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Vorsorgeuntersuchungen für den Mann

Gesundheitsvorsorge

Vorsorgeuntersuchungen konzentrieren sich auf Krankheiten, die gut zu behandeln sind, wenn sie frühzeitig erkannt werden. © thinkstock.com, megaflopp

Vorsorgen ist besser als heilen: Ein wesentlicher Grund, weshalb es für Erwachsene verschiedene Früherkennungsuntersuchungen gibt. Zahlreiche Krankheiten sind heilbar, sofern sie zeitig identifiziert werden. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um eine Krebs-, Herz-Kreislauf- oder Nierenerkrankung handelt, denn Vorsorgeuntersuchungen bei Mann und Frau können Leben retten. Erfahren Sie hier, welche Untersuchungen zur Gesundheitsvorsorge beim Mann in welchem Alter empfohlen werden.

Früherkennung- und Vorsorgeuntersuchungen beim Mann

Durch Vorsorgeuntersuchungen ist es möglich, ernste Erkrankungen schon frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Das erhöht die Heilungschancen oder gibt den Patienten – sofern keine Erkrankung festzustellen ist – die Sicherheit, dass sie gesund sind.

Die Kosten für eine Früherkennungsuntersuchung werden in der Regel von der Krankenkasse übernommen. Doch hierbei gibt es einige Unterschiede: Nicht jede Kasse übernimmt die Aufwendungen für alle zur Verfügung stehenden Vorsorgeuntersuchungen. Wer sich für die Gesundheitsvorsorge interessiert, muss außerdem wissen, dass die jeweiligen Untersuchungen an bestimmte Altersklassen und Risikogruppen geknüpft sind.

Daher ist es sinnvoll, vor dem Aufstellen eines individuellen Vorsorgeplans mit der eigenen Krankenkasse in Kontakt zu treten und die persönlichen Möglichkeiten auszuloten. Wie oft werden welche Untersuchungen bezahlt? Gibt es eine Arztbindung? Muss ein eigener Anteil getragen werden? Solche Fragen sollten vorab geklärt werden, um Missverständnisse zu vermeiden. Doch welche Vorsorgeuntersuchungen gibt es eigentlich für den Mann?

Die urologische Vorsorge beim Mann

Ist von Gesundheitsvorsorge für Männer die Rede, wird häufig von der urologischen Krebsvorsorge gesprochen. Viele Krankenkassen empfehlen, die Tastuntersuchung der Prostata und der Hoden ab einem Alter von 45 Jahren regelmäßig durchführen zu lassen. Neben der Inspektion und dem Abtasten, klärt der untersuchende Arzt in einem Vorsorgegespräch zudem ab, ob das Krebsrisiko durch den Lebensstil oder Krankheitsfälle in der Familie erhöht ist. Erfahren Sie hier mehr über den Ablauf der Prostata-Vorsorge!

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Jedoch ist die Untersuchung bei Weitem nicht die einzige urologische Vorsorgeuntersuchung, die für Männer existiert. Oftmals übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen auch die Kosten für eine Früherkennungsuntersuchung der äußeren Genitalien. Ein solcher Check-up ist insbesondere für junge Männer von Relevanz. Denn mit mehr als 52.000 Neuerkrankungen ist Hodenkrebs die weltweit häufigste Krebsform bei Männern im Alter von 18 bis 45 Jahren.

Hautkrebs, Gesundheitscheck und Darmkrebsvorsorge

Die Gesundheitsvorsorge beim Mann umfasst außerdem die Hautkrebsfrüherkennung, die viele Krankenkassen ab einem Alter von 18 Jahren sogar einmal jährlich übernehmen. Die Früherkennungsuntersuchung wird von einem Dermatologen durchgeführt, der auffällige Hautverfärbungen sprichwörtlich unter die Lupe nimmt und mit einem Vergrößerungsglas inspiziert. Da vor allem bei der Hautkrebsvorsorge eigene Beobachtungen extrem wichtig sind, ist es sinnvoll, auffällige Hautveränderungen im Blick zu behalten und dem untersuchenden Arzt davon zu berichten.

Ab Mitte 30 können Männer entweder jährlich oder im Abstand von zwei Jahren einen allumfassenden Gesundheitscheck wahrnehmen. Der Hausarzt untersucht dabei in der Regel Blutdruck, Cholesterin, Blutzucker und Urin. Ziel ist es, durch die Vorsorgeuntersuchung erhöhte Werte und Risikofaktoren zu erkennen. Zudem lassen sich so Herz-Kreislauf-Krankheiten, Diabetes oder Nierenerkrankungen in einem Frühstadium identifizieren und eindämmen.

Zur Gesundheitsvorsorge beim Mann zählt ebenfalls die Darmkrebsvorsorge. Ab einem Alter von circa 50 Jahren ist das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, bei Männern erhöht. Je nach Krankenkasse weichen die Methoden und die Altersschranken der Darmkrebsfrüherkennung ab. Eine Stuhluntersuchung hilft bei der Klärung, ob sich nicht-sichtbares Blut im Stuhl befindet, was ein erstes Anzeichen von Darmkrebs sein kann. Eine Darmspiegelung – im medizinischen Fachjargon Koloskopie genannt – eröffnet weitere Untersuchungsmöglichkeiten. Häufig übernehmen die Krankenkassen die Kosten für eine präventive Darmspiegelung nur einmalig, was jedoch stets für den Einzelfall abgeklärt werden sollte.

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