Tipps gegen Prüfungsangst: Das hilft bei Klausurenstress - scinexx | Das Wissensmagazin
Anzeige
Anzeige

Tipps gegen Prüfungsangst: Das hilft bei Klausurenstress

Phobische Störungen

Prüfungssaal
© thinkstock.com, jatuphol

Nahezu jeder kennt es: Schweißperlen auf der Stirn, ein trockener Mund, erhöhter Puls oder ein plötzliches Blackout. Gerade in der stressigen Prüfungszeit müssen viele Studierende mit den Problemen von Prüfungsangst oder Lampenfieber kämpfen. Denn unter Stress verschlimmern sich die Symptome oftmals und machen es dem Betroffenen schwer, klare Gedanken zu fassen. Insbesondere in Prüfungssituationen oder bei Klausuren kann das fatale Auswirkungen haben. Wie man im Vorfeld bereits Abhilfe schaffen kann und was man tun kann, wenn die Prüfung aufgrund von Prüfungsangst nicht bestanden wird, klärt dieser Artikel.

Die Ursache herausfinden

Um Möglichkeiten zu finden, mit der stressigen Situation etwas gelassener umzugehen, muss zunächst klar sein, wieso man so gestresst reagiert. Liegt es am Prüfungsfach selbst, dass einem nicht so gut liegt? Oder vielmehr am Dozenten bzw. Lehrer, der bekannt dafür ist, streng zu benoten? Oder liegt es daran, dass es sich um eine wichtige Prüfung handelt, die man unbedingt bestehen muss?

Egal was am Ende die Ursache ist, sollte einem klar sein, dass es meist nur gedankliche Barrieren sind, die es zu überwinden gilt. Die Situation selbst ist nicht gefährlich und bedeutet keine Gefahr, auch wenn der Körper einem gerade etwas ganz anderes vermitteln möchte. Ziel ist es, sich die Lage bewusst zu machen und mit entsprechenden Vorkehrungen entgegenzuwirken.

Möglichkeit 1: Lerngruppen bilden

Oftmals reicht es schon aus, gemeinsam mit anderen Studierenden zu lernen und sich dabei auch über Befürchtungen und Ängste austauschen. Zudem gibt das Gemeinschaftsgefühl Sicherheit. Denn gerade innerhalb der Prüfung kann es helfen, sich neben Freunde oder Kommilitonen zu setzen, von denen man zwischendurch vielleicht ein aufmunterndes Lächeln oder ein zustimmendes Nicken bekommt. Die kleinen Gesten geben neue Kraft und Durchhaltevermögen.

Möglichkeit 2: Lernpläne erstellen

Viele Studierende setzen auf Lernpläne, die nicht nur das Tagespensum, sondern ganze Wochen oder Monate mit Lerninhalten vorgeben. Hier gibt es Tipps, wie man Lernpläne am besten erstellt. Durch den zusätzlichen frühzeitigen Beginn mit der Lernphase kann diese entzerrt und zusätzlicher Stress vermieden werden. Wichtig sind dabei vor allem klare Lernziele, aber auch wichtige Lernpausen, in denen wir unserem Gehirn die Möglichkeit geben, zu regenerieren, den gelernten Stoff zu verarbeiten und abzuspeichern. Denn gerade am Nachmittag sind wir oft müde und sollten unserem Gehirn eine kurze Pause gönnen. Wieso das so ist, erfahren Sie hier.

Anzeige

Möglichkeit 3: Entspannungsübungen

Gerade wenn der Körper verspannt und der Kopf dicht macht, ist es wichtig, dem entgegenzuwirken. Das gelingt am besten mit Entspannungsübungen wie Yoga, Pilates oder autogenem Training. Alle drei Möglichkeiten helfen dank spezifischer Bewegungen bzw. Bewegungsabläufe sowie dem An- und Entspannen von Körperpartien, für Gelassenheit und Ruhe zu sorgen. Gerade das autogene Training vermittelt hilfreiche Techniken, die sowohl den Körper als auch die Gedanken beruhigen.

Was tun, wenn nichts hilft und man durch die Prüfung fällt?

Trotz Vorbereitung und Entspannungsübungen waren alle Mühen umsonst und die Prüfungsangst genauso stark wie immer? Das Blackout hat über die gesamte Prüfung angehalten? Die Klausur ist vermasselt und die Prüfung nicht bestanden? Oft ist es glücklicherweise möglich, Klausuren nachzuschreiben. Dafür sind in der Regel Nachholtermine eingeplant, die einige Wochen nach dem ersten Klausurtermin stattfinden. Gibt es diese Alternative nicht, so besteht in manchen Fällen die Möglichkeit für eine Prüfungsanfechtung.

Zweite Chance dank Prüfungsanfechtung

Je nachdem, welche Gründe wirklich zum Nichtbestehen der Prüfung beigetragen haben, kann eine sogenannte Prüfungsanfechtung eingeleitet werden. Diese sollte immer mit einem erfahrenen Anwalt erfolgen, der auf diese Art von Klagen spezialisiert ist. Gerade bei Examensprüfungen in Jura oder Medizin, die von besonderer Bedeutung sind, können sie dabei helfen, die Prüfung wiederholen zu können.

Zu den möglichen Gründen für eine Prüfungsanfechtung gehören z. B.

  • Lärm während der Prüfung
  • Prüfungsunfähigkeit (z. B. aufgrund von Krankheit)
  • Verspätung (z. B. wegen Stau oder Verzögerungen im öffentlichen Verkehr)
  • Änderung der Prüfungsaufgaben
  • Befangenheit des Prüfers

Wird eine entsprechende Anfechtung in Betracht gezogen, so ist es ratsam, frühzeitig einen Anwalt aufzusuchen und dabei unbedingt auch die Fristen einzuhalten.

Anzeige

In den Schlagzeilen

Videos jetzt im Netz

Teaserbild Ringvorlesung Klimawandel und Ich

Ringvorlesung "Klimawandel und Ich"

Diaschauen zum Thema

keine Diaschauen verknüpft

Dossiers zum Thema

keine Dossiers verknüpft

News des Tages

Denman-Glertscher

Ostantarktis: Größter Gletscher schrumpft

So klingt das Coronavirus als Musik

Abnehmen: Art der Diät ist egal

Bücher zum Thema

keine Buchtipps verknüpft

Top-Clicks der Woche

Anzeige
Anzeige