Umweltschutz: Darum ist es wichtig, Verantwortung zu übernehmen - scinexx | Das Wissensmagazin
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Umweltschutz: Darum ist es wichtig, Verantwortung zu übernehmen

Nachhaltigkeit

Kinderhände mit Erdkugel
Heute hat jeder eine Verantwortung gegenüber der Umwelt. Schon das minimalste Umdenken kann etwas bewirken. © Fotolia, masterart2680

1994 wurde der Umweltschutz als Staatsziel in Form von Artikel 20a in das deutsche Grundgesetz aufgenommen. Bis dato fanden zähe Debatten und Diskussionen dazu statt. Heute ist es kaum vorstellbar, dass an der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verantwortung gegenüber der Umwelt gezweifelt wurde. Aktuell sind Themen wie erneuerbare Energien, schonende Ressourcenwirtschaft und die tägliche Umweltverschmutzung stetige Begleiter auf allen Kanälen.

Ursachen und Auswirkungen: Darum geht es der Umwelt nicht gut und das kann passieren

Grundsätzlich sind folgende Ursachen die Auslöser für den aktuellen Zustand der Umwelt:

  • Die wachsende Bevölkerung auf der Welt hat einen intensiven Verbrauch von Ressourcen.
  • Ein steigender Konsum führt zu einem wachsenden Bedarf an Wohlstand, der zu einer erhöhten Produktion von Gütern wird, was belastend für die Umwelt ist.
  • Der hohe Bedarf an Fleisch und Fisch führt zu Massentierhaltung und leer gefischten beziehungsweise überfischten Meeren.
  • Landwirtschaft und Tierzucht verbrauchen große Wassermengen, wodurch Treibhausgase entstehen, die wiederrum den Klimawandel begünstigen.
  • Weltweit herrscht ein hoher Bedarf an Energie, die noch immer aus Verbrennung von fossilen Brennstoffen gewonnen wird, wodurch eine beträchtliche CO2-Menge in die Atmosphäre abgegeben wird.

Auswirkungen zeigen sich wie folgt:

  • Treibhauseffekt: Erzeugte Gase bilden eine Barriere in der Atmosphäre. Sonnenergie kann dadurch nicht mehr problemlos ins All zurückgegeben werden. Dadurch bleibt ein Großteil der Sonnenergie gespeichert auf der Erde, wodurch Treibhausgase entstehen.
  • Abholzung: Durch das Abholzen von Wäldern und die fehlende Photosynthese weltweit wird der Treibhauseffekt begünstigt.
  • Erderwärmung: Die Erde erwärmt sich durch die Treibhausgase stetig. Dadurch steigen nicht nur die Temperaturen von Wasser und Luft, auch die Polkappen beginnen zu schmelzen.
  • Umweltkatastrophen: Daraus resultieren zwangsläufig Unwetter-, Natur- und Umweltkatastrophen wie Überschwemmungen und Dürren.
  • Steigende Sterberate
Die Veränderung beginnt im Haushalt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Beitrag zum Schutz der Umwelt in den eigenen vier Wänden zu leisten. © pixabay.com, sumanley

Beiträge zum Umweltschutz: So bewirken Verbraucher eine Veränderung

Jeder kann etwas zum Schutz der Umwelt und der Erde beitragen. Es beginnt mit einem minimalen Umdenken. Dank der heutigen Energietechnik wird beispielsweise Strom sparen leichtgemacht, gleiches gilt für den Wasserbedarf. Dieser ist im Vergleich in den letzten Jahren deutlich gestiegen, denn tägliches Duschen zählt bei vielen Verbrauchern inzwischen zu den Körperpflege-Basics. Bei Hausbau und Sanierung kommt daher immer häufiger die Förderung der Regenwassernutzung ins Gespräch. Dadurch ist es möglich, Trinkwasser einzusparen. Die Regenwassernutzungsanlage kann vielseitig eingesetzt werden. Auch Haushaltsgeräte wie die Waschmaschine profitieren davon, denn das Wasser ist kalkarm.

Weitere Beiträge zum Umweltschutz sind:

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  • Den eigenen Konsum einschränken: Dies gilt vor allem für Luxusgüter wie Bekleidung und Möbel, denn die Produktion und der Transport dieser Waren führen zu erhöhten CO2-Emissionen und Müllaufkommen.
  • Beim Essen auf Nachhaltigkeit achten: Zahlreiche Fischbestände sind überfischt. Es ist sinnvoll, mitunter auf Meerestiere im Speiseplan zu verzichten. Im besten Fall bleibt Fisch für eine ganze Weile ganz gestrichen, damit sich die Ozeane erholen können. Zudem sind regionale Lebensmittel empfehlenswert, die keine langen Transportwege hinter sich haben.
  • Öfter auf zwei Räder setzen: Es gibt sehr viele Wege, die per pedes oder auf zwei Rädern erledigt werden können. Zugunsten der Umwelt ist es wichtig, das Auto ab und an stehen zu lassen. So bleibt das Klima von den Schadstoffen verschont. Zudem sorgt vorausschauendes Fahren für weniger Spritverbrauch.

