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Upgrade für Hotels: Diese Maßnahmen sorgen für Luxus-Feeling

Beherbergung

Hotelfoyer
Die Lobby eines Hotels vermittelt den ersten Eindruck. © pixabay.com, AnnaPannaAnna

Ein Hotel ist im schlechtesten Fall nur „ein Dach über dem Kopf“ und im besten Fall ein Wohlfühl-Ort, der Gäste mit warmer Freundlichkeit umgibt. Fühlen sich Gäste richtig wohl, kommen sie gerne zurück und empfehlen ein Hotel gerne weiter. Was macht den Unterschied zwischen einer zweckmäßigen Unterkunft und einem großartigen Hotel aus? Der Beitrag stellt Einrichtungstricks und Servicetipps vor, die für die besondere Wohlfühl-Atmosphäre in einem guten Hotel sorgen. Unterm Strich sorgt das gastfreundliche und behagliche Flair dauerhaft für bessere Umsätze der Hotels. Übrigens: So mancher der vorgestellten Interieur-Tipps aus der Hotelbranche lässt sich auch in die privaten vier Wände übertragen.

Das Farbschema bestimmt die Gesamtatmosphäre

Farben entfalten immer ihre Wirkung und bestimmen den ersten Eindruck eines Hotels. Hoteliers können sich bei der Farbwahl von ihrem persönlichen Geschmack leiten lassen oder Farbschemata nutzen, die sich in Luxushotels bewährt haben. Fast immer ist die Farbwahl in Luxusherbergen dezent, harmonisch und darauf ausgerichtet, dass Gäste sich wohlfühlen.

Farbpsychologisch gesehen gibt es einige Farbcodes, die bestimmte Stimmungen erzeugen. Zum Beispiel arbeiten viele Wellness-Hotels mit gedämpften Farben, gerne aus dem Farbspektrum der Naturtöne. Ein mondänes Grandhotel setzt auf glamouröse Gold-Effekte und ein Boutique-Hotel in der Stadt wählt trendige Farben aus dem urbanen Raum. Die Farbwahl hängt somit entscheidend vom Standort und dem Gesamtkonzept eines Hotels ab.

Um ein Farbschema umzusetzen müssen nicht unbedingt neue Möbel angeschafft und aufwendige Renovierungsarbeiten beauftragt werden, die den Hotelbetrieb über einen längeren Zeitraum einschränken. Stattdessen greifen Hoteliers zu einer bewährten Lösung, dem Folieren. Beim Folieren werden hochwertige selbstklebende Möbelfolien mit unterschiedlichen Texturen verwendet, um damit vorhandenes Interieur wie Schränke, Bettgestelle, Fensterbänke, Wände, Nachtschränke und anderes mehr aufzuwerten. Zur Wahl stehen zum Beispiel Holz-, Textil-, Marmor-, Stein-, Metall- oder Lederfolien. Mit ihnen lässt sich sauber, schnell und unkompliziert ein individuelles Farbschema im gesamten Hotel umsetzen.

Hotelzimmer
Zweckmäßig, lieblos und wenig ansprechend. © pixabay.com, 4506458

Das Bett: Gut schlafen, bequem aufstehen, gemütlich entspannen

Ein Bett ist in einem Hotel nicht nur zum Schlafen da. Es ist das zentrale Möbelstück und es erfüllt mehrere Funktionen. Deshalb ist die Wahl des richtigen Betts besonders wichtig, um Luxus-Feeling zu erzeugen. In gehobenen Hotels stehen in der Regel Boxspringbetten. Diese bringen gleich mehrere Vorteile mit sich:

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  1. Sie sind unvergleichlich komfortabel und beeinflussen durch ihren Stoffbezug die Stimmung im Zimmer. Das verschafft Flexibilität bei der Raumgestaltung, denn die Bezüge lassen sich grundsätzlich austauschen und einem Farbkonzept anpassen.
  2. Das gepolsterte Kopfteil lädt zum Anlehnen und Relaxen ein. Zudem lässt es sich mit unterschiedlichen Stoffen beziehen und eröffnet zusätzlichen Gestaltungsspielraum.
  3. Boxspringbetten bieten guten Sitzkomfort. Die bequeme Einstiegshöhe ermöglicht auch Senioren mit Alterseinschränkungen leichtes Aufstehen und Hinlegen.
  4. Nicht zuletzt sind gute Boxspringbetten mehrfach gefedert und sorgen dadurch für einen angenehmen Stützeffekt. Hier schlafen Gäste besonders gut.

Hochwertige Bettwäsche, großzügige Kissenlandschaft

Hotels müssen aus hygienischen Gründen Bettwäsche wählen, die als Kochwäsche gereinigt werden kann. Deshalb sind hochwertige und strapazierfähige Stoffe Pflicht. Dabei setzen Luxushotels stets auf kochfeste Baumwolle in hautsympathischer Qualität. Mercerisierte Baumwolle ist besonders weich. Bei der Auswahl der Bettwäsche sollten Hotels auf eine hohe Fadendichte achten, denn diese ist strapazierfähig und fühlt sich genauso hochwertig an, wie sie aussieht. Luxusfeeling entsteht durch edle Stoffe in harmonischer Farbwahl. Schick sind mehrere Kissen im gleichen Farbschema und eine kuschelweiche Tagesdecke für mehr Wohnlichkeit im Hotelzimmer.

