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Größer, schwerer, länger

Rekorde der Pflanzen- und Tierwelt

Der Allergrößte

Das größte Tier überhaupt ist der Blauwal (Balaenoptera musculus). Mit einer Körperlänge von durchschnittlich 25 Metern – rekordverdächtige Exemplare können auch bis zu 30 Meter lang werden – ist er zwar nicht das längste Tier, es gab Dinosaurier die länger waren, doch in Kombination mit seinem schier unglaublichen Gewicht von mehr als 100 Tonnen ist kein anderes Lebewesen gewaltiger als der in allen Weltmeeren lebende Planktonfresser.

Die größten Pflanzenfresser

Damals…

Der am höchsten gewachsene Dinosaurier war der Brachiosaurus. Mit seinem giraffenartig aufrecht getragenen Hals erreichte er Höhen von bis zu 16 Metern. Am längsten allerdings war der vom Kopf bis zur Schwanzspitze 42 Meter lange Supersaurus. Er konnte jedoch im Gegensatz zum Brachiosaurus vermutlich Kopf und Hals nicht sehr weit anheben.

…und heute

Mit einem Gewicht von bis zu 7,5 Tonnen und einer Schulterhöhe von knapp vier Metern ist der afrikanische Elefant (Loxodonta africana) heute das größte landlebende Tier. In der Höhe fast gleichauf liegt allerdings die Giraffe, deren Schulterhöhe zwar „nur“ bei rund 3,50 Metern liegt, deren Kopf aber dafür bis zu sechs Meter aufragt.

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Die größten Fleischfresser

…an Land

Der größte jemals existierende Fleischfresser unter den landlebenden Tieren war der Giganotosaurus carolinii, ein vor rund 100 Millionen Jahren lebender Dinosaurier von 14 Metern Länge. Der Koloss erreichte eine Schulterhöhe von vier Metern und ein Gewicht von acht Tonnen, hatte aber ein Gehirn von der Größe einer Banane. Der bekannteste Fleischfresser unter den Dinosauriern – der Tyrannosaurus rex – wurde ebenfalls bis zu 14 Meter lang, fünf Meter hoch, dabei aber „nur“ knapp fünf Tonnen schwer.

Heute ist der Eisbär (Ursus maritimus) mit einem Gewicht von bis zu 800 Kilogramm und einer Höhe von 2,50 Metern das größte Landraubtier der Erde.

…im Wasser

Unter den räuberischen Meeresbewohnern sind die in der Kreidezeit lebenden Mosasaurier die Rekordhalter. Die bis zu zehn Meter langen Meeressaurier gehören nicht zu den Dinosauriern, sondern sind entfernte Verwandte der heutigen Komodo-Warane. Mit einem stromlinienförmigen Körper und vier paddelähnlichen Extremitäten jagten sie Fische, Schildkröten und große Mollusken.

Unter den räuberischen Meeresbewohnern sind die in der Kreidezeit lebenden Mosasaurier die Rekordhalter. Die bis zu zehn Meter langen Meeressaurier gehören nicht zu den Dinosauriern, sondern sind entfernte Verwandte der heutigen Komodowarane. Mit einem stromlinienförmigen Körper und vier paddelähnlichen Extremitäten jagten sie Fische, Schildkröten und große Mollusken. Der größte heute lebende Raubfisch ist der weiße Hai (Carcharodon carcharias). Die Weibchen der Art erreichen eine Länge von bis zu fünf Metern, das größte jemals gefangene Exemplar maß sieben Meter und wog 3,2 Tonnen. Noch größer sind die Orcas: Diese Meeressäuger werden bis zu neun Meter lang. Andere Walarten sind zwar noch größer, filtern aber vornehmlich Garnelen und kleinere Fische aus dem Wasser und gelten daher nicht als Top-Prädatoren.

