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Wirk- und Funktionsweise von Cannabidiol (CBD)

Medizinische Wirkstoffe

Symbolbild CBD-Öl
CBD hat eine Vielzahl von Auswirkungen auf den menschlichen Organismus.. © Gettyimages, ArtistGNDphotography

Cannabidiol (CBD) kommt als medizinischer Wirkstoff erst seit einigen Jahren zum Einsatz. Trotzdem gibt es schon jetzt zahlreiche Erfahrungswerte und diverse Studien zur Wirkweise des Mittels. So wurde festgestellt, dass der menschliche Körper über eine Vielzahl von CBD-Rezeptoren verfügt, an denen der Wirkstoff ansetzen kann. Unterschiedliche Cannabinoide und Darreichungsformen wirken jeweils anders und unterschiedlich schnell. Angenehm ist, dass CBD nicht berauschend wirkt und in einer beachtlichen Zahl von Anwendungsgebieten eingesetzt werden kann. Die Forschung ist noch nicht abgeschlossen, weswegen aktuell zahlreiche CBD-Studien laufen. Dieser Artikel erläutert die Wirk- und Funktionsweise von Cannabidiol im Körper.

Im Körper befinden sich nahezu überall CBD-Rezeptoren

Der menschliche Körper ist nahezu flächendeckend mit CBD-Rezeptoren versehen. Diese sind unter anderem im Gehirn und in den verschiedenen Organen zu finden. Der Wirkstoff hat es somit leicht, Stellen im Körper zu finden, an denen er andocken und seine positiven Wirkungen entfalten kann. Hieran wird deutlich, dass es sich bei CBD um einen natürlichen Stoff handelt, der vom Körper gut verarbeitet und nutzbar gemacht werden kann. Die einzelnen CBD-Rezeptoren sind äußerst spezifisch. So kann sich CB1 nur an einer bestimmten Art von Rezeptoren festsetzen, die für CB2 nicht geeignet sind, und umgekehrt. Die verschiedenen CBD-Varianten sind somit auf einzelne Körperregionen spezialisiert und nehmen Einfluss auf diese.

Unterschiedliche Cannabinoide wirken jeweils anders

Es gibt ganz unterschiedliche Arten von Cannabinoiden, die jeweils andere Auswirkungen auf den menschlichen Organismus haben. CB1 ist beispielsweise vorrangig im Gehirn und an den Nervenzellen aktiv. Hier soll es eine beruhigende Wirkung entfalten und beispielsweise Stress entgegenwirken. CB2 ist hingegen eine wichtige Komponente des Immunsystems. Seine Aufgabe besteht darin, die Gesundheit eines Menschen aktiv zu unterstützen. Das bedeutet einerseits, dass Krankheiten vorgebeugt werden soll und dass bestehende Leiden nach Möglichkeit eliminiert oder zumindest verkleinert werden.

Der Körper eines Menschen verfügt über ein komplettes Endocannabinoidsystem. Dieses ist mit allen Körperregionen und den einzelnen Organen verbunden. Grundsätzlich ist es somit möglich, dass das CBD überall im Körper ankommt und dort Reaktionen auslöst. Dieses System ist eine Art übergeordnete Kontrollinstanz der Organismus. Es zielt darauf ab, die einzelnen Körperregionen und ihre jeweiligen Systeme zu unterstützen und die Homöostase aufrechtzuerhalten.

Wie schnell wirkt CBD?

Es gibt eine beachtliche Zahl an CBD-Präparaten. Diese werden vom Körper unterschiedlich schnell aufgenommen und führen daher mit jeweils eigenem Tempo zu bestimmten Reaktionen. Das sogenannte CBD-Öl ist populär und kommt in vielen Anwendungsgebieten zum Einsatz. Das liegt daran, dass dieses Mittel in Teilen von der Mundschleimhaut aufgenommen wird. Es gelangt somit schnell in den Blutkreislauf eines Menschen und wird in Rekordzeit zu unterschiedlichen Organen und Körperregionen geführt. Die gewünschten Effekte treten folglich schnell ein.

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CBD-Kapseln müssen hingegen den Weg durch den Magen und die Leber machen, bevor sie ihrer Arbeit nachgehen können. Sie bringen aber den Vorteil mit, dass sie gut verträglich und daher für eine große Zielgruppe geeignet sind. Nicht zuletzt gibt es CBD als Nahrungsergänzungsmittel. Als solche wird der Wirkstoff mit den Mahlzeiten aufgenommen und genau wie diese verarbeitet und verdaut. Der medizinische Aspekt steht hierbei aber nicht im Mittelpunkt.