Hotelzimmer
Harmonisch, gemütlich und luxuriös. © pixabay.com, Engin Akyurt

Üppige Vorhänge am Fenster

Ein Hotelzimmer wirkt besonders luxuriös, wenn die Fenster mit schweren Vorhängen ausgestattet sind. Die Gardinen sind extra schwer, weil sie ein Zimmer komplett verdunkeln und vor neugierigen Blicken schützen. Sie sind ein wichtiger Grund für den besonderen Wohlfühlfaktor in einem Hotelzimmer, denn sie sperren nicht nur unerwünschtes Licht aus, sondern dämpfen die Geräuschkulisse im Raum erheblich.

Das Bad: Feine Pflegeprodukte, weiche Handtücher und ausreichend Ablageflächen

Ein Hotelzimmer kann noch so schön eingerichtet sein, ist das Bad unkomfortabel, sinkt der Wohlfühlfaktor drastisch. Das Bad muss sämtliche funktionale Ansprüche erfüllen und darüber hinaus sorgen diese Maßnahmen für Luxusfeeling:

  • genügend Ablageflächen und Stauraum für die persönlichen Pflegeartikel der Hotelgäste
  • ausreichend große Handtuschstange und Haken
  • flauschige Badezimmermatten
  • eine kleine, feine Auswahl hochwertiger Pflegeprodukte wie Duschgel, Shampoo, Seife und Deodorant
  • Handtücher aus reiner Baumwolle in Frottier-Qualität. Achtung: Frottier und Frottee sind nicht identisch. Frottee ist dünner als Frottier. Schön flauschig sind Handtücher aus Walkfrottier und die besondere Luxus-Weichheit verschafft Veloursfrottier.

Ein Tipp für den kleinen Geldbeutel: Pflegeprodukte lassen sich in Dauerbehälter umfüllen. Edle Seifenspender mit Beschriftung sind mit Flüssigseifen aus dem Großgebinde nachfüllbar. Das spart Geld und schont die Umwelt. Auch können kleine, unsichtbare Helfer für Harmonie und Wohlbefinden sorgen: Düfte im Bad schenken eine angenehme Raumluft.

Der Service: freundlich, aufmerksam und unaufdringlich

Persönlicher Service mit dem gewissen Extra steht ganz oben auf der Liste der Besonderheiten, die ein Luxushotel von einem durchschnittlichen Hotel unterscheidet. Hotelgäste erwarten von einem besonders guten Hotel somit auch einen besonders guten Service. Es gibt ein paar wirkungsvolle Tricks, die sich kleine Hotels von den großen Luxusketten abschauen können.

  • Andaz (Marke von Hyatt): In diesem Hotel gibt es keine klassische Rezeption. Stattdessen empfängt ein Gastgeber die Gäste persönlich in der Lobby und heißt sie willkommen. Der Check-in findet nicht am Counter, sondern in einer gemütlichen Sitzgruppe statt. Während die Gäste ein Glas Wein oder einen Kaffee genießen, checkt der Gastgeber die Neuankömmlinge per Tablet ein. Danach bringt er sie zum Zimmer.
  • Sheraton Bratislava: Das Hotel nutzt die Macht der sozialen Medien, um einzelne Gäste mit einer besonderen Überraschung zu verwöhnen. So fand ein Fotograf und Reiseblogger, der Instagram als Plattform nutzt, in seinem Zimmer ein kleines Booklet mit Instagram-Bildern der Stadt Bratislava. Auf der beigelegten Karte stand sinngemäß: „Da Sie es lieben, auf Instagram Reisefotos zu posten haben wir uns erlaubt, Ihnen ein kleines Booklet mit ausgewählten Instagram-Fotos von unserer schönen Stadt Bratislava zu schenken. Wir hoffen, dass Sie den Aufenthalt bei uns genießen werden.“
  • Ritz-Carlton Neapel: Auch das Ritz-Carlton nutzt die sozialen Medien. Das Hotel hat seine Facebook Fans gefragt, wie sie ihren Kaffee am liebsten trinken. Wer sich an der Kampagne beteiligte, seine Kaffee-Vorlieben postete und später ein Hotelzimmer buchte, bekam seinen Lieblings-Kaffee ungefragt serviert. Das überraschte und kam gut an.

Guter Service muss nicht teuer sein. Er ist geprägt von Fantasie und dem Wunsch, Gästen eine Freude zu machen. Das lässt sich in jedem Hotel umsetzen, ganz gleich in welcher Kategorie es offiziell eingeordnet ist.

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