Von den ersten Würfeln bis zum Casino - das Glücksspiel im Laufe der Zeit - scinexx | Das Wissensmagazin
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Von den ersten Würfeln bis zum Casino – das Glücksspiel im Laufe der Zeit

Glücksspiele

Antiker römisher Würfel im Museum von Vidy
Antiker römischer Spielwürfel © Rama on Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0 fr

Das Glücksspiel hat für viele Menschen einen besonderen Reiz, denn jeder kann sich gut vorstellen, was er mit dem großen Haufen Geld aus einem Jackpot anfangen würde. Das Glück herausfordern und einen Gewinn einstreichen, das war schon in der Antike ein reizvoller Gedanke, weshalb es zu dieser Zeit schon die ersten Glücksspiele gab. Sowohl in Asien als auch in Europa und Afrika spielten die Menschen – meist werden es Männer gewesen sein – miteinander um Geld.

Das erste Glücksspiel war das Würfeln

Man weiß das heute so genau, weil man interessante Funde gemacht hat. Im Gebiet des ehemaligen Mesopotamiens wurden Würfel aus Knochen und Elfenbein gefunden und auf die Zeit 3000 v. Chr. datiert. Doch auch in alten indischen Schriften wird schon vom Würfeln berichtet, dem Glücksspiel, mit dem sozusagen alles begann. In Indien verwendete man die Nüsse des Vibhidaka-Baumes als fünfseitigen Würfel.  Im Orient gab es Würfel mit acht, zwölf, zwanzig oder vierundzwanzig möglichen Positionen. Hier wurden auch Würfel mit Bildern oder Wörtern zum Wahrsagen verwendet. Die heutigen, sechsseitigen Würfel wurden wohl im alten Ägypten erfunden und fanden ihren Weg über das alte Rom bis in den Norden Europas und somit auch zu den Vorfahren der heutigen Deutschen.

Die Germanen waren ganz verrückt nach dem Würfelspiel

Der römische Geschichtsschreiber Tacitus, der in seiner Germania das Wesen der Germanen beschrieb, wusste auch einiges über ihre Leidenschaft für das Spiel zu berichten. Er schrieb:

„Das Würfelspiel betreiben sie sonderbarerweise wie ein ernsthaftes Geschäft, und zwar mit solch blinder Leidenschaft, wenn es um Gewinnen oder Verlieren geht, dass sie, nachdem sie ihr Hab und Gut verloren haben, mit dem letzten entscheidenden Wurfe um ihre Freiheit und ihre Person spielen.“

Auch in der Bibel wird vom Glücksspiel berichtet

Wahrscheinlich kennt jeder die Geschichte aus der Bibel, wie die römischen Soldaten bei der Kreuzigung von Jesus dessen Kleidung unter sich auslosen. Zu Hause hatten die Römer jedoch nicht diese Freiheit, zu spielen wann immer sie wollten. Grundsätzlich war das Glücksspiel in Rom nämlich streng verboten und nur zu den Festtagen des Saturns, den Saturnalien erlaubt. Doch sogar Cäsar selbst scheint es mit diesem Verbot nicht ganz ernst genommen zu haben. Wie könnte es sonst sein, dass er ausgerechnet zu einem wichtigen Ereignis ein Zitat aus der Welt des Glücksspiels verwendete? Alea acta est, die Würfel sind gefallen, das rief er aus, als er den Rubicon überquerte.

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Das Kartenspiel beginnt den Würfeln Konkurrenz zu machen

Im Mittelalter kam ein weiteres Spiel hinzu, das uns heute ganz selbstverständlich erscheint: die Karten. Das Kartenspiel hat seinen Ursprung in Indien, wo es als „Tchaturanga“, einem Spiel mit 100 Blatt gespielt wurde. Über die Kreuzzüge gelangte dieses vielseitig anwendbare Spiel ins Abendland und sorgte für einen regelrechten Hype rund um das Glücksspiel. Im 14. Jahrhunderts wurden überall Karten gespielt: in privaten Häusern, den Tavernen in den Dörfern und in den Palästen der Reichen.

Beim Glücksspiel geht es um eine Menge Geld, ein Geschäft, das sich auch die Politik nicht entgehen lassen wollte. So entstanden im 17. Jahrhundert die ersten staatlichen Lotterien.

Das Roulette wird erfunden

Als drittes Spiel im Bunde tritt nun das Roulette auf den Plan, sodass die beliebtesten Casinospiele jetzt komplett sind. Erfunden wurde das moderne Roulette vom Mathematiker Blaise Pascale, der von der Idee des Perpetuum mobile fasziniert war und eines entwickeln wollte. Das ist, wie wir heute wissen, nicht möglich, doch im Rahmen seiner Experimente entwickelte er das Roulette Rad.

Geliebt und  verboten – das Glücksspiel

Immer wieder wurde das Glücksspiel verboten, in Europa sogar flächendeckend, bis Prinz Charles von Monaco im Casino eine Möglichkeit sah, seine marode Staatskasse aufzubessern. So entstand in seinem Herrschaftsgebiet eine kleine Oase des Spielens, wobei Roulette zu den beliebtesten Attraktionen zählte. Napoleon legalisierte das Glücksspiel in ganz Deutschland, sodass die Casinos nur so aus dem Boden sprossen. Als sich jedoch das Preußische Königsreich ausbreitete, war es mit der Freiheit vorbei. Es gab zunehmend Restriktionen und die Gewinne mussten in den Kur- und Verschönerungs-Fond eingezahlt werden. 1872 wurden Casinos ganz verboten und erst im 3. Reich wieder erlaubt.

Glücksspiel heute

Auch heute ist die Lage rund um das Glücksspiel nicht eindeutig geklärt. Es gibt einen Glücksspielstaatsvertrag, doch manche Bundesländer machen ihre eigenen Regeln. Staatliche Lotterien sind grundsätzlich erlaubt, das Online Casino ist in Deutschland aber eigentlich verboten, denn es kann nur schwer reguliert werden. Allerdings sticht die europäische Dienstleistungsfreiheit die deutschen Verbote hier aus, weshalb viele Anbieter ihre Onlinecasinos von einem europäischen Staat aus betreiben, was ihnen niemand verbieten kann. Onlinecasinos erfreuen sich wachsender Beliebtheit, wobei Spieler heute oft von einem lohnenswerten Bonus profitieren können, wie sie etwa bei casinobonus.co zu finden sind. Das bedeutet, dass sie zu ihrer Einzahlung noch ein großes Extra bekommen, indem der Einsatz etwa vervielfacht wird.

Fazit:

Auch wenn es immer wieder Bestrebungen gab und gibt, das Glücksspiel zu verbieten – möglich ist das nicht. Es begleitet die Menschen schon seit so vielen Jahrtausenden und gehört zur Menschheitsgeschichte einfach dazu. Zudem ist nicht ganz verständlich, warum das Glücksspiel in staatlichen Einrichtungen gut sein soll, außerhalb jedoch eines Verbotes würdig sein soll. Viel Glück!

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