Woran erkennt man einen Hörsturz? - scinexx | Das Wissensmagazin
Anzeige
Anzeige

Woran erkennt man einen Hörsturz?

Gehör

Hand am Ohr
© thinkstock.com, Staras

Ein Hörsturz hat viele verschiedene Ursachen und es gibt immensen Informationsbedarf zu seinen Ursachen, Symptomen, der Diagnose und Behandlung. Das Knifflige an einem Hörsturz: Er tritt in der Regel ohne Vorwarnung auf und erscheint von einem auf den anderen Moment.

Was ist ein Hörsturz?

Unter einem Hörsturz versteht sich eine plötzlich eintretende Minderung des Hörens. Vergleichbar in etwa mit einer Art Schwerhörigkeit. Viele Patienten beschreiben, dass es hohe Töne sind, die nicht mehr richtig wahrgenommen werden. Es klingt, als wäre das Ohr voll Watte.

Oft treten die Symptome eines Hörsturzes nur an einem Ohr auf. Ebenso häufig auch völlig schmerzfrei. Der Gehörverlust kann sich so gering äußern, dass es kaum bemerkt wird, oder aber so stark, dass er zur kompletten Taubheit führt.

Der Hörsturz tritt unabhängig von Geschlecht und Alter auf und kann jeden treffen.

Woran erkennt man einen Hörsturz genau?

Die folgenden Anzeichen deuten auf einen Hörsturz hin:

Anzeige

  1. Druck auf dem Ohr
  2. Pelziges Gefühl rund um die Ohrmuschel
  3. Schwerhörigkeit oder falsche Wahrnehmung von einen auf den anderen Augenblick
  4. Leiseres Wahrnehmen der Umwelt auf einem oder beiden Ohren
  5. Töne werden doppelt gehört
  6. Geräusche, Musik und Stimmen erklingen fremd
  7. Die Richtung, aus der der Ton kommt, wird nicht mehr erkannt

Stellenweise kommen zum Hörverlust auch Schwindelgefühle dazu. Das Ohr ist ja bekannt dafür, für das Gleichgewicht verantwortlich zu sein.

Schon gewusst? Durch sanfte Impulse am Ohr kann sogar die Verdauung angeregt werden.

Wie entsteht ein Hörsturz?

Tatsächlich ist die genaue Ursache für einen Hörsturz nicht bekannt. Es existieren lediglich Theorien.

Ein weiterer Name für den Hörsturz ist der „Ohrinfarkt“. Diesen Namen trägt die Erkrankung, weil Mediziner vermuten, dass es sich währenddessen um eine Durchblutungsstörung in den kleinsten Gefäßen des Ohres handelt.

Auch wird vermutet, dass Viren oder Entzündungen Auslöser für einen Hörsturz sein können. Schwillt bei einer Mittelohrentzündung das Gewebe im Innenohr an, kann das negativen Einfluss auf das Hörvermögen nehmen. Sogar Stress wird als Auslöser für einen Hörsturz vermutet.

Bleibt ein chronischer Tinnitus, kann ein Hörgerät das Defizit ausgleichen. Gute Modelle lassen sich zum Beispiel auf Hör24.de finden.

Ich habe einen Hörsturz – was nun?

Ein Hörsturz an sich gilt nicht als Notfall. Damit keine dauerhaften Ohrgeräusche entstehen, sollte zeitnah der Kontakt zum Hals-Nasen-Ohren-Arzt gesucht werden. In 50 % der Fälle kehrt das Hörvermögen binnen 48 Stunden oder früher zurück.

Welche Therapien gibt es bei einem Hörsturz?

Es gibt verschiedene Therapien, leider aber nicht „die eine Therapie“. Es muss probiert werden, was am besten hilft.

Der zuständige HNO Arzt entscheidet, ob eine

  • Kortison-Therapie
  • Intratympanale Therapie
  • Infusion

zum Einsatz kommt. Kortison kommt oft bei einem akuten Hörsturz zum Einsatz, bei der intratympanalen Therapie, wird höher konzentriertes Kortison direkt in das Mittelohr gespritzt und bei einer Infusion wir mit diversen Mitteln die Durchblutung im Innenohr verbessert, um Abhilfe zu schaffen.

Die genannten Therapieformen erreichen gute Ergebnisse und fast immer kehrt das vollständige Hörvermögen zurück. Nur in seltenen Fällen (10-20 % der Patienten) bleibt eine Hörminderung.

Anzeige

In den Schlagzeilen

Videos jetzt im Netz

Teaserbild Ringvorlesung Klimawandel und Ich

Ringvorlesung "Klimawandel und Ich"

Diaschauen zum Thema

keine Diaschauen verknüpft

Dossiers zum Thema

keine Dossiers verknüpft

News des Tages

Bücher zum Thema

keine Buchtipps verknüpft

Top-Clicks der Woche

Anzeige
Anzeige