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Alles wiederverwertbar?

Die Sache mit dem Recycling

Im Vergleich zur Neugewinnung ist das Recyceln von Aluminium deutlich weniger umweltschädlich. Bis zu 95 Prozent des Stroms können gegenüber der Gewinnung aus Erz eingespart werden. Auch fallen dabei kaum noch giftige Rückstände an. Viele Hersteller werben daher damit, mit Aluminium ein besonders nachhaltiges, da vollständig recycelbares Verpackungsmaterial zu verwenden – so zum Beispiel der Produzent einschlägig bekannter Kaffeekapseln.

Alu-Kaffeekapseln lassen sich gut recyceln - theoretisch. © Pixabay

Verschwiegen wird dabei jedoch, dass derzeit weltweit nicht einmal die Hälfte des Aluminiums wiederverwertet wird. In Europa ist die Quote mit rund 60 und in Deutschland mit über 80 Prozent zwar besser – doch es gibt noch Luft nach oben. Das liegt zum einen an den Verbrauchern. Denn damit Aluminium recycelt werden kann, muss es sorgfältig getrennt werden. Gehören würde das Metall bei uns beispielsweise in die gelbe Tonne. Vielerorts landen große Mengen davon jedoch einfach im Haus- oder Restmüll.

Echte Herausforderung

Ein weiterer Grund: Der größte Teil des Aluminiums, der auf Schrottplätzen und bei den Sammelstellen landet, ist gar kein reines Aluminium. Es handelt sich überwiegend um Legierungen, die Beimischungen anderer Metalle enthalten. Denn dank kleiner Zugaben von Zink, Kupfer oder Magnesium können Hersteller die Eigenschaft des Aluminiums verändern und sich so das für ihre Bedürfnisse perfekte Rohmaterial maßschneidern. Kaum ein anderes Metall ist derart wandelbar.

Was das Aluminium für viele Industrien so interessant macht, stellt für Recyclingunternehmen eine echte Herausforderung dar. Sie müssen das entsorgte Metall erst einmal genau analysieren, sortieren und es anschließend unter Umständen in reines Aluminium oder eine typische Standardlegierung verwandeln, damit es überhaupt wiederverwertet werden kann.

In Japan lag die Recyclingquote bei Aluminiumdosen zuletzt bei knapp 95 Prozent. © Sneeze/ pixabay

Vorbild Japan

In Umschmelzverfahren gelingt dies zum Teil durch das Vermischen mit reinem Aluminium oder durch die Zugabe von Salzen, die fremde Inhaltsstoffe binden. Wissenschaftler arbeiten weltweit daran, diese Methoden noch weiter zu verbessern.

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Wie es gehen kann, hat Japan bereits vorgemacht: Das Land hat in den 1980er Jahren seine inländische Produktion von Primäraluminium komplett eingestellt – und brachte es im Jahr 2012 bei Aluminiumdosen auf eine Recyclingquote von knapp 95 Prozent. Die daraus entstandene Energieeinsparung wurde mit über sechs Milliarden Kilowattstunden beziffert: Genug, um 52 Millionen japanische Haushalte für dreizehn Tage mit Strom zu versorgen.

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Daniela Albat
Stand: 19.01.2018

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Inhalt des Dossiers

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