Die Themenbereiche „Strom und Heizenergie“ sind durch folgende Spartipps effizient zu meistern:

  • weniger heizen und Temperatur stetig um ein Grad senken
  • vermehrtes Stoßlüften
  • auf Ökostrom umsteigen
  • Geräte ausschalten statt Standby
  • LED-Lampen nutzen
  • Wäsche in der Sonne trocknen
  • auf Energieeffizienzklassen bei Haushaltsgeräten achten

Darauf gilt es im Alltag zu achten: Dos und Dont‘s für die Umwelt

Neben dem Haushalt bietet ebenso der Alltag vielseitige Einsparpotenziale, um der Umwelt etwas Gutes zu tun.

Dos Donts
  • Mehrwegbecher
  • Glasbehältnisse
  • Stofftaschen
  • Müll richtig entsorgen
  • Materialien wiederverwenden
  • sparsam einkaufen
  • Wasser beim Duschen abstellen
  • mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren
  • Bio- und Fairtrade-Produkte
  • Einwegbecher
  • Plastikverpackungen
  • Plastiktüten
  • Müll unachtsam auf die Straße werfen
  • unüberlegtes Wegwerfen
  • Lebensmittel wegwerfen
  • Wasserlaufen lassen und tägliche Vollbäder
  • Palmöl
Ein wichtiges Stichwort ist Recycling. Gemeinsam ist es möglich, der Wegwerfgesellschaft den Rücken zu kehren. © pixabay.com, Clker-Free-Vector-Images

Langfristige, größere Veränderungen für eine grüne Zukunft

Die bereits genannten Maßnahmen sind relativ schnell umzusetzen und in fast jedem Haushalt machbar. Überdies gibt es ebenso langfristige und größere Veränderungen, um die Umwelt dauerhaft zu schützen und zu entlasten. Dazu gehören unter anderem:

  • Neue Wohnkonzepte: Ob Tiny Houses oder Wohnraum Sharing, die Möglichkeiten sind vielseitig. So oder so streben Verbraucher dadurch energieeffizienteres Wohnen in Zukunft an.
  • Alternative Mobilität: Hybrid- und Elektrofahrzeuge sind schon lange keine Zukunftsmusik mehr. Ihre Reichweiten halten aktuell noch nicht mit den Benzinern mit, das wird sich jedoch in Zukunft ändern, sodass hier großes Potenzial für den Umweltschutz ruht.
  • Erneuerbare Energien: Photovoltaikanlagen sind aktuell noch nicht für jeden Haushalt erschwinglich, aber eine gute Möglichkeit, um Strom zu sparen.
  • Betrieblicher Umweltschutz: Dieser Themenbereich ist relativ umfangreich, denn gerade die Industrie trägt einen erheblichen Teil zur Verschmutzung der Umwelt und einer intensiven Ressourcennutzung bei. Hier reichen die Maßnahmen vom reduzierten Papierbedarf über die Beleuchtung bis hin zu Abfallvermeidung und -entsorgung sowie Transport, Logistik, Produktion und Verbrauch.

Was wurde in der Vergangenheit in puncto Umweltschutz erreicht?

Wichtige Schritte auf dem Weg zur Energiewende waren bislang folgende Meilensteine:

  • 1987: erster (funktionierender) Windpark wird in Betrieb genommen
  • 2000: das EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) tritt in Kraft
  • 2011: bis 2022 schrittweise Ausstieg aus der Kernenergie
  • 2017: verstärkte Investition in die Elektromobilität

Laut dem Umweltbundesamt beliefen sich im Jahr 2016 die Ausgaben für den Umweltschutz auf ca. 2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Umgerechnet waren das ungefähr 66,2 Milliarden Euro. Diese Summe wurde von Unternehmen, privaten Haushalten und staatlichen Institutionen getragen. Eine ganze Menge davon kamen Abwasser und Abfall zugte, während ein kleinerer Teil der Beseitigung von Umweltbelastungen diente. Generell ist ein nachhaltiges Wirtschaften durch die Zusammenführung von Wirtschaftswachstum und Umweltschutz der Plan.

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