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Vorsätze zum neuen Jahr: Wie wir unser Hirn überwinden können

Neujahrsvorsätze

Bildschirm mit dem Schriftzug "Use your brain"
Unser Hirn lässt sich leider nicht so leicht austricksen, damit wir unsere Neujahrsvorsätze einhalten können. © unsplash.com, Jesse Martini

Jedes Jahr passiert im Prinzip immer das Gleiche: Millionen Menschen nehmen sich vor, ihr Leben zum Jahreswechsel hin zu ändern. Die einen möchten mehr Sport treiben, die anderen wollen mit dem Rauchen aufhören. Meist verlaufen diese guten Vorsätze nach wenigen Wochen oder sogar Tagen bereits im Nichts. Schuld daran ist unser Gehirn. Es muss tagtäglich viele neue sowie alte Informationen verarbeiten und kann oft nicht die Willenskraft aufbringen, um die Veränderungen, die wir uns vorgenommen haben durchzuführen. Allerdings gibt es eine Möglichkeit, wie wir unser Hirn überwinden können.

Die Sache mit dem Hirn

Dass wir unsere guten Vorsätze fürs neue Jahr oft nicht einhalten können, liegt meist an mangelnder Willenskraft. Immerhin versuchen wir aus alten Muster und Verhaltensweisen auszubrechen und möglicherweise einen Teil unserer Persönlichkeit zu ändern. Das geht unserem Hirn nicht leicht von der Hand. Es erfordert eine Menge Disziplin.

Die Region im Gehirn, die für unsere Willensstärke verantwortlich ist, liegt im Frontallappen. Genauer gesagt kümmert sich der präfrontale Cortex darum. Der ist jedoch nicht ausschließlich für die Willensstärke zuständig, sondern deckt gleichzeitig noch eine Reihe weiterer Funktionen ab, wie beispielsweise das Kurzzeitgedächtnis, die Konzentrationsfähigkeit und vieles mehr.

Der Bereich ist also ziemlich ausgelastet mit seinen alltäglichen Funktionen. Wird zusätzlich die Willensstärke gefordert, bleibt sie meist aufgrund anderer wichtiger Prozesse im Hirn auf der Strecke. Zudem haben Forscher herausgefunden, dass Zucker eine große Rolle bei der Willenskraft spielt, was manche Veränderungen im Lebensstil zusätzlich erschwert. Allerdings bedeutet das nicht, dass es grundsätzlich ausgeschlossen ist, Vorsätze einzuhalten. Die Willenskraft muss gestärkt werden.

Willenskraft trainieren

Um die eigene Stärke des Willens zu trainieren bietet sich eine Kombination aus verschiedenen Übungen an:

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  • Grenzen langsam überschreiten: Wer seine Willenskraft trainieren will, muss mentale Grenzen überwinden. Das kann sich hin und wieder unangenehm anfühlen. Wer dieses Gefühl aushält, wird belohnt. Allerdings sollten kleine Schritte genügen.
  • Erwartungen niedrig halten: Wer seine Erwartungen niedrig hält, wird weniger enttäuscht sein. Fehler sind da, um daraus zu lernen. Deshalb sollten sie mit einberechnet werden.
  • Nicht zu hart sein mit sich selbst: Es sollte nicht mit Bestrafung gearbeitet werden, falls die Willensstärke doch einmal nicht so mitmacht. Vielmehr gilt es, kleine Erfolge zu feiern.
  • Schlafen und meditieren: Wer ausreichend schläft, ist ausgeruhter. Ist der Körper stärker, kann der Wille stärker sein. Die Meditation führt die Gedanken ins jetzt und trainiert ebenfalls die Disziplin.
  • Wie will ich sein? Um Vorsätze einzuhalten mit einem eisernen Willen, sollte ein ideales Selbstbild konstruiert werden. Ziel ist es möglichst nah ranzukommen, allerdings ohne sich selbst zu verleugnen und zu sehr einzuschränken.

Nicht zu viele Vorsätze auf einmal

Oft kommt es vor, dass sich die Menschen zu Silvester einfach zu viele Vorsätze auf einmal nehmen. Manchmal können verschiedene Wünsche miteinander einhergehen, wie beispielsweise das Abnehmen und das Sport machen. Wird hier beispielsweise mit den passenden Hilfsmitteln gearbeitet, lassen sich beide Ziele gleichzeitig erreichen.

Mit dem Rauchen sieht es andererseits etwas schwieriger aus. Es reicht zumindest am Anfang, wenn sich werdende Nichtraucher zunächst darauf konzentrieren und später weitere Vorsätze dazu nehmen.

Im Rahmen der eigenen Möglichkeiten handeln

Es ist zudem wichtig, dass sich Menschen, die etwas an sich ändern möchten, mit einem Vorsatz nicht zu viel zumuten. Wer noch niemals vorher joggen war, wird nicht innerhalb eines Monats einen Marathon laufen können. Hier gilt es realistisch zu sein. Ein gutes Beispiel ist das Thema Abnehmen.

Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten: Entweder über Sport, Ernährung oder eine Kombination aus beidem.  Dabei lassen sich meist die eigenen Grenzen gut einschätzen. Auf diese Weise lassen sich realistische Ziele setzen. Beispielsweise, dass in einem halben Jahr etwa sechs Kilo weniger auf der Waage angezeigt werden sollen.

Realistische Ziele und ein eigenes Bewusstsein, sind das A und O, wenn es um das Einhalten der Vorsätze und eine konstant starke Willenskraft geht.

Belohnen nicht vergessen

Ein starker Wille möchte belohnt werden. Wie bereits erwähnt, sollten selbst kleinere Erfolge gefeiert werden. Das hält die Motivation aufrecht, weil direkt die Freude auf den nächsten kleinen Teilerfolg aufwartet. Bei der Belohnung selbst werden Glückshormone ausgeschüttet, die einen zusätzlichen Beitrag zur Willensstärke leisten.

Wichtig ist jedoch, dass die Belohnung so ausfällt, dass sie den eigenen Zielen nicht im Weg steht. Ein angehender Nichtraucher sollte sich als nicht mit einer Zigarette honorieren.

Die beliebtesten Vorsätze

Jedes Jahr zu Silvester werden sie gefasst, jedoch meist nicht eingehalten. Dabei wäre es mit der richtigen Herangehensweise gar nicht so schwierig, die eigenen Vorsätze einzuhalten. Die sieben Beliebtesten in Deutschland haben wir hier zusammengefasst. Laut Statista wollten im Jahr 2020

  • 52 Prozent mehr Sport treiben,
  • 47 Prozent weniger Zeit in den sozialen Medien verbringen,
  • 39 Prozent sich gesünder ernähren,
  • 37 Prozent Vegetarier oder Veganer werden,
  • 34 Prozent mit dem Rauchen aufhören,
  • 15 Prozent Gewicht verlieren und
  • weitere 15 Prozent sparsamer leben.

Im Grunde handelt es sich dabei um keine unerreichbaren Ziele. Allerdings wird bei den meisten eine große Willenskraft und Disziplin vorausgesetzt, die es erst mit Hilfe unserer Tipps zu stärken gilt.

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