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Universität Leipzig

www.chance-for-science.de – Online-Plattform für geflüchtete Wissenschaftler

Am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre wurde ein Online-Portal für geflüchtete Wissenschaftler und deutsche Forschungseinrichtungen entwickelt und freigeschaltet. Die unter der Leitung von Prof. Dr. Carmen Bachmann aufgebaute Website soll den Kontakt zwischen Wissenschaftlern deutscher Forschungseinrichtungen und geflüchteten Wissenschaftlern herstellen, um diese bei der Fortführung ihrer Forschungstätigkeit in Deutschland zu unterstützen.

„Wissenschaftler, die als Flüchtlinge nach Deutschland kommen, haben derzeit keine beziehungsweise wenige Möglichkeiten, sich mit fachlichen Fragestellungen auseinanderzusetzen. Dies ist nicht nur eine persönliche Belastung für die Betroffenen, sondern auch ein Verlust von Kapazitäten in der Wissenschaft“, sagt Carmen Bachmann. Über die Plattform http://www.chance-for-science.de soll nun geflüchteten Wissenschaftlern der Zugang zur Wissenschaft und zu Kollegen, die in Deutschland forschen, erleichtert werden.

Kontaktaufnahme und Einbindung in wissenschaftlichen Diskurs

Auf dem Portal können geflüchtete Wissenschaftler und Forscher deutscher Hochschulen und weiterer wissenschaftlicher Institutionen entsprechend ihrer Fachrichtung Profile mit Angaben zur bisherigen Forschungstätigkeit erstellen. Im Stil eines sozialen Netzwerks besteht die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme.

Ziel der Plattform ist es, geflüchteten Wissenschaftlern das Fortführen ihrer Forschungstätigkeit in Deutschland zu ermöglichen. „Geflüchtete Wissenschaftler sollen sich weiterhin mit Fragestellungen in ihrem Fachgebiet beschäftigen können, um den Anschluss in der Wissenschaft nicht zu verlieren – unabhängig davon, ob sie in Deutschland bleiben oder später in ihr Heimatland zurückkehren“, erläutert die Initiatorin Bachmann. „Eine Einbindung in den wissenschaftlichen Diskurs könnte zum Beispiel erfolgen durch Zugang zu Bibliotheken, Einladungen in Veranstaltungen der Forschungseinrichtung oder Gastvorlesungen an Universitäten, gemeinsames Verfassen wissenschaftlicher Publikationen oder gelegentliche Skype-Treffen zum wissenschaftlichen Austausch.“

(Universität Leipzig, 21.09.2015 – AKR)

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