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Am höchsten Punkt Deutschlands

Zugspitze und Alpen

Zugspitze von der Alpspitze aus gesehen © Christian Nawroth / GFDL

Ganz weit im Süden der Republik geht unsere Reise durch Süddeutschland zu Ende. 2.962 Meter ragt die Zugspitze dort inmitten des Wettersteingebirges in die Höhe und hat sich damit die Auszeichnung „Deutschlands höchster Berg“ verdient. Kurioserweise ist die Zugspitze für Österreicher sogar noch 27 Zentimeter höher als für uns Deutsche. Das liegt daran, dass dort der mittlere Pegelstand der Adria als Ausgangspunkt für die Höhenmessung verwendet wird (Triester Pegel), bei uns hingegen der der Nordsee (Amsterdamer Pegel).

Gletscherschwund in den Alpen

In der Gipfelregion der Zugspitze befinden sich drei Gletscher, Höllentalferner, Südlicher Schneeferner und Nördlicher Schneeferner. Noch. Denn aufgrund der globalen Erwärmung rechnen viele Klimaforscher damit, dass die Zugspitze – und mit ihr viele andere Gipfel in den Alpen – spätestens in einigen Jahrzehnten eisfrei sein werden.

So imposant die Zugspitze auch ist, sie ist nicht einmal ansatzweise der mächtigste Gipfel der Alpen, die auf acht Länder verteilt eine Fläche von etwa 200.000 Quadratkilometer bedecken. Dieser Naturrekord gehört mit 4.810 Metern Höhe dem Mont Blanc in Frankreich.

Die Alpen aus dem All gesehen © Jacques Descloitres, MODIS Rapid Response Team, NASA/GSFC

Ein Geburtsvorgang der besonderen Art

Die Alpen sind geologisch gesehen ein relativ junges Gebirge. Sie entstanden „erst“ während der Kreidezeit vor 80 bis 100 Millionen Jahren durch die beginnende Kollision der afrikanischen und der europäischen Platte. Dabei kam es zu Verbiegungen, Faltungen und Überschiebungen der Krustenbestandteile.

Wie Süddeutschland während dieses Geburtsvorganges aussah, beschreiben Geowissenschaftler im Buch „Deutschlands Süden“: „Aus dem Tethys-Meer begannen sich im Süden bereits die künftigen Alpen herauszuheben. Süddeutschland ähnelte während dieser Zeit einer tropischen Flachlandschaft mit dichten Wäldern und kaum eingeschnittenen Flüssen […].“

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Auch über die folgende Hebungsphase sind sich die Forscher weitgehend einig: Bis zu zwei Millimeter pro Jahr wuchsen die Alpengipfel an und kamen damit dem Himmel in den vergangenen Jahrmillionen um schätzungsweise 30 Kilometer näher. Zumindest theoretisch. Denn die gleichzeitig stattfindende Erosion verhinderte zum großen Teil ein solches ungezügeltes Höhenwachstum.

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Geoziele ohne Ende

Zwölf Stationen, ein Dutzend einzigartige Landschaften und Phänomene. Trotzdem sind sie nur ein winziger Ausschnitt aus der Vielfalt an Landschaftsformen und Naturräumen, die in Deutschlands Süden zu finden sind.

Egal ob der Chiemsee, das „bayerische Meer“, die Bärenhöhle in der Schwäbischen Alp, das Altmühl-Tal, Kraichgau und Odenwald, die Solnhofener Plattenkalke mit den Fossilien des „Urvogels“ Archaeopteryx oder der Feldberg im Schwarzwald: Auch sie alle – und noch viele andere mehr – sind lohnende Ziele, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

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Stand: 24.09.2010

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Deutschlands Süden
Eine Reise durch einzigartige Landschaften und Jahrmillionen Erdgeschichte

Kosmischer Doppelschlag vor 15 Millionen Jahren
Die Meteoritenkrater von Nördlingen und Steinheim

Tropisches Paradies im Ölschiefer
Die Grube Messel

Ein Gletscher am Rhein
Jede Menge Eis - und seine Folgen

Des Teufels Werkzeug
Dengelstein - ein Findling im Allgäu

Flussdiebstahl an der Donau
Der „Kampf“ um die Wasserscheide zwischen Donau- und Rheinsystem

Wutach-Tricks und Karstquellen
Phänomen Wasser

Der Frühmensch aus dem Sand
Die ältesten menschlichen Knochen Mitteleuropas

„Heiße“ Zeiten in Süddeutschland
Vulkanismus als Landschaftsbildner

Von Gletschern und schwimmenden Inseln
Die Arberseen im Bayerischen Wald

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Zugspitze und Alpen

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