Mit großen Sprüngen - scinexx | Das Wissensmagazin
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Mit großen Sprüngen

Känguru ist nicht gleich Känguru

Känguru mit Jungtier © IMSI MasterClips

Kängurus sind, vor allem wenn sie ihre schon recht großen Jungen im Beutel durch die Gegend schleppen, für die meisten der Inbegriff der Beuteltiere schlechthin. Außerdem gehören sie durch ihr an Hasen erinnerndes Aussehen und die hüpfende Fortbewegungsweise zu den beliebtesten Zootieren. Meist repräsentieren sie hier als einzige Vertreter die gesamte Ordnung der Beuteltiere.

Wappentier Australiens

Es gibt jedoch innerhalb der Familie der Kängurus eine große Formenvielfalt, die von den Rattenkängurus mit einer Länge von 40 Zentimetern bis zu den Roten Riesenkängurus reicht, die bis 2,65 Meter groß werden können. Sie sind so populär, dass sie zum Wappentier Australiens geworden sind.

Charakteristisch für die Kängurus sind die langausgezogenen Hinterfüße, mit denen sie sich durch die Luft katapultieren können. Dabei dient der lange Schwanz als Stabilisator. Auf diese Weise können die großen Kängurus Sprünge von bis zu zwölf Metern Weite machen.

Kängurus sind sehr wehrhaft. Die Hinterfüße dienen auch der Verteidigung, wobei die vierte Zehe mit einer großen und scharfen Nagelkralle ausgestattet ist, die eine gefährliche Waffe darstellt. In der freien Wildbahn werden sie häufiger von Dingos angegriffen. Fühlen sie sich bedroht, können sich die Kängurus auf den muskulösen Schwanz stützen und mit beiden Füßen zutreten. Dabei kommt es häufig vor, dass den Angreifern der Bauch aufgeschlitzt wird.

Klein- und Kletterkängurus

Neben den drei großen Känguruarten – außer dem Roten Riesenkänguru zählen hierzu noch das Graue Riesenkänguru und das Bergkänguru – gibt es noch zahlreiche kleinere Arten, die Wallabys oder Mittelkängurus genannt werden. Ebenfalls zu den kleineren Kängurus gehören die Baumkängurus, bei denen die Vorder- und Hinterfüße zum Klettern ausgebildet sind und der Schwanz mehr zum Balancieren dient und nicht als Greiforgan.

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Die Baumkängurus bilden ein Beispiel für die Überlagerung zweier Lebensformen. Ihre Vorfahren waren bodenbewohnende Kängurus, die dann zum Baumleben übergingen. Erstaunlicherweise sind die Baumkängurus gar nicht mal so sehr an das Leben in den Bäumen angepasst. Lediglich die starke Verdickung des Schwanzes fehlt, da sie ihn nicht als Stütze brauchen wie die großen bodenbewohnenden Kängurus.

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Stand: 06.10.2006

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Huckepack „Down under“
Beuteltiere in Australien

Am Anfang war das Opossum
Evolution der Beuteltiere

Die Fortpflanzung
Was macht ein Beuteltier zum Beuteltier?

Mit großen Sprüngen
Känguru ist nicht gleich Känguru

Nische in Down Under
Kängurus und ihre Verbreitung

Kletterbeutler Koala
Ein lebender Teddybär

Gejagt und unfruchtbar
Der Leidensweg der Koalas

Zu Lande, zu Wasser und in der Luft
Artenvielfalt der Beuteltiere

Von wegen nur Blätter...
Ernährung der Beuteltiere

Spitzmaus mit Hasenlöffeln
Kaninchennasenbeutler

Fly away...
Die Flugbeutler

Ein wilder Räuber
Der Beutelteufel

Morgen schon verschwunden?
Viele Beuteltiere sind stark bedroht

Ein Biber mit Schnabel
Auch ein Beuteltier?

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