Sonnenstich, Sonnenbrand und Co. – Was hilft bei Sommererkrankungen? - scinexx | Das Wissensmagazin
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Sonnenstich, Sonnenbrand und Co. – Was hilft bei Sommererkrankungen?

Sommer

Brünette Frau beim Auftrage von Sonnencreme auf der Schulter
Regelmäßiges Nachcremen nicht vergessen! © Skeyndor / Public Domain

Der Sommer ist endlich da – und mit ihm reichlich Sonnenschein und warme Temperaturen. Doch das schöne Wetter hat nicht nur positive Auswirkungen auf uns Menschen. Denn zu starke Sonneneinstrahlung oder Hitze können den Körper stark belasten und unter anderem zu einem Kollaps, einem schmerzhaften Sonnenbrand oder einem Sonnenstich führen. Was hilft in solchen Fällen?

Statistisch gesehen werden in Deutschland jährlich rund 2.000 Patienten wegen eines Hitzschlags oder Sonnenstichs im Krankenhaus behandelt – Tendenz steigend. Das mag zum einen an den immer heißer werdenden Sommern liegen, doch häufig ist vor allem das Verhalten der Betroffenen selbst an den unangenehmen Symptomen schuld.

So zeigt sich zum Beispiel häufig: Wer Kinder hat, achtet meist streng darauf, ihren Kopf stets mit einem Hut vor der direkten Sonneneinstrahlung zu schützen – bei sich selbst sind viele Erwachsene diesbezüglich aber nachlässig. Und das kann unangenehme Folgen haben: Strahlt die Sonne über längere Zeit hinweg direkt auf Kopf und Nacken, kann es zu Irritationen der Hirnhaut kommen. Dies kann Entzündungssymptome im Körper auslösen, die sich als schwere Kopfschmerzen, Übelkeit oder gar Hirnschwellungen äußern. Bei einem Hitzschlag kann die Körpertemperatur zusätzlich auf gefährliche 40 Grad Celsius und mehr ansteigen – dann besteht sogar Lebensgefahr.

Schnell reagieren bei Hitzschlag und Sonnenstich

Um solch eine Gesundheitsgefährdung zu vermeiden, sind Sonnencreme und eine Kopfbedeckung beim Aufenthalt im Freien Pflicht. Außerdem gilt: Viel Wasser trinken! Experten empfehlen, sich an sehr sonnigen und heißen Tagen lieber im Schatten aufzuhalten – besonders die pralle Mittagssonne gilt es zu meiden. Wer die oben beschriebenen Symptome bei sich feststellt, sollte sich spätestens dann unverzüglich in den Schatten begeben. Essenziell ist, dass der Körper wieder abkühlt. Dabei helfen können feuchte Handtücher, die auf den Kopf oder um den gesamten Körper gelegt werden. Vorsicht: Ein direkter Sprung ins kühle Nass ist hingegen nicht zu empfehlen, denn durch den starken Temperaturunterschied könnte der Körper einen Schock erleiden.

Wer nach dem Sonnenbad unter Kopf- oder Gliederschmerzen leidet, kann bei Bedarf zu rezeptfreien Schmerzmitteln greifen. Diese sind auch online erhältlich und können auch bei leichten Fieberschüben helfen. Wer jedoch eine stark erhöhte Körpertemperatur bei sich feststellt oder unter anhaltender Übelkeit oder gar unter Ohnmachtsanfällen leidet, sollte nicht zögern und sich in ärztliche Behandlung begeben.

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Einem Sonnenbrand vorbeugen

Wohl jeder von uns hatte schon mal einen Sonnenbrand und weiß, wie unangenehm dieser sich anfühlen kann. Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollten Sonnenanbeter zumindest die Mittagssonne meiden und sich stets gut eincremen. Auch im Schatten wird man braun – zwar dauert das etwas länger, doch dafür setzt man seine Haut weniger den gefährlichen UV-Strahlen aus. Sollte es trotzdem mal zu einem Sonnenbrand kommen, sollte man sofort in den Schatten gehen und die Haut vorsichtig kühlen. Anschließend kann sie mit einem ebenfalls kühlenden Feuchtigkeitsgel versorgt werden. Als sanftes Mittel für die Behandlung eines Sonnenbrands hat sich beispielsweise Aloe Vera bewährt. Wichtig: Mit der verbrannten Haut ist ein weiteres Sonnenbad tabu – zunächst muss die Rötung vollständig abklingen.

Eine weitere Sommerkrankheit: Die Blasenentzündung

Während bekannt ist, dass Sonnenbrand oder Sonnenstich als Folgen starker Sonne und großer Hitze auftreten können, ist vielen Menschen nicht bewusst, dass auch eine vermeintliche Winterkrankheit im Sommer gar nicht selten ist: die Blasenentzündung. Tatsächlich sind Harnwegsinfektionen in der warmen Jahreszeit für etwa zehn Prozent aller Antibiotika-Verschreibungen verantwortlich.

Woran das liegt? Während im Winter jeder darauf bedacht ist, sich warm anzuziehen, vergessen bei sommerlichen Temperaturen viele Menschen, auf die Blasen- und Nierengesundheit zu achten. So kann beispielsweise das Herumlaufen im nassen Badeanzug, das Sitzen auf kalten Steinen oder auch das zu lange Verweilen im kalten Freibadwasser Auslöser für eine Blasenentzündung sein. Besonders häufig betroffen sind Frauen – das liegt an der bei ihnen sehr kurzen Harnröhre, durch die Keime schnell zur Blase und zu den Nieren gelangen können.

Forscher der Washington University School of Medicine in St. Louis haben herausgefunden, dass Blasenentzündungen häufig durch E.coli-Bakterien verursacht werden – eine wichtige Erkenntnis, besonders für Frauen, die häufig mit Blasenentzündungen zu kämpfen haben. Eine vielversprechende Methode der Vorbeugung ist es, die Scheidenflora beispielsweise durch spezielle mikrobiotische Behandlungen so zu verändern, dass es die für viele Blasenentzündungen verantwortlichen Bakterien schwerer haben, sich zu vermehren. Schmerzmittel wie Ibuprofen sollen Studien zufolge bei einer Blaseninfektion helfen, indem sie die Blasenwand stärken und Neuinfektionen entgegenwirken. Von einer Selbstmedikation ist in diesem Fall jedoch abzuraten. Wer ein schmerzhaftes Brennen beim Wasserlassen verspürt, sollte besser zunächst einmal viel trinken, um die Blase durchzuspülen. Stellt sich nach ein bis zwei Tagen keine Besserung ein, sollte man einen ein Arzt konsultieren. Gegebenenfalls ist dann eine Antibiotikabehandlung vonnöten.

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