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Wasser – Wissenswertes über das kostbare Lebenselixier

So vielfältig ist Trinkwasser

Wassertropfen
© pixabay.com, ronymichaud

Spätestens die beeindruckenden Bilder der „aufgehenden Erde“ der Apollo 8 haben es deutlich gemacht: Wir leben auf einem blauen Planeten. Rund drei Viertel seiner Oberfläche sind von Wasser bedeckt. So ist es kaum verwunderlich, dass alles Leben ursprünglich dem Wasser entstammt – und nach wie vor unbedingt darauf angewiesen ist.

Vor Milliarden Jahren bildeten sich im urzeitlichen Ozean jene ersten organischen Verbindungen, aus denen schließlich alle heute lebenden Organismen hervorgingen. Damals wie heute war Leben ohne Wasser nicht denkbar – so vollziehen sich beispielsweise alle lebenswichtigen Stoffwechselvorgänge des Menschen in einer wässrigen Lösung. Vor diesem Hintergrund mutet ein Fakt ziemlich beeindruckend an: Nur drei Prozent der planetaren Wassermenge ist Süßwasser – und lediglich 0,3 Prozent sind für uns Menschen trinkbar. Umso wichtiger ist es, verantwortungsbewusst mit unseren Trinkwasserreserven umzugehen.

Wofür brauchen wir Wasser?

Jeder Deutsche verbraucht durchschnittlich 130 Liter Wasser täglich. Obwohl der Verbrauch in den letzten Jahren durch effizientere Haushaltsgeräte leicht gesunken ist, liegt er noch bei rund 110 Litern über dem Verbrauch von vor 100 Jahren. Dieser steigende Wasserverbrauch ist zu großen Teilen mit der modernen industrialisierten Produktion verflochten: Große Industriezweige wie die moderne Landwirtschaft, die Textil- oder die Fleischindustrie sind wesentlich am Pro-Kopf-Wasserverbrauch beteiligt. Am wichtigsten ist das Element Wasser jedoch für die gesunde Funktion unseres Körpers: Es regelt die Herzkreislauffunktion, die Wärmeregulierung und die Verdauung, ist wesentlich an allen Stoffwechselvorgängen beteiligt, transportiert Nährstoffe und löst Salze sowie Mineralstoffe.

Im Laufe eines Tages verliert der Mensch etwa zwei bis drei Liter Wasser – durch Atmen, Schwitzen und Ausscheidungen. Dieser Wasserverlust muss über Getränke und Nahrung ausgeglichen werden. Kommt es zu Einschränkungen im Wasserhaushalt, reagiert der menschliche Körper unmittelbar: Tritt ein Flüssigkeitsverlust von rund 0,5 Prozent des eigenen Körpergewichts auf, so wird zunächst ein zunehmendes Durstgefühl spürbar. Bei einem Flüssigkeitsverlust von rund 2 Prozent machen sich deutliche Einschränkungen in der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit bemerkbar. Ein Flüssigkeitsverlust von 10 Prozent des eigenen Körpergewichts geht mit schweren Krankheitserscheinungen einher, während ein Flüssigkeitsdefizit von mehr als 20 Prozent zu Nieren- und Kreislaufversagen führt. Ohne Wasserzufuhr ist der Mensch also nur wenige Tage überlebensfähig. Täglich sollten mindestens 1,5 Liter Wasser aufgenommen werden, bei starker körperlicher Anstrengung oder hohen Temperaturen durchaus mehr.

Was sagt die Wasserqualität aus?

Unser Leitungswasser unterliegt strengen Kontrollen, die eine sehr hohe Wasserqualität gewährleisten. Die sogenannte „Wasserhärte“ beschreibt dabei das spezifische Verhältnis der im Wasser enthaltenen Mineralien und ist davon abhängig, welche Gesteinsschichten das Wasser auf seinem Weg passiert hat. Hartes Wasser weist größere Mengen Kalzium und Magnesium auf. Diese Mineralien können chemische Verbindungen mit anderen Stoffen eingehen und aushärten – so entsteht der typische Kalk, der sich in den wasserführenden Haushaltsgeräten absetzt. Dass Kalk sich genauso in den menschlichen Arterien absetzen und zu Herzkrankheiten führen kann, ist allerdings ein Mythos: Erwachsene Personen können täglich rund 500 Milligramm Kalzium aufnehmen, weiteres Kalzium wird einfach ausgeschieden. Schädlich wirkt sich die Wasserhärte lediglich auf die Langlebigkeit von Haushaltsgeräten aus. Und auch Gläser sollte man mit wirksamen Mitteln gegen Kalk schützen.

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In Flaschen verkauftes Trinkwasser lässt sich nach seiner Herkunft, seiner Zusammensetzung und seinem Geschmack klassifizieren. Mineralwasser stammt direkt aus der Quelle und hat viele Schichten Gesteins passiert. Das Wasser ist dadurch gründlich gefiltert und mit wertvollen Mineralien angereichert. Die unterschiedliche Zusammensetzung dieser Mineralien gibt dem Wasser je nach Region einen einzigartigen Geschmack. Ähnlich wie Mineralwasser wird auch Quellwasser direkt aus der Quelle abgefüllt, muss allerdings keinen Vorgaben zum Mineralgehalt entsprechen und wird nicht mit einer amtlichen Kennzeichnung versehen. Tafelwasser weist die geringste Wassergüte auf – es besteht aus einer Mischung aus Mineralwasser, Quellwasser, Leitungswasser oder Meerwasser in unterschiedlicher Zusammensetzung.

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