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Was sind Antioxidantien?

Humanphysiologie

Symbolbild Hauttyp I
Besonders sensibler Haut machen die zunehmenden Belastungen durch UV-Strahlung und Verschmutzungen zu schaffen. © GettyImages, Staras

Die sogenannten Radikalfänger sind in aller Munde, aber was sind sie eigentlich genau? Und wie wirken sie im menschlichen Körper? Und sind sie wirklich immer gut für den Organismus?

Im menschlichen Körper arbeitet ein fein aufeinander abgestimmtes System aus unterschiedlichen Komponenten, damit der Körper gesund ist. Wer hier mit den einzelnen „Spielern“ clever agiert, kann seine Gesundheit positiv beeinflussen. Allerdings ist hier neben dem sprichwörtlichen Bauchgefühl aus Wissen notwendig, um die korrekten Schlüsse zu ziehen. So zeigt sich eine ungesunde Darmflora in unterschiedlicher Weise. Auch ein Ungleichgewicht von Antioxidantien kann in einem Organismus lange unbemerkt bleiben und zu Schäden sowie Krankheiten führen.

Frische Apfelschnitten
An Apfelschnitzen lässt sich Oxidation gut sichtbar machen. © GettyImages, Rutchapong

Was ist ein Antioxidans?

Es handelt sich bei einem Antioxidans um eine chemische Verbindung. Wie ihr Name bereits verrät, verlangsamt oder verhindert ein Antioxidans die Oxidation einer anderen Substanz. Daher werden sie auch allgemein als Radikalfänger bezeichnet. Diese Wirkung entwickeln sie nicht nur in Organismen, sondern ebenso in Produkten. In der Produktion unterschiedlicher Waren von Medikamenten, Lebensmitteln bis hin zu Kosmetikprodukten werden Antioxidantien eingesetzt, um den Abbau von Molekülen zu verzögern. Hierbei kann es um die Wirkung, den Geschmack oder eine physikalische Komponente gehen.

Bei einem aufgeschnittenen Apfel lässt sich die Oxidation gut beobachten. Im Verlauf weniger Stunden verfärben sich die einzelnen Stücke des Apfels braun. Wer als Vergleich ein Apfelstück mit etwas Zitronensaft bestreicht, stellt hier fest: Die Farbe des Apfelstücks bleibt. Das im Zitronensaft enthaltene Vitamin C verhindert die Oxidation.

Natürliche Antioxidantien

Antioxidantien sind keine Erfindung aus einem menschlichen Labor. Sie kommen in lebendigen Organismen vor. Es gibt hier sowohl antioxidativ wirkende Proteine wie auch antioxidative Enzyme. Die Enzyme benötigen für ihre Wirksamkeit Spurenelemente. Im menschlichen Organismus sind die folgenden Stoffe besonders wirksam:

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  • Provitamin A – Betacarotin
  • Vitamin C – Ascorbinsäure
  • Vitamin E – Tocopherol

Allerdings können diese Stoffe nicht bedarfsdeckend im Körper hergestellt werden. Wodurch das Zuführen von synthetisch hergestellten Antioxidantien notwendig wird wie mit den OPC Kapseln von vitaminexpress.org mit kraftvollen Antioxidantien.

Was sind freie Radikale?

Bei den sogenannten freien Radikalen handelt es sich um hochreaktive Sauerstoffverbindungen. Sie werden teilweise als Reaktion im Körper gebildet, sowie sie durch äußere Einflüsse hervorgerufen werden können. Äußere Einflüsse sind hier beispielsweise Umweltgifte, die UV-Strahlung oder auch Zigarettenrauch. Sowohl durch die steigende UV-Strahlung als auch durch die höhere Belastung durch Schadstoffe nimmt die Belastung für Organismen durch freie Radikale zu.

Die Menge macht den Unterschied

Eine geringe Menge der freien Radikalen oder reaktiven Sauerstoffspezien (abgekürzt ROS) werden in Organismen benötigt. Sie dienen einer Verbesserung der Stressabwehr, der allgemeinen Gesundheit und dem Steigern die Lebenserwartungen. Kommen zu viele ROS im Organismus vor, wandelt sich ihre positive in eine negative Wirkung. Sie führen zum vorzeitigen Altern und fördern Krankheiten. Antioxidantien können die ROS in Organismen ausschalten und für ein gesundes Gleichgewicht sorgen. Allerdings ist dieses Gleichgewicht für die positive Wirkung auch bei den Antioxidantien im Körper wichtig, denn auch bei ihnen ändert sich die Wirkweise bei einem zu hohen Vorkommen in einem Organismus.

