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Die Suche geht weiter…

SETI gestern und heute

Den Anfang der systematischen Suche nach außerirdischen „intelligenten“ Signalen machte der Astronom Frank Drake 1960 mit seinem Projekt Ozma, bei dem er zwei naheliegende sonnenähnliche Sterne nach einem Signal absuchte. Er tat dies auf der „magischen“ Wellenlänge von 21 Zentimetern, dem Bereich des Radiospektrums, in dem die Spektrallinie des neutralen Wasserstoffs liegt. Drake war sich sicher, dass wenn irgendwo in der Galaxis eine intelligente Zivilisation vorhanden war, diese höchstwahrscheinlich auf dieser universellen, weil von der Natur „markierten“ Wellenlänge kommunizieren würde.

Radioteleskop von Arecibo © NAIC/NRAO

Auf ihn geht auch die noch heute immer wieder zitierte „Drake-Formel“ zurück. Sie soll die Frage beantworten, wie viele hochtechnisierte Zvilisationen rein theoretisch im Universum überhaupt existieren könnten. In ihr wird verrechnet, wie viele „geeigneten“ Sterne es geben könnte und davon wiederum wie viele erdähnliche Planeten, wie viele Planeten mit Leben, wie viele mit intelligentem Leben und schließlich wie viele Planeten mit einem ausreichenden Alter, um auch intelligentes Leben hervorgebracht zu haben, es geben muss, damit mindestens eine „kommunikative“ Zivilisation am Ende übrigbleibt.

Außerirdische Signale fand Drake zwar nicht, dafür zog sein Projekt Ozma die Aufmerksamkeit sowohl der Öffentlichkeit als auch der NASA auf sich. Es sollte allerdings noch mehr als ein Jahrzehnt dauern, bis sich die NASA entschloss, ihrerseits ein SETI-Programm zu fördern. Ende der 70er Jahre suchten sowohl am Ames Research Center als auch am Jet Propulsion Laboratory in Pasadena Forscher nach verräterischen Spuren außerirdischen Lebens. Während Ames sich zum Ziel gesetzt hatte, 1.000 sonnenähnliche Sterne abzusuchen, wählte das JPL eine andere Strategie und tastete den gesamten Himmel nach starken Radiosignalen ab. Einen Erfolg konnte allerdings keine der beiden Suchstrategien verbuchen.

Doch kaum begonnen und offiziell abgesegnet, wendete sich das Blatt für die SETI-Forscher: Ende der 80er Jahre drehte die NASA den Geldhahn zu und die Wissenschaftler standen vor der Wahl, das Projekt abzubrechen oder sich andere Geldquellen zu organisieren. Letzteres gelang, das SETI Institut wurde gegründet und die Forscher setzten ihre Suche als „Projekt Phoenix“ fort. Inzwischen nutzt die SETI-Forschung als eines der ersten Projekte seiner Art das World Wide Web als virtuellen Großrechner: Mit SETI@home kann jeder an das Internet angeschlossenen Nutzer Teile der Datenauswertung auf seinem eigenen PC laufen lassen.

Und die Ergebnisse? Bislang gibt es trotz aller Anstrengungen keinen Hinweis auf ein wie auch immer geartetes „intelligentes“ Radiosignal von anderen Welten. Einige unerklärte, aber meist nur einmalig aufgefangenen „Signale“ sorgten zwar kurzzeitig für Aufsehen, doch im Nachhinein stellten sich alle als Irrtümer heraus. Aber die SETI-Forscher lassen sich von ihrer bisherigen Erfolglosigkeit nicht entmutigen: „Alle bisherigen Versuche waren durch technische Grenzen eingeschränkt. Von den hunderten von Milliarden Sternen allein in unserer Galaxis haben wir bisher weniger als eintausend näher untersucht.“ Die Suche geht weiter…

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Stand: 27.08.2001

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Mehr als nur kosmisches Rauschen und SETI...

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Nur eine von vielen Wellensorten...

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Von Schüsseln, Arrays und Langstreckenantennen

Vom Spiegel bis zum Radiobild
Aufbau eines Radioteleskops und Weg der Radiowellen

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SETI und die Suche nach intelligentem Leben im Kosmos

Die Methoden der SETI-Forscher
Fremde Sonnen, Schmalspursignale und Pioneer 10

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