Smart Homes für eine zukunftssichere Energieversorgung - scinexx | Das Wissensmagazin
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Smart Homes für eine zukunftssichere Energieversorgung

Energieeffizienz

Tablet mit Smart-Home-Programm
Home Automation © pixabay.com, geralt

Smart-Home-Geräte sollen auch dabei helfen, Energie möglichst effizient zu nutzen. Dafür brauchen Sie Daten. Das stellt die Netzbetreiber und Energieunternehmen vor neue Herausforderungen – und ruft Datenschützer auf den Plan.

Der durchschnittliche Privathaushalt besitzt immer mehr Elektrogeräte. Und diese Geräte werden immer intelligenter: Beliebt sind bei deutschen Verbrauchern vor allem smarte Beleuchtungs- und Sicherheitssysteme, wie eine Studie von Bitkom zeigt. Aber auch in Espressoautomaten, Kühlschränken und Heizungsanlagen befinden sich nicht mehr nur elektrische Schaltkreise, sondern auch Mikrochips. Laut der Bitkom-Studie ist bereits in 12 Prozent aller Privathaushalte die Heizung mit dem Internet verbunden. Derartige Geräte sind nicht nur komfortabel, sie leisten auch einen wichtigen Beitrag dazu, den Energiebedarf zu verringern. Beispielsweise lässt sich mittels smarter Thermostate der Energieverbrauch eines Haushaltes senken, indem die Heizkörper automatisch heruntergeregelt werden, wenn die gewünschte Raumtemperatur erreicht ist.

Big Data für ein effizientes Energienetz

Auch die Energieversorger selbst setzen vermehrt intelligente Systeme ein, zum Beispiel smarte Stromzähler. Mit diesen lässt sich in kurzen Abständen der aktuelle Stromverbrauch der Privathaushalte messen. „Smart“ bedeutet in diesem Fall, dass die Systemelemente permanent Daten in eine Cloud senden. Diese Daten können die Energieversorger nutzen, etwa indem sie sie in Bezug zum aktuellen Strommarktpreis und der Netzauslastung setzen. Dies ermöglicht es ihnen, ihre Tarife bedarfsgerecht zu gestalten oder bei niedrigem Marktpreis günstig Strom einzukaufen. Ist der Strombedarf der Abnehmer gerade niedrig, wird der eingekaufte Strom zunächst gespeichert. Steigt der Energiebedarf der Haushalte an – etwa zu bestimmten Tageszeiten -, wird der gespeicherte Strom dann ins Netz eingespeist.

Big Data erfordert ausgereifte BI Tools

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Das macht es erforderlich, dass nicht nur zwischen den Haushalten und dem Energiebetreiber, sondern auch zwischen den verschiedenen Abteilungen des Energieunternehmens selbst Daten übermittelt werden. Beispielsweise braucht der Einkauf die Daten, um die Menge des einzukaufenden Stroms zu ermitteln.

Doch bei den gesammelten Daten handelt es sich um „Big Data“ – das sind riesige, noch unbereinigte Datenbestände, die in ihrer Rohform nicht auswertbar sind. Sie müssen zunächst bereinigt und gegebenenfalls in andere Formate transformiert werden, bevor sie mithilfe verschiedener Verfahren aus Data Mining, Machine Learning oder Predictive Analytics analysierbar sind. An die dafür verwendeten Tools werden entsprechend hohe Anforderungen gestellt: Die Daten müssen vollständig integrierbar sein und auch von nichttechnischen Mitarbeitern ausgewertet oder modelliert werden können. Erforderlich dafür sind Business Intelligence Tools, die ausführliche Analysen und Reportings ermöglichen – und zwar über intuitiv bedienbare Menüs, die keine Programmierkenntnisse erfordern. Damit ist es auch Mitarbeitern aus Abteilungen wie Marketing und Einkauf möglich, auf Basis der ausgewerteten Daten Entscheidungen zu treffen – zum Beispiel, wie viel Strom aktuell an der Strombörse eingekauft werden soll.

Verbrauchern ist Sicherheit wichtig

Ein Aspekt, dem die Verbraucher besondere Bedeutung beimessen, ist die Sicherheit der gesammelten Daten. So gaben in der Studie 26 Prozent der Befragten an, dass sie Angst vor einem System-Hack hätten, und 24 Prozent, dass sie sich Gedanken um die Wahrung ihrer Privatsphäre machen würden. Die Anbieter müssen ihre smarten Systeme daher zuverlässig vor unbefugten Zugriffen schützen und mit Blick auf die Bestimmungen der DSGVO sicherstellen, dass die Daten ausschließlich anonymisiert gesammelt werden.

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