Wahrscheinlichkeiten beim Roulette – Gibt es 2018 neue Strategieansätze? - scinexx | Das Wissensmagazin
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Spielstrategien

Wahrscheinlichkeiten beim Roulette – Gibt es 2018 neue Strategieansätze?

Roulette ist in Bezug auf die Gewinnmöglichkeiten recht vielseitig - doch wie lassen sich die Gewinnwahrscheinlichkeiten beeinflussen? © pixabay.com, TheAndrasBarta (CC0)

Einfach nach Feierabend ein paar Runden am Roulettetisch drehen – für eine wachsende Zahl von Casinofans eine willkommene Abwechslung zum Stress im Büro. Mit einem Tipp auf die richtige Zahl lässt sich durchaus ein stattlicher Gewinn erzielen. Wo Roulette am besten spielen? Der Gedanke geht meist sofort in Richtung Spielbank. Letztere bieten Casinofans zwar eine breite Palette unterschiedlicher Spielmöglichkeiten. Allerdings hat die Spielbank auch einige Nachteile. Punkt 1 – Der Dresscode: Es müssen nicht gleich Frack und Zylinder sein. Ein gepflegtes Auftreten erwartet das Casino trotzdem. Punkt 2 – Die Öffnungszeiten: In Deutschland gelten strikte Regelungen, wie an den Saarland Spielbanken ersichtlich, für die Öffnungszeiten der Spielbanken.

Und es kommt ein weiteres Hindernis dazu. Spielbanken gibt es nicht überall. Online Casinos haben in den letzten Jahren diese Lücke geschlossen. Hier sind Dresscode und Schließzeiten kein Thema. Zudem sind die Angebote der Spielbanken für Interessenten – dank Smartphone oder Tablet – von überall aus zu erreichen. Roulette gehört heute zu den Standardspielangeboten in den Internetcasinos. Wie sieht es mit der Gewinnwahrscheinlichkeit aus? Lässt sich dieser vielleicht auf die Sprünge helfen?

Roulette – die Regeln

Roulette ist ein klassisches Casino- und Glücksspiel. Wie das Spiel genau entstanden ist, lässt sich heute nicht mehr mit 100-prozentiger Sicherheit sagen. Allerdings gilt als wahrscheinlich, dass die Ursprünge des Spiels in Italien liegen. Im 18. Jahrhundert kam es schließlich nach Frankreich und verbreitete sich relativ schnell. Bereits damals gab es Bemühungen, das Spiel zu verbieten. Diese blieben – wie spätere Versuche – allerdings erfolglos. Selbst heute stoßen Regelungen wie der Glücksspielstaatsvertrag an Grenzen.

Im Lauf der Zeit haben sich zwei wesentliche Spielprinzipien entwickelt – auf der einen Seite das französische Roulette und auf der anderen Seite die amerikanische Variante. Auf den ersten Blick sind sich beide Formen des Roulettes sehr ähnlich. Wo tauchen erste Unterschiede auf?

Das französische Roulette

Französisches Roulette ist der Klassiker und wird normalerweise an Tischen mit zwei Feldern (Tableaus) gespielt. Der Kessel ist in der Mitte des Doppeltischs angebracht. Online ist dieser Tischaufbau unerheblich, es kommt auf das Tableau an. Beim französischen Roulette ist das Einsatzfeld so angebracht, dass die Felder für Nebeneinsätze (Farbe, Gerade/Ungerade usw.) rechts und links des Zahlenfelds angeordnet sind.

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Gespielt werden im französischen Roulette im Regelfall Kessel mit der einfachen 0 – also 37 Zahlen. Auf dem Einsatzfeld sind die Zahlen von 1 bis 36 in jeweils wechselnder Farbe von recht nach links aufsteigend angebracht.

Gespielt wird Roulette, in dem Croupier alle Mitspieler auffordert, die Einsätze zu machen. Diese müssen zwischen den Tischlimits liegen. Die Kugel wird immer entgegen der Drehrichtung des Kessels eingeworfen. Das berühmte Rien ne va plus (No more bets) beendet die Setzrunde.

