Jets, Quasare, Sternleichen - scinexx | Das Wissensmagazin
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Neue Einsichten ins Universum

Jets, Quasare, Sternleichen

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Hubble hat bemerkenswerte neue Details über die Geburtsprozesse von Sternen enthüllt. Durch die Beobachtung von Sternen in der Nachbarschaft unserer Sonne konnte die Entstehung unseres Heimatgestirns vor knapp fünf Milliarden Jahren rekonstruiert werden. Hubble zeigte, dass die Bildung von Sternen ein komplexer Prozess ist; Materie wird dabei nicht nur einfach konzentriert, sondern es wird auch jede Menge Sternenstaub in Form geradliniger „Jets“ ausgestoßen. Das Hubble-Teleskop lieferte erstmals spektakuläre Bilder davon, wie diese Jets von der Oberfläche junger Sterne ins All hinauskatapultiert werden.

Blick in das Sonnensystem

Das Weltraumteleskop lieferte Bilder von den Planeten unseres Sonnensystems, wie man sie vorher bestenfalls von Raumsonden her kannte. Saturn und seine Ringe wurden in unglaublicher Schärfe aufgenommen, und vom astronomischen Jahrtausenderlebnis, der Kollision von 21 Fragmenten des Kometen Shoemaker-Levy 9 mit Jupiter, bot uns Hubble einen Logenplatz.

Auch vom Pluto bekamen die Planetenforscher dank Hubble eine neue Vorstellung. Die Bilder des äußersten Planeten des Sonnensystems zeigen bemerkenswerte Variationen der Oberfläche und werden die besten Ansichten dieses fernen Planeten bleiben, bis in mehr als zehn Jahren die Raumsonde Pluto Express einen noch genaueren Blick auf dieses geheimnisvolle Mitglied unseres Sonnensystems werfen wird.

Neue kosmologische Einsichten

Schwarze Löcher und Quasare waren bis vor wenigen Jahren nur hypothetische Objekte in den Weiten des Universums. Diese bis heute noch wenig erforschten Gebilde gab es bis vor einiger Zeit nur in Computersimulationen. Doch dank Hubble konnten diese Exoten erstmals auf „Film“ gebannt werden. Mithilfe des Weltraumteleskops sahen die Forscher die oftmals äußerst aktiven Vorgänge im Inneren von Galaxien. Gerade für die Beobachtung von weit entfernten Objekten im sichtbaren Licht eignet sich derzeit kein Teleskop besser als das Hubble Space Telescope.

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Braune und Weiße Zwerge

Hubble hat die Existenz einer schwer fassbaren, lange gesuchten „Spezies“ von Sternen nachgewiesen: Braune Zwerge, Objekte in der Grauzone zwischen Sonne und Planet. Für die eine Kategorie zu klein, für die andere zu groß. Das Weltraumteleskop lieferte die ersten klaren Aufnahmen solcher „verhinderten“ Sterne, die wegen ihrer geringen Leuchtkraft nur sehr schwer zu entdecken sind.

Die ältesten „Sternleichen“ sind Weiße Zwerge; sie entstehen, wenn ausgebrannte sonnenähnliche Sterne zu einer massiven, erdballgroßen Kugel kollabieren, die ihre Restenergie langsam abstrahlt. Je älter Weiße Zwerge sind, umso blasser werden sie – entsprechend schwierig ist es, sie mit Teleskopen aufzuspüren. Mit dem Hubble-Teleskop wurden einige davon fotografiert, deren Alter auf zwölf bis 13 Milliarden Jahre geschätzt wird, was im Übrigen bestens zu der aktuellen Altersangabe des Universums passt.

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Stand: 06.05.2005

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Trouble für Hubble
Das nahe Ende für einen Giganten

Überblick
Das Wichtigste in Kürze

Hornhautverkrümmung bei Hubble
Wird die milliardenteure Mission zum Desaster?

All drei Jahre zum "TÜV"
Weltraumobservatorium auf regelmäßige Wartung angewiesen

2013 unkontrollierter Rücksturz zur Erde?
Präsident Bush will das Teleskop aufgeben

Kein Geld für Hubble
Ist eine robotische Rettungsmission möglich?

Aufstand gegen das Aus
Der Kampf um das Überleben des HST

Als glühender Trümmerhaufen in den Pazifik?
Hubble ist derzeit nicht zu ersetzen

Hubble - eine Erfolgsstory...
Wissenschaftliche Highlights der Mission

Jets, Quasare, Sternleichen
Neue Einsichten ins Universum

Eine "Brille" für Hubble
Die Service-Missionen im Überblick

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