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Überblick

Das Wichtigste in Kürze

  • Auf dem Peloponnes nahe dem Dorf Didyma, im Jaua-Sarisarinama National Park in Venezuela, in der Sierra Gorda im mexikanischen Bundesstaat Queretaro und auch in vielen anderen Ländern weltweit haben Wissenschaftler mittlerweile ungewöhnliche Krater entdeckt.
  • Dabei handelt es sich aber nicht um Relikte uralter Meteoriteneinschläge, sondern um so genannte Einsturzdolinen und Erdfälle. Die meisten sind kreisrund oder oval und nur wenige Meter groß. Andere jedoch erreichen einen Durchmesser von mehreren hundert Metern und werden seitlich von mächtigen Steilwänden begrenzt.
  • Diese „Pockennarben“ der Erdkruste sind nicht nur für Touristen interessant, auch Geologen, Biologen und Höhlenforscher beschäftigen sich seit langem eingehend mit ihnen.
  • Die trichterförmigen Senken entstehen, wenn sich wasserlösliche Gesteine wie Kalkstein im Untergrund auflösen. Mit der Zeit bilden sich dabei größere Klüfte, Schlote und Höhlensysteme, die dann beispielsweise durch Erdbeben oder einfach das Gewicht des auflagernden Gesteins einstürzen.
  • Eine der größten Einsturzdolinen der Welt befindet sich nahe der kroatischen Kleinstadt Imotski. Das Loch in der Erde ist knapp 500 Meter tief und mehr als zur Hälfte mit Wasser gefüllt.
  • Dieser so genannte Crveno Jezero, der Rote See, wurde im Jahre 1998 von einem internationalen Wissenschaftlerteam unter der Leitung des kroatischen Geologen Professor Mladen Garasic von der Universität Zagreb erstmals betaucht.
  • Die Forscher stießen dabei unter anderem auf ein verzeigtes Höhlensystem und entdeckten einen unterirdischen Zufluss, der den Roten See mit Frischwasser versorgt. Sie nahmen aber auch eine biologische Inventur im See und im Krater vor, bei der sie die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt des Crveno Jezero kartierten und analysierten.
  • Das Teufelsloch in Nordschwaben, das neue und das alte Eisinger Loch im baden-württembergischen Enzkreis, die berühmten Erdfälle von Vlotho aus dem Jahr 1970: Alle diese Beispiele zeigen, dass die Erdoberfläche nicht nur in Kroatien, Venezuela oder den USA „Macken“ hat, sondern auch bei uns.
  • Gerade in Norddeutschland haben die existierenden Einsturzkrater aber oft eine andere Ursache. Denn dort ist es nicht Kalkstein, der im Untergrund durch Wasser aufgelöst wird, sondern Salz.
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Stand: 08.02.2008

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Fenster in die Erde
Einsturzdolinen und Erdfälle

Überblick
Das Wichtigste in Kürze

Katastrophe im XXL-Format
Wie das December Giant im US-Bundesstaat Alabama entstand

Wasser ist der Schlüssel
Chemische Verwitterungsprozesse im Gestein

Ein vergessenes Weltwunder
Der Rote See in Kroatien

Expedition mit Nervenkitzel
Forscher untersuchen Crveno Jezero

Neues aus der Unterwelt
Höhlen und Kanäle im Roten See

Von Teufelslöchern und kollabierenden Salzstöcken
„Pockennarben“ auch in Deutschland

Diaschauen zum Thema

News zum Thema

keine News verknüpft

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