Die Gewinnmöglichkeiten im Roulette:

  • Farbe, Gerade/Ungerade und Hoch/Niedrig jeweils 1:1
  • Kolonne und Dutzend jeweils 2:1
  • Transversale simple (Sechserlinie) jeweils 5:1
  • Carré und Les quatre premiers (First four) jeweils 8:1
  • Straße und Drilling jeweils 11:1
  • Split jeweils 17:1
  • Zahl jeweils 35:1

Das amerikanische Roulette

Im Gegensatz zur französischen Variante wird das amerikanische Roulette mit einem Tableau gespielt, welches die Felder für die Nebeneinsätze auf einer Seite anordnet. Darüber hinaus gilt hier eine Besonderheit: In den USA wird das amerikanische Roulette mit einer Doppelnull gespielt, während Casinos in Europa hierauf verzichten. Aufgrund der doppelten Null hat die Bank bei dieser Variante einen größeren Vorteil. Im Onlinebereich gibt es verschiedene Varianten von Roulette und viele weitere Infos, so dass Spieler am Ende die Wahl haben.

Bekannte Strategien

Roulette ist ein Spiel, welches (zumindest ohne den Einsatz technischer Hilfsmittel) allein auf der Wahrscheinlichkeitsrechnung basiert. Letztlich entscheidet der Zufall, welche Zahlen in einer Ergebnisreihe fallen – und alle sollten gleichverteilt sein. Trotzdem haben über die Jahrhunderte Spieler immer wieder versucht, Spielsysteme zu entwickeln, mit denen Roulette profitabel gespielt werden kann. Wie sehen solche Systeme aus?

Das Martingalesystem

Martingale ist eines der klassischen Progressionssysteme. Gespielt wird hier folgendermaßen: Der Spieler macht seinen Einsatz – eine Einheit – und gewinnt über die einfache Chance. Anschließend wird wieder eine Einheit gesetzt. Diesmal geht diese verloren. Der Spieler setzt anschließend zwei Einheiten – und verliert wieder. Dann werden vier Einheiten gesetzt und verloren. In der nächsten Runde liegen acht Einheiten auf dem Tisch – der Gewinn beträgt 16 Einheiten. Aber: Der Spieler hat 15 Einheiten gesetzt, damit also nur eine Einheit gewonnen.

Das Parolispiel

Paroli ist eine – wie das Martingale – alte Spielstrategie. Gesetzt wird auch hier auf eine Progression. Allerdings fokussiert sich der Spieler diesmal nicht auf den Verlust, sondern erhöht nach jedem Gewinn seinen Einsatz. Heißt: Mit einer Einheit wird das Roulette begonnen. Anschließend spielt der Spieler 2 Einheiten (er lässt Einsatz und Gewinn einfach stehen). Bei einem Verlust wird wieder mit einer Einheit begonnen.

Neuere Strategien fürs Roulette

Spielsysteme wie Paroli oder Martingale sollten eigentlich erfolgreich sein, da hier immer auf die einfache Chance gesetzt wird. Allerdings lässt dies außer Acht, dass die 0 weder eine Farbe hat noch als gerade oder ungerade gilt. Die Bank hat letztlich immer einen Vorteil. Zwar sind Spieler immer wieder versucht, neue Spielsysteme zu entwickeln. In der Praxis ist es allerdings unmöglich, die Bank auszuhebeln und den Erwartungswert zugunsten der Spieler zu verändern. Strategien wie Kartenzählen funktionieren beim Roulette per se nicht. Aber: Im Rahmen der „kleinen Zahlen“ fallen mitunter Häufungen auf, die sich erfahrene Spieler zunutze machen.

Bestimmte Systeme können zumindest die Verluste eindämmen - eine Art Moneymanagement fürs Glücksspiel. © pixabay.com, GregMontani (CC0)

Fazit: Spieler können Roulettewahrscheinlichkeit nicht beeinflussen

Roulette ist für viele der Inbegriff der Casinokultur. Neben Blackjack immer wieder gern gespielt, hofft jeder auf einen großen Gewinn. In der Praxis lässt sich dies allerdings nicht mit Tricks oder Ähnlichem realisieren. Anders als beim Blackjack, wo perfektes Spielen den Bankvorteil beeinflussen kann, haben Spieler beim Roulette keine Einflussmöglichkeit. Letztlich ist hier der Vorteil für die Bank immer ein Aspekt, mit dem Casinofans werden leben müssen. Und der Bankvorteil ist ein Grund, warum Spielssysteme Schwachstellen haben.

(Der Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Autor Daniel Theiss., 20.04.2018 – )

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