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Am Puls der Feuerberge

Forschen für präzise Vorhersagen

Überwachungmethoden © USGS

Die verschiedenen Methoden zur Überwachung von „Feuerbergen“ haben vor allem das Ziel, die Veränderungen im Zustand eines Vulkans zu entdecken und zu messen. Magmabewegungen können Vulkanflanken oder Teile des Gipfels anschwellen oder absinken lassen oder Erdbeben und andere seismische Ereignisse auslösen. Häufig kommt es auch zur Freisetzung von in Magma gelösten Gasen.

Damit die Forscher diese zum Teil nur sehr schwachen oder schleichenden Veränderungen entdecken können, müssen sie so nah wie möglich an den aktiven Stellen eines Vulkans arbeiten. Wenn ein Feuerberg erste Anzeichen von Unruhe zeigt, machen sich deshalb die Wissenschaftler häufig mehrmals pro Woche auf den Weg in das Untersuchungsgebiet, um verschiedene Messungen durchzuführen oder Instrumente zu installieren. Ihr Ziel ist es, die Vulkanaktivität möglichst rund um die Uhr zu verfolgen.

Deshalb werden zur Vulkanüberwachung oft auch Fachleute aus den Bereichen Fernerkundung oder Satellitenüberwachung hinzugezogen, um aktuelle Warnungen vor gefährlichen Ereignissen wie Aschewolken oder Lahars bereitzustellen.

Vulkanologen treten aber auch dann in Aktion, wenn ein Vulkanausbruch beispielsweise entscheidende Veränderungen an nahegelegenen Wasserreservoirs wie Flüsse oder Seen erzeugt – zum Beispiel durch Vernichtung der Vegetation oder die Ablagerung von frischem vulkanischen Material. Die Wissenschaftler werden dann in diesen Regionen tätig, um die Erosions- oder Sedimentationsvorgänge zu erforschen, die sich aus der Eruption ergeben können.

Gerade für die langfristige Vorhersage von Vulkanausbrüchen ist – auch im Zeitalter der Fernerkundung – die direkte Beobachtungsarbeit der Vulkanologen an den Hängen des Vulkans und das von ihnen installierte lokale Netzwerk von Überwachungsinstrumenten noch immer entscheidend.

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Im Optimalfall ergibt sich aus der Kombination der zahlreichen Methoden und Techniken der verschiedenene Forschungsgebiete eine so genaue Einschätzung der Situation am Vulkan, dass eine möglichst präzise Vorhersage verbunden mit konkreten Warnungen erstellt werden kann…

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Stand: 19.04.2000

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Nie wieder Pompeji?
Frühwarnsysteme bei Vulkanausbrüchen

Pompeji, Krakatau & Co
Zwischen Katastrophe und Vorbeugung

Der Gefahr ins Auge blicken
Das Programm der IDNDR

Messen und noch viel mehr...
Was ist ein Frühwarnsystem?

Am Puls der Feuerberge
Forschen für präzise Vorhersagen

Von Rissen, Falten und Beulen
Deformationen an Feuerbergen messen

Wenn aufsteigendes Magma Erdbeben auslöst...
Seismische Untersuchungen

CO2, SO2 und mehr...
Gase Schlüssel zur Vorhersage?

Wundermittel Fernerkundung?
Wenn Satelliten Vulkanausbrüche überwachen...

Todbringende Lawinen
Wie kann man Lahars vorhersagen?

Warnung vor der Katastrophe
Frühe Erfolge am Mount Pinatubo?

Leben in der verbotenen Zone
Der Merapi-Vulkan

Dem Vulkanausbruch auf der Spur...
Deutsche Forscher im Einsatz

Alarm am Berg
Der Vulkanausbruch im Jahr 1998

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