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Motor für den Blutkreislauf

Das Herz als Triebkraft lebenswichtiger Bewegungen

Bereits in der zehnten Schwangerschaftswoche fängt das Herz eines Embryos an zu schlagen. Von da an ist es ein Leben lang im Dauereinsatz. Pro Tag schlägt das Herz rund 100.000 Mal und pumpt dabei circa 7.000 Liter Blut durch die Gefäße in unseren Körper, um ihn mit Nährstoffen und Sauerstoff zu versorgen – ein lebenswichtiger Kreislauf.

Entschlüsselt hat die durch das Herz angetriebenen Bewegungen des Blutes der englische Anatom William Harvey. Er entdeckte Anfang des 17. Jahrhunderts, dass der faustgroße Muskel über ein Kammersystem für den Hin- und Rückfluss verfügt. Damit war klar: Der Lebenssaft strömt in einem geschlossenen Kreislauf durch den Körper anstatt von den Organen verbraucht und stetig neu produziert zu werden, wie die bis dato gängige Theorie besagte.

Zwei Kreisläufe

Wie aber funktioniert dieser Kreislauf? Genau genommen versorgt das Herz nicht nur einen, sondern gleich zwei Kreisläufe. Es besteht aus zwei im Gleichtakt arbeitenden Pumpen, die durch die Herzscheidewand voneinander getrennt sind. Die Aufgabe der kleineren, rechten Pumpe: Sie bringt sauerstoffarmes Blut aus den Venen in die Lunge, wo es Kohlendioxid abgibt und Sauerstoff aufnimmt. Die Aufgabe der linken Pumpe: Sie verteilt das mit Sauerstoff angereicherte Blut, das von der Lunge kommt, über die Hauptschlagader in den Zellen und Geweben des gesamten Körpers.

Anatomisches Meisterwerk: Blick ins Innere unseres Pumporgans © Hugo Heikenwaelder/ CC-by-sa 2.5

Jede Herzhälfte besteht aus einem Vorhof und einer Kammer, die sich im Wechsel füllen und leeren. Bei der sogenannten Diastole entspannt sich das Herz, Blut fließt in die Vorhöfe. Während der darauffolgenden Systole ziehen sich die Vorhöfe zusammen und drücken das Blut in die Kammern. Diese kontrahieren wenig später und befördern das Blut in den Kreislauf. Reguliert wird der Blutfluss dabei durch die Herzklappen. Sie funktionieren wie Ventile, leiten das Blut in die richtige Richtung und verhindern, dass Blut aus den Kammern zurück in die Vorhöfe fließt.

Elektrischer Taktgeber

Die Signale zum rhythmischen Zusammenziehen und Erschlaffen erhalten die Herzmuskeln vom sogenannten Sinusknoten – dem primären Schrittmacherzentrum unseres Pumporgans. Er besteht aus spezialisierten Zellen im rechten Vorhof, die in regelmäßigen Abständen elektrische Impulse erzeugen.

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Die Reize werden zunächst über die Vorhöfe geleitet und veranlassen, dass sich diese zusammenziehen. Anschließend laufen sie im sogenannten Atrioventrikularknoten, kurz AV-Knoten, zusammen und werden von dort auf die Kammern übertragen. Zusammen sorgen die beiden Taktgeber für eine gleichmäßige Pumpfunktion des Herzens.

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Daniela Albat
Stand: 16.06.2017

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Unser Herz
Pumpe des Lebens

Motor für den Blutkreislauf
Das Herz als Triebkraft lebenswichtiger Bewegungen

Mehr als nur mechanische Pumpe
Das Zusammenspiel zwischen Herz, Kopf und Körper

Krankes Herz
Volksleiden Herz-Kreislauf-Erkrankung

Alarmstufe Rot: Herzinfarkt
Akute Krise im Pumporgan

Das Herz und die Gefühlswelt
Eine rein symbolische Beziehung?

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