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Madeira, Kap Verde, Gambia

Die Eroberung der Ozeane boomt

Die Kanarischen Inseln und ein Teil der westafrikanischen Küste sind zu Anfang des 15. Jahrhunderts schon bekannt. Portugiesische Seefahrer hatten während kleinerer früherer Fahrten See- und Landkarten dieser Regionen angefertigt. Alles, was aber womöglich weiter südlich liegt, ist von Mythen und Sagen umgeben.

Doch in der Ära Heinrich des Seefahrers geht es Schlag auf Schlag los mit der Eroberung der Ozeane:

  • Bereits 1419 erreichen Heinrichs Männer Madeira.
  • 1434 wird Kap Bojador an der Nordwestküste Afrikas entdeckt. Weiter südlich ist bis dahin noch kein europäisches Schiff in die Weiten des Atlantiks vorgedrungen.
  • 1445 ist es Diniz Dias, der den westlichsten Punkt Afrikas, das Kap Verde unter der Flagge Portugals erobert.
  • Um 1455 erkundet Alvise da Cadamosto die Küste der heutigen Staaten Mauretanien und Senegal und dringt auch tief in den Fluss Gambia ein. Er kommt in Kontakt mit den Eingeborenen und knüpft erste lockere Handelsbeziehungen.

Während ihrer Entdeckungsfahrten messen die portugiesischen Seeleute Entfernungen, kartieren die Küsten und zeichnen die Richtungen von Winden und Meeresströmungen auf. Die Informationen, die die Entdecker mitbringen, werden daheim in Sagres dazu genutzt, immer bessere Karten zu erstellen, Seefahrtsbeschreibungen anzulegen und auch die nautischen Instrumente zu perfektionieren.

Heinrichs Weg aber ist zu diesem Zeitpunkt zu Ende. 1460 stirbt er, ohne dass sein großes Ziel – die Umseglung des südlichen Endes von Afrika – erreicht ist. Seine Seefahrerschule aber trägt auch in der Folge gute Früchte. Und noch viel wichtiger: Es findet sich auch ein neuer wichtiger Förderer und Sponsor der Seefahrt. König Johann II. von Portugal setzt Heinrichs Arbeit mit Begeisterung fort.

Doch er will nicht nur den Weg zu den Reichtümern des Orients finden, ihn treibt noch ein anderer Grund auf die Meere der Erde. Er will endlich das berühmte, wohlhabende Reich des christlichen Priesterkönigs Johannes entdecken, von dem bereits Marco Polo geschwärmt hat. Mal vermutet man es in Zentralasien, dann soll es wieder im Osten Afrikas zu finden sein. Und noch andere Fragen gehen ihm nicht aus dem Kopf. Ist der sagenumwobene Indische Ozean ein Binnenmeer? Wo liegt der südlichste Zipfel Afrikas?

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Stand: 26.06.2001

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Vasco da Gama
Der Seeweg nach Indien

Ein Leichtmatrose revolutioniert die Schiffahrt
Heinrich, der Seefahrer, und seine Zeit

Madeira, Kap Verde, Gambia
Die Eroberung der Ozeane boomt

Der Kundschafter des Königs
Pedro de Covilhao auf dem Weg nach Indien

Im Land, wo der Pfeffer wächst
De Covilhao entdeckt Kalikut

Einmal Kap der Guten Hoffnung und zurück
Bartolomeu Diaz auf dem Weg zur Südspitze Afrikas

Vom Nobody zum Hoffnungsträger
Vasco da Gamas rasanter Aufstieg

Eine Reise ins Ungewisse...
Der Aufbruch der Flotte

Kapverdische Inseln und St. Helena Bay
Auf dem Weg zum Kap

Am Ziel aller Träume
Vasco da Gama erreicht Kalikut

Audienzen, Intrigen und Geiselnahmen
Der schwierige Weg zum Handelsabkommen

Den Tod als ständigen Begleiter...
Vasco da Gamas Heimreise nach Portugal

Mit Feuer und Schwert
Pedro Alvares Cabral in Indien

Die Rückkehr nach Indien
Vasco da Gamas Schreckensherrschaft

Held oder Horrorgestalt?
Vasco da Gama und seine Taten

Vasco da Gama
Ein Steckbrief

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