kam drauf an, wann man sie testete: Wenn die weiblichen Sexualhormone während der Menstruation ihren Tiefpunkt erreichten, waren die Leistungen der Frauen genauso gut, wie die der männlichen Probanden.
  • Untersuchungsergebnisse von Forschern belegen eindrucksvoll, dass es im Verlauf des weiblichen Zyklus eine hormonvermittelte wechselnde Asymmetrie der Hirnfunktion gibt. Diese Schwankungen schlagen sich in tagtäglichen Funktionen nieder.
  • Die Ergebnisse der RUB-Forscher zeigen nicht nur, dass sich „der kleine Unterschied“ im Gehirn des Menschen objektiv begründen lässt, sondern dass dieser Unterschied hormonabhängig schwankt.
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Stand: 20.01.2006

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

„Der kleine Unterschied“ im menschlichen Gehirn
Wie Östrogen und Co. die kognitiven Leistungen beeinflussen

Überblick
Das Wichtigste In Kürze

Mehr als ein Dutzend Unterschiede...
Gehirne von Mann und Frau sind nicht völlig gleich

Sind die Hormone schuld?
Botenstoffe sorgen für geschlechtsspezifische Hirnmechanismen

Auf den Zeitpunkt kommt es an
Sexualhormone beeinflussen Hirnfunktionen

Was von links kommt: schnell erkannt
Menstruation verändert Gehirnasymmetrien

„Brücke“ zwischen den Hirnhälften
Das Corpus callosum

Sexualhormone dämpfen Nervenaktivität
„Kleiner Unterschied“ im Gehirn hormonabhängig

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