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Computerspiele

Wie Online-Gaming unser Gehirn beeinflusst

Online-Gaming-Konsole
Online-Gaming © pixabay.com, fridarika

Welche Reaktion läuft bei einem Gewinn ab?

Glückshormone, Glückshormone, Glückshormone. Sie überfluten den Körper nach einem Gewinn und sorgen natürlich dafür, dass sich ein Gewinner so richtig gut und stolz fühlt. Allerdings ist nicht allein der Gewinn maßgeblich für ein gutes Gefühl oder andere Regungen, auch der Weg dorthin führt zu allerlei Prozessen im Hirn:

  • Adrenalin – das ist ein Stresshormon, welches den Menschen eigentlich im Gefahrenfall unterstützen soll, dem Raubtier zu entkommen. Adrenalin setzt sowohl Schmerzreize herab, als dass es auch kurzzeitig die Kraft erhöht. Gleichzeitig macht es wach. Spieler kennen es: Wird es richtig spannend, nehmen sie auch das kleinste Detail im Spiel wahr und reagieren blitzschnell. Dieser Faktor kommt natürlich weniger beim Glücksspiel als bei diversen Computer- oder Konsolenspielen zum Tragen.
  • Dopamin – es wirkt, in Kombination mit anderen Hormonen, als Glücklichmacher. In der Tat wird es als Glückshormon bezeichnet und dient in unserem Hirn als Belohnung. Gerade bei einem Gewinn wird es ausgeschüttet. Nicht unbedingt wegen des Gewinns, sondern als Belohnung, eine Leistung erbracht zu haben. Die Folge ist eine leichte Erregung. Das Problem ist, dass sich unser Körper daran gewöhnt und diesen Belohnungseffekt immer wieder haben möchte. Das ist so ähnlich, als wenn stets nach der Hausarbeit zur Belohnung ein Stück Schokolade gegessen oder ein Glas Bier getrunken wird. Aus dem Stück wird ein Riegel, aus dem Riegel zwei und schließlich eine Tafel. Das Glas wird zu zweien und zur Flasche. Um das gute Gefühl nach einem Gewinn aufrechtzuerhalten, ist ein weiterer Gewinn notwendig – wer gefährdet ist oder sonst kaum Dopamin ausschüttet, kann in die Spielsucht geraten. Dies muss natürlich nicht geschehen. Um sich den zwischenzeitlichen Kick zu holen, kann schon Sport helfen. Wer die Joggingrunde endlich mühelos schafft, der stößt ebenso viel Dopamin aus.

Hinzu kommen natürlich noch Serotonin oder auch das Noradrenalin. Allgemein gibt es kein Problem, sofern das Spiel – welches auch immer – nicht als Mittelpunkt betrachtet wird.

Online-Gaming verändert sich stetig

Statisch ist das Online-Gaming garantiert nicht. Wer kennt noch eines der ersten weit verbreiteten Browsergames? Moorhuhn legte damals so einige Büros lahm, heute wird es wohl nur noch als Erinnerung an die alten Zeiten gespielt. Die Spiele werden heute immer ausgefallener, schneller und unterhaltsamer. Auch das Online-Glücksspiel läuft den Änderungen nicht hinterher:

  • Angebot – das Angebot vergrößert sich nahezu täglich. Fast alle Spiele, die mal offline in Casinos möglich waren, wurden schon in die virtuelle Welt übertragen.
  • Live-Spiele – gerade beim Roulette können Spieler heute schon von der Couch aus live mitspielen. Via Livestreams, echten Tischen und echten Casinos kann auch jemand, der sich gerade auf dem Sofa in der Lüneburger Heide befindet, in Las Vegas spielen. Darüber hinaus ist es auch möglich, erst einmal ohne Geld zu beginnen. Ein Fun Casino wie Mr. Green ist hier ein gutes Beispiel für eine rundum gelungene Lösung.
  • VR – einige VR-Spiele gibt es schon im gewöhnlichen Spielebereich. Doch auch das Casinoleben wird auf die virtuelle Realität zurückgreifen, um den Spielern ein noch besseres Erlebnis zu bieten. Via VR sind Spieler dann wirklich mitten drin am Tisch und nicht nur am Bildschirm mit dabei.

Spätestens, wenn das Onlinespiel mit haptischem Feedback beginnt, dürften sich Spieler mitten im Spiel fühlen. Was ist, wenn die Maus unter den Fingern zuckt, wenn geschossen wird? Wenn das Display wackelt, sobald in Schlachtspielen eine Explosion stattfindet?

Online-Gaming als hilfreiches Hobby?

Grundsätzlich kann sich das Online-Gaming als sehr hilfreich erweisen. Allerdings muss immer das Spiel an sich betrachtet werden. Wer ausschließlich über Stunden hinweg ein einziges Online-Automatengame spielt, der hat keinerlei positive Faktoren. Anders sieht es aus, wenn Geschicklichkeitsspiele, Strategiespiele, Wissensspiele und auch Reaktionsspiele miteinander kombiniert werden. Nun stört auch das Glücksspiel nicht, denn es bietet dem Hirn eine weitere Abwechslung. Aber warum kann sich Spielen als sinnvoll erweisen? Ein Überblick:

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  • Geschicklichkeitsspiele – sie können mitunter das räumliche Sehen schärfen. Ein gutes Beispiel ist Tetris, aber auch alle Spiele, bei denen farbige Steine dem Farbwürfelprinzip nach zusammengeführt werden müssen. Die Bewegung der Spielelemente fordert das Hirn, denn es muss sich auf Farbe, Position, Bewegung, Aufbau und Segmente konzentrieren. Gleichzeitig muss es die Hände so steuern, dass die Steine korrekt zusammengefügt werden.
  • Strategiespiele – sie können das Verhältnis von Situationen, Positionen, Gegebenheiten und Wahrscheinlichkeiten schulen. Kinder machen das teilweise schon auf ihren Straßen-Spielteppichen. Sie lernen, dass ein Haus, welches sie auf der Straße platzieren, den Straßenverkehr behindert. Auch das ist eine Strategie. Wer beim Online-Gaming ganze Städte, Farmen oder auch Königreiche entstehen lässt und diese führt, dabei auch noch auf Nachschub und Material achten muss, der schult seinen Blick für Strategien. Schlachten vervollkommnen die Erfahrung.
  • Wissensspiele – sie sind bestens für zwischendurch geeignet. Ob es nun der Wortguru ist, bei dem aus einzelnen Buchstaben Wörter gelegt werden müssen, ob es echte Quizzes sind oder auch Quizduelle mit anderen Spielern – dümmer machen sie die Gamer in der Regel nicht. Denn meistens bleibt doch etwas hängen.

Nur darf das Gaming nicht übertrieben werden. Sicher setzen einige Altenheime mittlerweile Games gegen Demenz ein, doch wer ausschließlich vor dem Computer oder der Konsole sitzt, der wird einen körperlichen Verfall erleiden. Ein körperlicher Ausgleich ist immer notwendig.

Fazit – ein Zuviel ist immer Gift

Das Onlinespiel allein ist positiv. Es kann das Gehirn schulen, die Geschicklichkeit, Lernspiele sind wesentlich unterhaltsamer, als die meisten Schulbücher – es darf nur nie zu viel werden. Dreht sich das Denken nur noch ums Spiel, um wieder das Glücksgefühl zu erfahren, ist Vorsicht geboten. Wer allerdings hin und wieder – oder auch jeden Abend – ein wenig zockt, der muss nichts befürchten. Dieser Spieler schult sich, belohnt sich und eventuell knackt er sogar einen Jackpot.

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