Anzeige

Grüne Häuser und hängende Gärten

Pionierprojekte als Leitfaden für die Zukunft

„Weltweit müssen die Städte in den kommenden Dekaden einen technologischen und organisatorischen Innovationssprung meistern“, erklärt Fraunhofer-Experte Dieter Spath. Erste Metropolen beginnen schon jetzt dafür die Weichen zu stellen.

Noch im Bau: nachhaltiger Stadtteil Hammarby Sjöstad in Stockholm © Jordgubbe / CC_by-sa 2.0

Stockholm, Singapur, New York

Beispiel Stockholm: Im Stadtteil Hammarby Sjöstad entsteht ein ökologisch nachhaltiger Bezirk für mehr als 25.000 Einwohner. Das ist eines der größten Stadtentwicklungsprojekte in Europa. Beispiel Singapur: Um auch künftig genügend Trinkwasser für seine fünf Millionen Einwohner zu haben, investiert der asiatische Stadtstaat in Membranfiltertechnologien zum Recycling von Brauchwasser. Singapur setzt zudem konsequent auf Begrünung – auch auf Hochhäusern.

Bis zum Jahr 2030 sollen auf Dächern, Fassaden oder Balkonen eine Fläche von 50 Hektar bepflanzt werden. Die „hängenden Gärten“ dienen als natürliche Klimaanlage. Noch einen Schritt weiter gehen die Forscher des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT in Oberhausen. Sie arbeiten im Projekt Infarming an Lösungen für die urbane Landwirtschaft. Ein Ziel ist es, Gemüse unter kontrollierten Bedingungen nahe beim Verbraucher zu erzeugen.

Im Gebäudekomplex "Blue Sea Developments" in New York City wird zurzeit ein Modell der integrierten Landwirtschaft umgesetzt. © BrightFarm System

Erfolgsbeispiele sollen gangbare Wege zeigen

Welche erfolgreichen Konzepte gibt es schon? Wie bereiten sich Metropolen auf die Herausforderungen der Zukunft vor? Diese und weitere Fragen untersucht das Projekt „Morgenstadt: City Insights“. Ziel ist es, einen Einblick in die Veränderungsprozesse ausgewählter Städte zu erhalten und Erfolgsfaktoren für den Wandel zu nachhaltigen Metropolen zu identifizieren. Dazu haben sich neben zahlreichen Fraunhofer-Instituten auch Unternehmen und Kommunen in dem Projekt zusammengeschlossen. Im Netz finden Sie mehr Informationen über Stadtprojekte im Rahmen dieser Initiative.

In den kommenden Jahren werden immer mehr Megacities, Großstädte und Kommunen in aller Welt auf eine nachhaltige Stadtentwicklung setzen. Das Strategieberatungs-Unternehmen Booz & Company erwartet, dass in den nächsten 30 Jahren etwa 350 Billionen US-Dollar in urbane Infrastruktur investiert werden. Ein lukrativer Markt, von dem auch deutsche Unternehmen profitieren können. „Durch ein entschlossenes gemeinsames Vorgehen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft könnte sich Deutschland als globaler Leitanbieter von Nachhaltigkeitstechnologien für die Metropolen der Zukunft positionieren“, zeigt Fraunhofer-Präsident Bullinger die Chancen auf. Dazu kann Fraunhofer mit der „Initiative Morgenstadt“ einen wichtigen Beitrag leisten.

Anzeige

  1. zurück
  2. |
  3. 1
  4. |
  5. 2
  6. |
  7. 3
  8. |
  9. 4
  10. |
  11. 5
  12. |
  13. 6
  14. |
  15. 7
  16. |
  17. weiter

Birgit Niesing / Fraunhofer Magazin
Stand: 14.02.2013

Anzeige

In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Projekt Morgenstadt
Wie sieht die Zukunft unserer Städte aus?

Schöne Vision und traurige Realität
Lebensraum Stadt: attraktiv und abschreckend zugleich

Zukunftstrend Megacities
Auf der Suche nach der Zukunft der Ballungsräume

Drei Szenarien
Wie könnte die Stadt von Morgen aussehen?

Ran ans Haus
Von Null-Energie-Gebäuden zum stromerzeugenden Effizienzhaus

Von der Autostadt zur Menschenstadt
Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Mobilität

Grüne Häuser und hängende Gärten
Pionierprojekte als Leitfaden für die Zukunft

Diaschauen zum Thema

News zum Thema

Satellit spürt Schadstoff-Ausstoß von Megacities auf
Neue Methode zeigt Konzentration und Verteilung von Stickoxiden aus dem Orbit

Guangzhou: Stadtlandschaft mit vielen Facetten
Landschaftsarchitekten suchen Lösungen für eine nachhaltige Stadtentwicklung

Dossiers zum Thema