Die größten Flugsaurier

Das größte Reptil, das sich jemals in die Luft schwang, war wahrscheinlich der gegen Ende der Kreidezeit vor rund 70 Millionen Jahren lebende Flugsaurier Quetzalcoatlus. Benannt nach dem gefiederten Gott der Azteken hatte der Saurier eine Flügelspannweite von knapp elf Metern. Mit einem Gewicht von bis zu 300 Kilogramm war der Quetzalcoatlus trotz seiner Größe sehr leicht gebaut. Er lebte räuberisch und jagte vermutlich Arthropoden, die er aus dem Flug mit seinem langen Schnabel fing.

Das größte Fluginsekt

Das größte Insekt der Erdgeschichte war vermutlich die vor 280 Millionen Jahren lebende Libelle Meganeura monyi. Dieses fliegende Raubtier hatte eine Flügelspannweite von 60 Zentimetern – zum Verlgeich: die des Habichts liegt bei etwa einem Meter.

Heute ist ein südamerikanischer Schmetterling das Insekt mit der größten Flügelspannweite: Die Motte Thysania agrippina misst von Flügelspitze zu Flügelspitze immerhin noch 32 Zentimeter.

Das größte rezente Insekt

Den Rekord für das schwerste Insekt hält heute vermutlich der Goliathkäfer (Goliathus regius). Mit knapp zehn Zentimetern Körperlänge und einem Gewicht von 85 Gramm ist der in den Regenwäldern Westafrikas lebende handtellergroße Käfer nach Insektenmaßstäben schon ein kleiner Riese. Mit 16 Zentimetern noch länger und fast genauso so schwer ist allerdings der extrem seltene Langhornkäfer Titanus giganteus, der im südamerikanischen Regenwald zuhause ist.

Den absoluten Längenrekord halten die Gespenstschrecken aus der Ordnung der Phasmiden. Ein Weibchen der Art Pharnacia serratipes maß von seinem ausgestreckten Vorderfuß bis zum Hinterfuß 55,5 Zentimeter und auch die durchschnittlichen Exemplare überschreiten die 30 Zentimeter-Marke locker.

Der höchste Baum

Der zur Zeit höchst Baum der Welt ist der „Mendocino Tree“, ein gut 112 Meter hoher Mammutbaum (Metasequoia) im kalifornischen Montgomery Woods State Reserve. Noch bis vor kurzem war ein wenige Zentimeter höherer Baum des Redwood Nationalparks der Rekordhalter, doch ein Sturm stutzte den alten Baumriesen um drei Meter und nahm ihm damit den Titel.

Der größte Organismus

Das größte Lebewesen ist ein Pilz: Das vor kurzem im amerikanischen Bundesstaat Oregon entdeckte Exemplar der Art Armillaria ostoyae oder „Honigpilz“ lebt rund 90 Zentimeter unter der Erdoberfläche. Die Pilzkolonie hat einen Durchmesser von knapp fünf Kilometern und bedeckt die Fläche von tausend Fussballfeldern. Experten schätzen das Alter des Pilzes auf mindestens 2.400 vielleicht aber auch 7.200 Jahre.

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Stand: 21.09.2002

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Riesen im Tierreich
Erfolgsrezept oder Laune der Natur?

Überblick
Das Wichtigste in Kürze

Das Geheimnis der Giganten
Ist das Zeitalter der Riesen vorbei?

Modell Giraffe
Was braucht ein Riese zum Überleben?

Das Rätsel der unmöglichen Riesen
Gigantismus bei Insekten und Spinnentieren

Alles wird immer größer - oder doch nicht?
Die Widerlegung der Copeschen Regel

Big is successful - manchmal
Ökologische Vor- und Nachteile der Größe

Leben in Zeitlupe
Vor- und Nachteile im Energiespargang

Riesen als Auslaufmodell?
Die Natur behält ihr Geheimnis

Wir werden immer größer...
Die Menschheit wächst

Größer, schwerer, länger
Rekorde der Pflanzen- und Tierwelt

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