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Verdampfen vs. Rauchen – Die Wissenschaft hinter dem neuen Trend

Tabakwaren

Symbolbild Kaffee und Zigarette
Die bei Rauchern besonders beliebte Kombination aus Kaffee und Zigarette sieht mit einem modernen Verdampfer so aus. Die kompakten Geräte mit Akku sind überall einsatzbereit, funktionieren bei Wind und Regen gleichermaßen gut. © Unsplash.com, Tim Foster (CC0)

Nachdem das Nichtraucherschutzgesetz bundesweit zunächst alle Raucher in sämtlichen Einrichtungen vor die Tür verbannt hat, wurden Lockerungen für Gastronomie, Bars und Kneipen in den verschiedenen Bundesländern durchgesetzt. Beruflich und privat haben immer mehr Raucher hinterfragt, wie sie ihre Sucht dennoch nicht andauernd vor der Tür befriedigen können. In diesem Zusammenhang, aber auch mit der Thematik der Rauchentwöhnung, haben immer mehr E-Zigaretten und Verdampfer Einzug in den Alltag.

Was der Markt mittlerweile neben Zigaretten bietet

Klassischerweise konsumieren Raucher entweder aus Tabak und Blättchen selbstgedrehte Zigaretten oder aber, sie kaufen sich direkt fertige Filterzigaretten. Was sich heute kaum noch jemand vorstellen kann: Bis zum Erlass des deutschen Nichtraucherschutzgesetzes wurde in Behörden, Restaurants und Cafés sowie Bahn und Flugzeug im geschlossenen Raum geraucht. Ganz selbstverständlich haben hier Raucher ihre Sucht befriedigt, während alle anderen Menschen im Raum den Passivrauch konsumierten.

Nachdem die Wissenschaft durch immer mehr Studien belegt hat, dass die dauerhafte Verpestung der Luft mit Passivrauch auch die Gesundheit von Nichtrauchern beeinträchtigt, hat der Staat Maßnahmen ergriffen. Damit eine nichtrauchende Kellnerin im Rahmen des Arbeitsschutzes beispielsweise nicht mehr acht Stunden täglich dem Rauch anderer Menschen ausgesetzt wird, wurden zunächst die Raucher nach draußen verbannt.

In dieser Zeit suchten die süchtigen Raucher fieberhaft nach Raucherkneipen mit Ausnahmegenehmigung, gründeten Vereine und entdeckten E-Zigaretten für sich. Denn die E-Zigarette stößt nicht den schädlichen Passivrauch voll krankheitserregender Substanzen aus und war daher vielfach noch erlaubt.

In einem Tabakwaren-Onlineshop kann man sich einen guten Überblick verschaffen, in welcher Vielfalt E-Zigaretten und Verdampfer samt Liquids mittlerweile als Alternative erhältlich sind. Besonders spannend dabei: Es muss nicht zwingend Nikotin, also die abhängig machende Substanz konsumiert werden. Mit Verdampfern aus Shops wie Zedaco kann ein Raucher sich schrittweise entwöhnen. Zur Auswahl stehen folgende Liquids, also Füllflüssigkeiten, die den Tabak ersetzen:

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  • Liquids mit viel Nikotin
  • Liquids mit wenig Nikotin
  • Liquids ohne Nikotin

Beginnt der Raucher also damit, im Verdampfer zunächst die gewohnte Menge Nikotin zu rauchen, um dann die Dosis Schritt für Schritt zu senken, kann die Entwöhnung vielfach gelingen.

Symbolbild Dampfen
Auch gewöhnliche Zigaretten erzeugen Rauch und Qualm, wobei die Dampfwolken eines Verdampfers ungleich größer wirken.. © iStock, licsiren

Worin sich Verbrennung und Verdampfung von Substanzen unterscheiden

Unabhängig davon, ob es sich um den Konsum von Aromen wie bei einer Shisha oder aber die Inhalation von Substanzen wie Nikotin oder Cannabis handelt, muss man den Unterschied zwischen Verbrennung und Verdampfung kennen. Selbstgedreht oder als Filterzigarette konsumieren Raucher durch Entzünden der Zigarette Nikotin und Giftstoffe, die durch den Verbrennungsprozess freigesetzt werden. Diese werden durch tiefes Einatmen inhaliert und gelangen über die Lunge in den Blutkreislauf. Das gleiche passiert beim Entzünden eines Joints, während die Shisha eher gepafft, also nicht über die Lunge inhaliert wird. Hier werden die unterschiedlichen Aromen eher im Mund geschmeckt.

Die Wissenschaft berichtet zunächst einmal von unterschiedlichen Prozessen beim Verbrennen oder Verdampfen, die man sich ein bisschen wie Dünsten oder Anbraten beim Kochen vorstellen kann. Je nach Art der Zubereitung bleiben bei Gemüse mehr Nährstoffe durch das Dünsten erhalten, während scharfes Anbraten zu köstlichen, aber nicht eben gesunden Röstaromen führt.

So werden auch beim Verbrennen und Verdampfen von Nikotin oder THC durch den Erhitzungsprozess verschiedene Stoffe freigesetzt. Die Temperaturen beim Verbrennen mit offener Flamme sind höher, wodurch andere Stoffe freigesetzt werden. Hier greift ein Prozess, bei dem die Verbindungen zwischen organischen Molekülen und Kohlenstoffatomen aufgebrochen wird. Dabei werden parallel „freie Radikale“ erzeugt, die dem Organismus schaden und unterschiedliche Toxine enthalten. Hierdurch entsteht die sogenannte Raucherlunge, wo sich Teer und andere Substanzen ablagern.

Beim Verdampfen hingegen sind sehr kleinteilige, exakte Temperatureinstellungen möglich. Meist arbeiten die Verdampfer mit Temperaturen von rund 170 °C, um die erwünschten Stoffe freizusetzen. Das reine Erhitzen erhält im Gegensatz zur Verbrennung mehr Inhaltsstoffe, die sonst einfach verbrannt werden – ähnlich wie beim Gemüse. Für Raucher ist dies meist weniger relevant als für die Konsumenten von THC, also Cannabis.

E-Zigaretten, die nicht mit flüssigen Inhaltsstoffen arbeiten, verwenden hingegen deutlich höhere Temperaturen. Hier werden komprimierte, kleine Tabaksticks in den Griff samt Akku und Aufheiz-Einheit gesteckt. Der gepresste Tabak wird dann auf Knopfdruck auf 350 °C erhitzt. Der dabei entstehende Dampf enthält die volle Portion Nikotin, minimiert allerdings die ungesunden Verbrennungsprodukte der klassischen Zigarette.

Wer einmal nach Tabakwaren online im Internet sucht, kann sich die unterschiedlichen Hilfsmittel fernab der klassischen Verbrennung einmal in der Übersicht ansehen.

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