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Schnabeltiere und Ameisenigel

Launen der Natur

Schnabeltier © Dr. Philip Bethge / GFDL

Fabelwesen, biologische Kuriosität, eierlegende Wollmilchente oder gar Missgeschick der Natur: Das australische Schnabeltier hat seit seiner Entdeckung vor gut 200 Jahren immer wieder die Fantasie der Wissenschaftler beflügelt – heftige Spekulationen über seinen Platz im Stammbaum des Lebens inklusive.

Und das nicht ohne Grund. Mit ihrem „Entenschnabel“, dem biberähnlichen Schwanz, Giftspornen an den Beinen und den auffälligen Schwimmhäuten wirken sie wie ein skurriles Mischwesen aus Vogel, Echse und Säuger. „Glaubt jemand nur seinem eigenen Verstande, könnte er ausrufen: Gewiss müssen hier zwei verschiedene Schöpfer am Werk gewesen sein“, schrieb der britische Naturforscher Charles Darwin 1836 deshalb auch in sein Tagebuch. Er hatte damals gerade zum ersten Mal mit eigenen Augen ein Schnabeltier gesehen.

Ebenso ausgefallen wie ihr Aussehen ist auch der Lebensstil der wundersamen Geschöpfe. Sie legen Eier, füttern ihre Jungen mit Milch und jagen mit einem hoch empfindlichen Elektrosinn. Damit gehören die Schnabeltiere und ihre „Vettern“, die Ameisenigel, zu den merkwürdigsten, aber auch faszinierendsten Tieren, die es heute auf der Erde gibt.

Doch warum besitzen Schnabeltiere zehn Geschlechtschromosomen statt zwei, wie etwa der Mensch? Wie genau funktioniert ihr Ortungssystem für Beutetiere? Und vor allem: Sind Schnabeltiere nun Säugetiere oder doch Reptilien? Antworten auf diese und viele andere Fragen gibt dieses Dossier.

Inhalt:

  1. Ein „Ding“ aus einer anderen Welt
    Das Schnabeltier: Original oder Fälschung?
  2. Ein eierlegender Säuger
    Die Besonderheiten von Ornithorhynchus anatinus
  3. Schnabeltiere jagen mit Elektrosinn
    Urtümliche Säuger spüren elektrische Felder der Opfer auf
  4. Spurensuche im Schnabeltier-Genom
    Forscher finden faszinierende Mischung von Eigenschaften im Erbgut
  5. (Zu) „heiße“ Zeiten für Schnabeltiere
    Klimawandel bringt urtümliche Säuger in Gefahr
  6. Des Schnabeltiers merkwürdige Verwandten
    Ameisenigel zeigen bizarres Sexleben
  7. Vier Penis-Spitzen, zwei Eingänge
    Rätsel um den Geschlechtsakt der Ameisenigel gelöst

Dieter Lohmann
Stand: 30.09.2011

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Launen der Natur
Schnabeltiere und Ameisenigel

Ein „Ding“ aus einer anderen Welt
Das Schnabeltier: Original oder Fälschung?

Ein eierlegender Säuger
Die Besonderheiten von Ornithorhynchus anatinus

Schnabeltiere jagen mit Elektrosinn
Urtümliche Säuger spüren elektrische Felder der Opfer auf

Spurensuche im Schnabeltier-Genom
Forscher finden faszinierende Mischung von Eigenschaften im Erbgut

(Zu) „heiße“ Zeiten für Schnabeltiere
Klimawandel bringt urtümliche Säuger in Gefahr

Des Schnabeltiers merkwürdige Verwandten
Ameisenigel zeigen bizarres Sexleben

Vier Penis-Spitzen, zwei Eingänge
Rätsel um den Geschlechtsakt der Ameisenigel gelöst

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