Wie wirken zu viele freie Radikale?

Die Experten sprechen hier von „oxidativem Stress“. Dieser lässt nicht nur die Haut schneller altern, sondern soll ebenso Krankheiten wie beispielsweise Herz-Kreislauferkrankungen, Arteriosklerose, Arthritis und unterschiedliche Krebsarten mitverursachen oder zumindest begünstigen.

Radikalfänger, Reduktionsmittel und Antioxidations-Synergisten

Bei den unterschiedlichen Antioxidantien gibt es verschiedene Wirkmechanismen. Die bekannteste Wirkung ist die der Radikalfänger. Bei jeder Oxidation laufen unterschiedliche Radikalübertragungen in einer Kettenreaktion ab. Dabei bilden bestimmte Antioxidantien mit Radikalen sogenannte stabile Radikale und unterbrechen damit die Reaktion. Sie hängen sich also an die freien Radikalen und blockieren sie hierdurch. Radikalfänger werden häufig in fetthaltigen Stoffen eingesetzt, da sie hier eine hohe Wirksamkeit haben.

Bei Antioxidantien als Reduktionsmittel handelt es sich um Mittel, die sehr schnell reagieren. So schützt ihre rasche Oxidation den zu schützenden Stoff vor der Oxidation. Sie werden bevorzugt in wasserbasierten Mitteln eingesetzt.

Antioxidations-Synergisten sind Stoffe, die Antioxidantien sprichwörtlich recyclen. Sie sorgen dafür, dass Antioxidantien erneut oder verstärkt wirken. Sie lassen sich sowohl bei Radikalfängern als auch bei Reduktionsmitteln unterstützend einsetzen.

Symbolbild Gemüse
Eine Ernährung mit viel Obst und Gemüse ist eine gute Basis für ausreichend Antioxidantien. Ob es ausreicht, sollte jedoch gerade im Fall von gesundheitlichen Problemen durch einen Arzt abgeklärt werden. © thinkstock.com, gerenme

Antioxidantien in Obst und Gemüse

In vielen Obst und Gemüsen sind natürliche Antioxidantien enthalten. Eine ausgewogene Ernährung mit vielen Antioxidantien soll so förderlich für die Gesundheit sein.

  • Vitamin C findet sich in unterschiedlichen Mengen in frischem Obst und Gemüse. Galten lange die Zitrusfrüchte als beste Vitamin-C-Lieferanten, zeigen Studien jetzt, dass die Paprika mehr Vitamin C enthält.
  • Vitamin E finden sich in Pflanzenölen wie Raps-, Oliven- oder Sonnenblumenöl.
  • Carotinoide befinden sich neben Obst und Gemüse auch in Eiern.
  • Polyphenolische Antioxidantien sind in Granatapfel, Kaffee, Kakao, Obst, Olivenöl, Oregano, Rotwein, Sojaprodukte, Tee und Zimt enthalten.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung fordert weitere wissenschaftliche Untersuchungen, um eindeutige Empfehlungen für die notwendige Menge an Antioxidantien benennen zu können.

Synthetische Antioxidantien

Durch den breiten Nutzen der Antioxidantien wurde in den letzten Jahren viel geforscht und bestimmte synthetische Antioxidantien geschaffen, die einige Eigenschaften von natürlichen Antioxidantien für einen speziellen Nutzen verbessern.

Antioxidantien sind Netzwerker

Der menschliche Körper hat ein sehr gut ausgebautes Schutzsystem entwickelt. Die Antioxidantien agieren in einem sogenannten antioxidativen Netzwerk. Sie bilden ein Wirksystem, dass die freien Radikalen möglichst effektiv bekämpft. Diese unterschiedlichen Netzwerke im Körper und sinnvollen Wechselwirkungen werden zunehmend zum Gegenstand der Forschung. So zeigte sich beispielsweise, dass das Adenovirus Krebszellen verändert und hiermit den Körper im Kampf gegen die Tumorzellen unterstützt.

Auge auf die Gesundheit richten

Um ein langes und gesundes Leben zu führen, ist es wichtig, die Signale des Körpers ernst zu nehmen. Durch Beratung eines Arztes, eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und mit sinnvollen Ergänzungsmitteln lässt sich ein guter und gesunder Zustand des Körpers erhalten oder wieder herstellen. Wichtig ist hier: Den eigenen Körper beobachten und das eigene Bauchgefühl unterfüttert von Wissen stärken.

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