Goldfieber in Graubünden - scinexx | Das Wissensmagazin
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Der Hype nach den spektakulären Edelmetallfunden

Goldfieber in Graubünden

© August Brändle

Seit den spektakulären Goldfunden hat sich in der ehemals so ruhigen und beschaulichen Surselva vieles verändert. Neben vielen semi-professionellen Goldwäschern, die auf der Suche nach glänzenden Metall in die Region strömen, hat auch viele Urlaubsgäste das Goldfieber gepackt.

In den Sommermonaten von Mai bis Oktober läuft die Tourismusindustrie auf vollen Touren. Zahlreiche Anbieter aus der näheren und weiteren Umgebung bieten Exkursionen für Einzel- oder Gruppenreisende an – Goldwaschkurs bei einem professionellen „Animateur“ inklusive.

Richtig los ging der Hype um das Gold im Kanton Graubünden aber erst im Jahr 2000. Im Herbst war einem Schürfer in den Bergen rund um Disentis – wo genau wird aus verständlichen Gründen bisher geheimgehalten – ein für Europa sensationeller Berggoldfund gelungen. Die ergiebige Ader im Gestein lieferte Gold mit einem Gewicht von 1,4 Kilogramm. Wert: 250.000 Schweizer Franken.

Goldrausch in den Alpen

Während die Bildzeitung und die Schweizer Blick, ja sogar die dpa bereits einen möglicherweise unmittelbar bevorstehenden „Goldrausch“ in den Alpen witterten, war der Goldreichtum der Gegend Fachleuten bereits seit längerem bekannt.

Eine kanadische Firma hatte mehr als 15 Jahre vorher bereits zahlreiche Bohrungen in der Region durchführen lassen, die an verschiedenen Stellen einen Goldanteil pro Tonne Erz von bis zu 17 Gramm ergaben. Zum Vergleich: In Südafrika, einem der goldreichsten Land der Erde, werden bereits Lagerstätten mit drei bis fünf Gramm Gold pro Tonne wirtschaftlich ausgebeutet.

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Bis der Goldabbau in der Schweiz aber auch nur ansatzweise südafrikanische Dimensionen erreicht, wird es jedoch noch ein Weilchen dauern. Trotz der positiven Ergebnisse verzichtete die kanadische Firma jedenfalls bisher auf eine kommerzielle Ausbeutung der Vorräte. Sie werden wissen, warum. Wenn sich nicht doch noch ein Großinvestor findet, bleibt die Region wohl auch in Zukunft fest in der Hand von Abenteurern, Hobbydiggern und Goldwaschtouristen. Na dann Glückauf oder „full pan“ wie man in Goldwäscherkreisen sagt…

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Stand: 29.04.2005

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Rheingold
Zwischen Mythos und Wirklichkeit

Überblick
Das Wichtigste in Kürze

Zum Weiterlesen
Links und Literatur

Lockruf des Goldes
Die "Samen der Sonne" im Rhein

Von Kelten, Römern und badischen Diggern
Die Geschichte des Rheingoldes

"Braunes" Gold
Neuer Boom im Dritten Reich

Der Exitus einer Zunft
Goldwaschen hat keine Zukunft mehr

Von Wissenschaftlern, Abenteurern und Adventure-Touristen
Die moderne Goldwäscher-Community wächst

Goldwaschen für Anfänger
Wie findet man das Edelmetall im Rhein?

Von Erosionsprozessen und "frischem" Gold
Woher stammt das Rheingold?

Der Klondyke Deutschlands
Wo kann man Rheingold finden?

Nicht nur Kuckucksuhren und Schweizer Käse
Sensationsnuggets am Vorderrhein

Goldfieber in Graubünden
Der Hype nach den spektakulären Edelmetallfunden

"...der Mythos Rheingold ist bis zum heutigen Tage lebendig"
Interview mit dem deutschen Goldwaschexperten Werner Störk

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