In diesen Bereichen ist der Einsatz von CBD sinnvoll

CBD wird nachgesagt, viele positive Auswirkungen auf den menschlichen Organismus zu haben. Da die Forschung zu Cannabidiol vergleichsweise jung ist, basieren solche Aussagen vorrangig auf Erfahrungswerten. Erst nach und nach holt die Wissenschaft auf und kann einige der Erfahrungswerte in objektiv überprüfbaren Untersuchungen bestätigen. Unter anderem gilt CBD als entzündungshemmend. Es wird daher eingesetzt, um Einfluss auf die Schmerzwahrnehmung zu nehmen und neurologische Prozesse zu unterstützen. Gerade Patienten, die unter chronischen Schmerzen leiden, berichten von den positiven Auswirkungen von CBD. Außerdem kommt es bei der Behandlung von Tumorzellen zum Einsatz.

Des Weiteren arbeitet CBD im Gehirn und soll hier Einfluss auf die Stimmung haben. Auf diese Weise werden kognitive Prozesse angeregt oder unterstützt und Menschen fühlen sich leistungsstärker. Hinzu kommt, dass CBD mit dem Immunsystem interagiert, was zu einer Regulation der Körpertemperatur führen kann. Außerdem wird davon berichtet, wie sich CBD auf den Appetit auswirkt, die Fruchtbarkeit steigert und den Schlaf-Wach-Rhythmus beeinflusst. Die Forschung hat noch eine Menge Arbeit vor sich, wenn sie all diese Erfahrungswerte wissenschaftlich überprüfen möchte.

CBD wirkt nicht berauschend

Cannabidiol ist ein Bestandteil der Hanfplanze und daher mit dem THC verwandt. Deswegen kommt es immer wieder zu Verwechselungen und Vorurteilen dem CBD gegenüber. Im Unterschied zu THC hat CBD keine berauschende Wirkung. Diese ist es aber, die als Grund für eine ausbleibende Legalisierung herangezogen wird. CBD-Produkte sind daher grundsätzlich legal und können als Nahrungsergänzungsmittel ebenso eingesetzt werden wie als medizinische Präparate. Eine Gefahr der Abhängigkeit besteht nicht und die von vielen genannten Wirkungsweisen erfolgen denkbar schonend.

Die CBD-Forschung geht weiter

Die CBD-Forschung hat in den vergangenen Jahren viele gute Dienste geleistet und nützliche Erkenntnisse zur Wirk- und Funktionsweise von CBD gesammelt. Bisher konnte aber nur ein Bruchteil der relevanten Fragestellungen in Bezug auf das CBD beantwortet werden. Deswegen laufen aktuell noch viele Studien und Untersuchungen, die einen Beitrag zur Erforschung des Cannabinoids leisten wollen. Die Hoffnung besteht darin, CBD in möglichst vielen medizinischen und gesundheitsspezifischen Umfeldern einzusetzen und Menschen somit einen reduzierten Leidensdruck und mehr Lebensqualität zu ermöglichen. Bis es soweit ist, müssen aber noch viele Untersuchungen mit CBD durchgeführt werden.

Fazit

CBD ist ein ausgesprochen natürlicher Wirkstoff, der im menschlichen Organismus viele Reaktionen auslöst. Das liegt daran, dass der Mensch über ein eigenes Endocannabinoidsystem verfügt, bei dem die CBD-Varianten an unterschiedlichen Rezeptoren andocken können. CBD wird eine große Funktionsvielfalt zugesprochen, weswegen der Stoff Untersuchungsgegenstand einer großen Zahl von Studien ist. Diese haben bereits einige kostbare Informationen zum CBD erbracht und gezeigt, dass der Wirkstoff in ganz unterschiedlichen Einsatzgebieten genutzt werden kann. Die Verwendung von CBD ist hierbei im Unterschied zu THC legal, da es keine berauschende Wirkung hat. Noch ist aber einiges an Forschungsarbeit zu leisten, bevor die Geheimnisse und Möglichkeiten von CBD vollkommen entschlüsselt und bekannt sind.

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