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Wer arbeitet wo und wie an Brennstoffzellen?

Eine Zukunftstechnologie geht um die Welt

Die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik ist eine wichtige Säule der künftigen Energieversorgung. Deshalb fördern vor allem die großen Industrienationen wie die USA, Japan und Deutschland die Technologie.

Emissionen steigen trotz Wirtschaftskrise © Danicek

USA: Wasserstoffprogramm schon etabliert

Die USA haben 2003 ein nationales Wasserstoff-Programm aufgelegt. Bis 2008/2009 sollen 1,7 Mrd US-Dollar investiert werden. Darüber hinaus unterstützen auch einige Bundesstaaten, etwa Kalifornien, massiv die neue Technik. In Japan wurde bereits 1993 die erste große Forschungsoffensive WE-NET gestartet. Inzwischen gibt es das nationale Millenium-Programm. Auch die japanische Industrie engagiert sich: Elektronikkonzerne entwickeln portable und kleine stationäre Brennstoffzellen. Und Autohersteller arbeiten an wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen.

Deutschland: Eine Millarde für den Wasserstoff

Nun zieht auch Deutschland nach. Der Bund hat das „Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff und Brennstoffzellen“ aufgelegt. In den kommenden zehn Jahren will der Staat gemeinsam mit der Industrie eine Milliarde Euro in die Zukunftstechnologie investieren. Der Bund stellt 500 Millionen Euro bereit. „Wir müssen jetzt konkrete Erfahrungen mit der Alltagsanwendung des Wasserstoffs gewinnen. Deswegen werden wir – ganz ähnlich wie dies bereits in Japan und den USA geschieht – ein umfangreiches, auf zehn Jahre angelegtes Arbeits- und Marktentwicklungs-Programm für Wasserstoff und Brennstoffzellen für die mobile, stationäre und portable Anwendung entwickeln und dies von 2007 an in konkreten Forschungs- und Entwicklungsprojekten umsetzen“, verkündete Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee.

Die Raumfahrt machte den Anfang

Die Brennstoffzelle wurde bereits vor etwa 160 Jahren erfunden, dennoch dauerte es fast 120 Jahre, bis die ersten Systeme in der Raumfahrt eingesetzt wurden. Brennstoffzellen lieferten die Energie für die Gemini-Raumkapseln der USA. Auch heute noch versorgen sie die bemannten Missionen der NASA mit Strom. Aber auch in anderen Nischenanwendungen wie zum Beispiel in U-Booten, Reisemobilen oder Yachten sind Brennstoffzellen im Einsatz. Den Massenmarkt haben sie jedoch noch nicht erreicht.

Portable Anwendungen sollen folgen

Das soll sich in den kommenden Jahren ändern. „Der erste Markt für Brennstoffzellen werden portable Anwendungen sein, denn dort lässt sich am schnellsten die notwendige Infrastruktur aufbauen“, ist Professor Eicke Weber, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE und Sprecher der Fraunhofer-Allianz Energie, überzeugt. Winzige Brennstoffzellen sollen künftig tragbare elektronische Geräte wie Laptops, Camcorder oder PDAs mit Energie versorgen. Der Bedarf ist groß: Denn mit jeder neuen Produktgeneration wächst auch der Energiehunger von Notebook & Co.

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Stand: 12.10.2007

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Mini-Kraftwerke für Zuhause und unterwegs
Brennstoffzellen – wie weit ist die Entwicklung?

Überblick
Das Wichtigste in Kürze

Wenig Emission, viel Effizienz
Das Prinzip der Brennstoffzelle

Eine Zukunftstechnologie geht um die Welt
Wer arbeitet wo und wie an Brennstoffzellen?

Auf dem Weg zum Massenprodukt
Wie marktreif sind die Brennstoffzellen?

Mini-Stromlieferant mit Methanol
Wie ist der Stand der Dinge bei den Methanol-Zellen?

Brennstoffzellen im trauten Heim
Wo im Haus sind Brennstoffzellen einsetzbar?

Brennstoffzellenantrieb serienmäßig?
Wann rollen unsere Autos mit Brenstoffzell-Antrieb

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