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Wie sich Füße im Laufe des Lebens verändern

Podiatrie

Füße eines Kleinkindes
© pixabay.com, Oleg4m

Unsere Füße spielen im wortwörtlichen Sinne eine tragende Rolle in unserem Leben. Sie bringen uns zuverlässig ans Ziel und halten dauerhaft Belastungen aus. Und mit der Zeit durchlaufen Füße auch eine enorme Entwicklung: Sie wachsen von kleinen, weichen Babyfüßen zu den belastbaren Füßen eines Erwachsenen heran.

Sogar im hohen Alter wachsen Füße noch weiter. Damit sich die Füße jedoch gesund entwickeln und es nicht zu negativen Veränderungen kommt, muss man darauf achten, die eigenen Füße auch richtig und pfleglich zu behandeln.

Baby- und Kinderfüße

Die Füße von Kleinkindern stellen für die meisten Erwachsenen einen Quell der Freude dar. Sie sind klein, weich und bezaubern durch ihre Niedlichkeit. Das Geheimnis der zarten Babyfüße: Da sie noch kein Körpergewicht tragen, hat sich auch noch keine Hornhaut gebildet. Zudem müssen sich die Fußknochen noch entwickeln, um das typische Fußgewölbe zu bilden.

Das Wachstum von Kinderfüßen ist in den ersten Jahren bemerkenswert: Um bis zu drei Schuhgrößen wachsen die Füße von Kleinkindern in einem Jahr. Und von der gesunden Entwicklung des Fußes hängt auch die muskuläre Entwicklung des restlichen Bewegungsapparates ab. Durch Krabbeln, Rollen und erste Gehversuche werden Muskeln und Gelenke Stück für Stück gestärkt. Innerhalb des ersten Jahres können Kleinkinder schließlich ihr gesamtes Körpergewicht auf den Füßen tragen.

Erwachsenenfüße

Bis die Füße komplett ausgewachsen sind, dauert es viele Jahre und zig Tausende Schritte. Dass die Entwicklung Zeit braucht, darf aber nicht überraschen, schließlich sind Füße ein wahres Wunderwerk der Anatomie. In ihnen treffen unzählige Nervenenden zusammen – mehr als in unserem Gesicht. Ein Fuß besteht aus knapp 30 verschiedenen Knochen, 30 Gelenken, 60 Muskeln und über 300 Bändern und Sehnen. Im Zusammenspiel ermöglichen sie uns zu stehen, zu gehen und zu laufen.

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Doch Füße entwickeln sich nicht nur über Jahre, sie verändern sich auch im Laufe eines Tages: Durch Faktoren wie Hitze und Bewegungsmangel schwellen sie an und werden breiter. Im Alter können sich Füße auch dauerhaft verbreitern. Das hängt damit zusammen, dass die Muskeln, Knochen und Sehnen sich durch die jahrelange Belastung verändern. Das Phänomen kleiner werdender Füße tritt vor allem dann auf, wenn jemand besonders viel Fettgewebe verliert – das macht sich auch an den Füßen bemerkbar.

Wenn wir unsere Füße falsch behandeln

Wir verlangen unseren Füßen viel ab: Gehen, Stehen, Tanzen, Springen, Balancieren. Einen Großteil ihrer Zeit verbringen sie in Schuhen oder Socken – dabei ist Barfußgehen überaus gesund. Insbesondere das Tragen falscher bzw. nicht passender Schuhe stellt ein großes Risiko für Füße dar. Eltern sollten daher genau darauf achten, dass ihre Kinder in gut sitzenden Schuhen unterwegs sind. Denn viele jüngere Kinder sagen ihre Eltern nicht, wenn der Schuh drückt oder scheuert. Auch Tests wie eine Daumenprobe geben keine eindeutigen Ergebnisse in Sachen Passform. Trägt man jedoch bereits schon im Kindesalter dauerhaft die falschen Schuhe, kann das zu Gelenkproblemen führen.

Im Erwachsenenalter setzt sich diese Problematik fort. Vor allem Frauen sind, da sie vergleichsweise häufig hohe Absätze und zu enge Schuhe tragen, einem erhöhten Risiko ausgesetzt, Fehlstellungen zu entwickeln – die häufigste davon ist der sogenannte Hallux valgus. Doch auch andere Fehlentwicklungen wie Senk-, Knick- oder Plattfüße sind alles andere als selten. Bei all diesen anatomischen Veränderungen verschieben sich die Fußknochen aus ihrer natürlichen Position. Das Resultat sind Schmerzen beim Gehen, die bis in den Rücken strahlen können.

Doch um das Risiko solcher Fehlentwicklungen zu senken oder bestehende Schäden zu therapieren, können wir einiges tun: Regelmäßiges Barfußlaufen und Gymnastikübungen helfen, die Füße zu stärken. Und mehr Achtsamkeit beim Schuhkauf senkt das Risiko, den Füßen durch falsches Schuhwerk zu schaden.

Den Füßen etwas Gutes tun

Darüber hinaus ist auch die Wirkung einer Fußmassage oder eines wärmenden Bades nicht zu unterschätzen. Generell sollten wir unseren Füßen mehr Aufmerksamkeit widmen und ihnen öfter etwas Gutes tun. Das kann eine Pediküre sein oder ein Spaziergang auf Rasen. Manchmal reicht es auch schon, einfach mal die Füße hochzulegen und nichts zu tun.

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