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Brennstoffzellen auf Achse…

Aufbruch in der Automobilbranche

Den Anfang machten Autobusse: Sie waren die ersten Fahrzeuge, an denen der Brennstoffzellenantrieb in der Praxis getestet wurde. Um das tonnenschwere Gefährt überhaupt bewegen zu können, mussten die Brennstoffzellen allerdings anfangs selbst fast die Größe eines Kleinwagens haben, nur dann reichte die von ihnen produzierte Leistung aus. Im ersten Brennstoffzellenbus füllten die Zellen und ihr Zubehör noch ein Drittel des gesamten Raumes.

Bus mit Brennstoffzellenantrieb © DOE

Inzwischen ist die Technik allerdings so weit voran geschritten, dass Zellen mit vergleichbarer Leistung immerhin schon in einen Kleinwagen passen. Und damit wird die Sache auch für PKW-Hersteller interessant – und wie: Ford kündigt inzwischen an, langfristig auf die Brennstoffzelle zu setzen, BMW will eine Limousine mit Wasserstoff fahren lassen und Daimler-Chrysler lancierte bereits 1999 sein Brennstoffzellenauto „NECAR“ – die Automobilbranche ist in Bewegung. Und diese führt, darin sind sich Hersteller und Beobachter einig, langfristig in Richtung Wasserstoff und Brennstoffzelle.

Die schwindenden Erdölreserven einerseits und die zunehmende Sensibilität der Kunden für die Klima- und Umweltschutzproblematikandererseits hat die Branche zunächst zögerlich, inzwischen aber mit geballter wirtschaftlicher Macht dazu gebracht, alternative Antriebe zu erforschen. Inzwischen verstärkt sich auch von staatlicher Seite aus der Druck auf die Unternehmen: In Kalifornien sind bereits alle Autohersteller gesetzlich verpflichtet, ab dem Jahr 2003 mindestens zehn Prozent emissionsfreie Autos zu verkaufen.

Entsprechend fieberhaft arbeiten die Unternehmen daran, die „saubere“ Technologie der Brennstoffzelle für den PKW-Antrieb zu perfektionieren. In Kalifornien wurde zu diesem Zweck 1999 die „California Fuel Cell Partnership“ ins Leben gerufen. Ihr gehören neben den Autoherstellern DaimlerChrysler, Ford, Honda, Volkswagen und Nissan auch Energieunternehmen und staatliche amerikanische Forschungseinrichtungen an. In einer großen Versuchsanlage bei Sacramento testen die eigentlich konkurrierenden Hersteller inzwischen ihre neuen Modelle Tür an Tür.

Nachdem die Brennstoffzellen immer leistungsfähiger und kleiner werden, rückt die Serienreife technisch in immer greifbarerer Nähe. Ein Hauptproblem sind jedoch noch immer die Kosten: Bei einem konventionellen Antrieb liegen die Kosten bei 50 – 100 Euro pro Kilowatt, für Brennstoffzellenfahrzeuge kalkulieren die Hersteller zur Zeit noch mindestens das Doppelte bis Dreifache.

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Stand: 27.07.2002

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Brennstoffzellen
Alleskönner auf Wasserstoffbasis?

Neuer Boom für Brennstoffzellen
Renaissance einer alten Idee

Am Brennstoff sollt Ihr sie erkennen...
Wie umweltfreundlich sind Brennstoffzellen?

Der direkte Weg ist der effektivste...
Das Funktionsprinzip einer Brennstoffzelle

Die Weltraumzelle und das Multitalent...
Brennstoffzellentypen von AFC bis PEMFC

Von DMFC bis PAFC
Das giftige Leichtgewicht und die Vorreiterin

Die Heißblütigen...
Schmelzkarbonat- und Oxidkeramik- Brennstoffzellen

Brennstoffzellen auf Achse...
Aufbruch in der Automobilbranche

Die Qual der Brennstoffwahl...
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