Hoch hinaus - scinexx | Das Wissensmagazin
Anzeige
Anzeige

Hoch hinaus

Satelliten haben ganz spezielle Umlaufbahnen

Jeder Satellit hat seinen genau bestimmten Weg um die Erde, den die Wissenschaftler Orbit nennen. Um nicht in der Atmosphäre durch Luftreibung an Geschwindigkeit zu verlieren, müssen sich alle Satelliten in Höhen bewegen, die keine Atmosphäre mehr enthalten. Dies ist in Höhen oberhalb von 300 Kilometern der Fall, darunter können keine Satelliten in ständige Umlaufbahnen gebracht werden.

Der Orbit eines künstlichen Himmelskörpers hängt im wesentlichen von der Geschwindigkeit und dem Neigungswinkel zum Äquator der erde ab. Die Geschwindigkeit eines Satelliten ist die Kreisbahngeschwindigkeit, bei der sich Zentrifugalkraft und Erdanziehung ausgleichen und der Satellit in einer stabilen Bahn gehalten wird. Diese ist abhängig von der Höhe, in der sich der Satellit bewegt. Nahe der Erdoberfläche beträgt sie 7,9 Kilometer pro Sekunde und wird mit zunehmender Höhe kleiner.

Es gibt Satelliten mit einer Vielzahl von verschiedenen Umlaufbahnen; welche die richtige ist, hängt von der Aufgabe des Satelliten ab. Polare Umlaufbahnen haben einen Neigungswinkel von annähernd 90 Grad zum Äquator. Satelliten auf solchen Bahnen überfliegen die Polargebiete, so dass sie den größten Teil der Erde beobachten können, während sich diese unter ihnen hinwegdreht. Manche Wettersatelliten werden zum Beispiel auf solchen Orbits eingesetzt, um Stürme zu verfolgen.

Andere Satelliten haben eine geostationäre Umlaufbahn. Dazu müssen sie sich in einer Höhe von genau 35.888 Kilometern über dem Äquator befinden. In dieser Höhe hat ein Satellit mit 3,065 Kilometern pro Sekunde die gleiche Geschwindigkeit wie ein Punkt auf der Erdoberfläche, wenn sich die Erde dreht. Dadurch steht der Himmelskörper immer über dem gleichen Punkt der Erdoberfläche. Vor allem Wetter- und Fernsehsatelliten bewegen sich auf solchen Umlaufbahnen. Dies ist verständlich, da bei Fernsehsatelliten ansonsten die Empfangsantenne ständig neu auf den Satelliten ausgerichtet werden müsste. Bei geostationären Satelliten muss die Satellitenschüssel nur einmal justiert werden, da der Sender unbeweglich am Himmel steht.

  1. zurück
  2. |
  3. 1
  4. |
  5. 2
  6. |
  7. 3
  8. |
  9. 4
  10. |
  11. 5
  12. |
  13. 6
  14. |
  15. 7
  16. |
  17. 8
  18. |
  19. 9
  20. |
  21. 10
  22. |
  23. 11
  24. |
  25. 12
  26. |
  27. 13
  28. |
  29. 14
  30. |
  31. weiter


Stand: 19.03.2001

Anzeige

Anzeige

In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Satelliten
Augen aus dem All

Von schnellen Sternen und Flares
Satelliten kann man beobachten

Armada im Orbit
Satelliten und ihr Nutzen

Hoch hinaus
Satelliten haben ganz spezielle Umlaufbahnen

Messgeräte und Solarzellen
Die Ausrüstung der künstlichen Trabanten

Späher aus dem All
Satelliten zur Erdbeobachtung

In den Tiefen des Weltalls
Satelliten erforschen All und fremde Himmelskörper

Immer und überall erreichbar
Satelliten erleichtern das Leben

Ein Minisatellit, der es in sich hat
Die Champ-Mission

Von Lavaströmen bis zum Packeis
LANDSAT

Radaraugen sehen auch bei Nacht
Die Kartierung der Erdoberfläche

Stereobilder der Erde
Die SRTM-Mission

Urbanisierung und Städtewachstum
Weitere Anwendungen für Satelliten

Kleine, kurze Missionen
Die Zukunft der Satellitenforschung

Diaschauen zum Thema

keine Diaschauen verknüpft

News zum Thema

keine News verknüpft

Dossiers zum Thema

Anzeige
Anzeige