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Palmen im Ozean

Ein Scheich, eine Vision und das Meer

Es hat die Form einer Palme, liegt im Golf von Arabien und ist selbst aus dem All sichtbar – „The Palm, Jumeirah“, das neue Ferienparadies des Kronprinzen von Dubai. Noch sind die gewaltigen Saugbagger am Werk und die künstliche Insel noch nicht ganz fertig, doch schon jetzt gilt das Mammutprojekt vor der Küste als „Achtes Weltwunder“.

The Palm, Jumeirah © The Palm

Dem Bau und Entwurf der künstlichen Insel gingen drei Jahre Planung, mehr als 50 Studien und die Arbeit von 42 Firmen und Institutionen voraus. Die künstliche Insel und ihr halbkreisförmiger Schutzdeich „The Crescent“ sitzen auf einem Sockel von mehr als hundert Millionen Kubikmetern aufgeschüttetem Fels und Sand. Würde man alles verwendete Material zu einer zwei Meter hohen und 50 Zentimeter dicken Mauer aufschichten, würde diese dreimal um die Erde reichen.

Verläuft weiterhin alles nach Plan, könnte Ende des Jahres schon mit dem Bau der ersten Gebäude begonnen werden. Rund 50 Luxushotels, mehr als tausend Villen im toskanisch-mediterranen oder maurischen Stil, zahlreiche Strandhäuser, Häfen, Einkaufspassagen und Wellnessoasen sollen entstehen. An gutbetuchten Interessenten mangelt es offenbar nicht: Die Villen und Häuser sind schon jetzt restlos ausverkauft.

Schon mit seinem „Burj al Arab“, dem luxuriösesten und höchsten Hotel der Welt, hat Scheich Mohammed bin Raschid al Maktoum gezeigt, dass milliardenschwere Bauten der Superlative erfolgreich sein können. Auch über Erfahrungen im Wasserbau verfügt der Scheich reichlich: Der größte künstliche Hafen der Welt, Port Jebel Ali, geht ebenfalls auf sein Konto.

Inzwischen haben sogar Arbeiten an einer zweiten Auflage der „Palme“ begonnen: „The Palm, Jebel Ali“ liegt nur 22 Kilometer von ihrer baugleichen Schwester entfernt. „Wir erwarten extrem großes Interesse an den Immobilien auf ‚The Palm, Jebel Ali'“, erklärt Sultan Bin Sulayem, Direktor des Palm-Projektes. Doch damit nicht genug: Der Scheich plant sogar ein noch größeres Projekt: „The World“, eine Gruppe von 200 künstlichen Inseln in Form einer Weltkarte.

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Doch trotz solcher arabischer Inselträume sind künstliche Eilande inzwischen längst mehr als nur teure Spielereien reicher, gelangweilter Ölscheichs. Vor allem in Südostasien geht – oder vielmehr fliegt – kaum mehr etwas ohne…

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Stand: 20.10.2003

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Künstliche Inseln
Von der Utopie zum aktuellen Trend?

Drang aufs Wasser
Künstliche Inseln gestern, heute und morgen

Palmen im Ozean
Ein Scheich, eine Vision und das Meer

Ein Flughafen im Meer
Die künstliche Insel Kansai Airport

"Land unter" für Kansai?
Ein Prestigeobjekt versinkt im Meer

Ingenieurskunst gegen das Versinken
Mit Kunststoffgewebe, Sandsäulen und Saugbaggern

Giganten auf Stelzen
Troll A und andere Pfahlbauten

Wenn Städte baden gehen...
Aquapolis als Zukunftsmodell?

Pontons, Jetset und ein Band aus Inseln
Die Visionen der Architekten

Wenn Inseln von alleine wachsen
Wolfgang Hilbertz und sein Biorock

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